In addition to the technically required cookies, our website also uses cookies for statistical evaluation. You can also use the website without these cookies. By clicking on "I agree" you agree that we may set cookies for analysis purposes. You can see and change your cookie settings here.
Ludwig von Boyneburg, Statthalter an der Lahn (Loyne [!]), und
Konrad von Mansbach, Ritter, Amtmann in Vacha, bekunden, dass ein Streit
zwischen J...
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1501-1510
1507 November 24
Ausfertigung, Pergament, fünf mit Pergamentstreifen angehängte Siegel (Siegel Nr. 2-4 beschädigt)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Gescheenn uff sanct Kathereynen abent anno Domini millesimoquingentesimoseptimo
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Ludwig von Boyneburg, Statthalter an der Lahn (Loyne [!]), und Konrad von Mansbach, Ritter, Amtmann in Vacha, bekunden, dass ein Streit zwischen Johann [I. von Henneberg], Abt von Fulda, wegen des dem Kloster gehörenden abgelösten Teils von Wehrda [heute Gem. Haunetal], Albrecht von Trümbach (Trubennbach), Marschall des Abtes, wegen seines noch nicht abgelösten Pfandteils an Wehrda [heute Gem. Haunetal] einerseits; und Stam, Werner, Simon und Friedrich von Schlitz genannt von Görtz andererseits; über die Nutzung des Rechbergs bestanden hat. Nach Anhörung beider Streitparteien und Einsehen von Urkunden haben Ludwig und Konrad als von beiden Seiten erwählte Schiedsrichter folgenden Schiedsspruch gefällt: Alle Äcker, Gärten und Wiesen, die derzeit am Rechberg liegen, sollen der dortigen Klause gehören. Der Klause steht auch die alleinige Nutzung der genannten Liegenschaften zu. Wenn ein zweiter Bruder oder Ackermann in der Klause aufgenommen werden soll, hat dies mit Zustimmung des Amtmanns in Wehrda und der von Schlitz zu geschehen. Beide Seiten sollen bei der Auswahl des neuen Bruders gleichermaßen berücksichtigt werden (den bedenteyln deshalb zu gleich verwandt sein) und den dortigen Klausner und Ackermann auch zu gleichen Teilen schützen. Zukünftige Rodungen am Rechberg sollen mit Zustimmung des Fuldaer Amtmanns in Wehrda und der von Schlitz getätigt werden. Die Nutzung der Rodung steht jeweils zur Hälfte Wehrda und Schlitz zu oder soll der Klause zugewiesen werden. Jedoch soll denen, die den Rechberg für den Viehtrieb nutzen, die Nutzung nicht verwehrt werden. Ausgenommen vom Viehtrieb sind die umzäunten Felder der Ortschaften. Siegelankündigung der Schiedsrichter. Abt Johann, Marschall Albrecht von Trümbach sowie Stam, Werner, Simon und Friedrich von Schlitz bekennen für sich und ihre Erben, dass sie den Schiedsspruch angenommen haben. Ankündigung des Sekretsiegels Abt Johanns. Siegelankündigung Albrechts von Trümbach und Stams von Schlitz. Die anderen von Schlitz gebrauchen das Siegel Stams. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers 1, Avers 2, Avers 3, Avers 4, Avers 5)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Abt Johann, Ludwig von Boyneburg, Konrad von Mansbach, Albrecht von Trümbach, Stam von Schlitz genannt von Görtz
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: StaM, Kopiare Fulda: K 438, S. 658-659
Die Siegelankündigung weicht von der tatsächlichen Hängung der Siegel ab; im Feld Siegler ist die tatsächliche Hängung wiedergegeben.
Ludwig von Boyneburg war 1502-1508 und 1527 Statthalter des Oberfürstentums bzw. des Landes Hessen an der Lahn, vgl. Demandt, Personenstaat 1, S. 86 ff., Nr. 298.
Die genaue Lage des Rechbergs ist unbekannt.
In der Urkunde geht es nur um einen Streit über die Nutzung des Rechbergs. Die eingangs genannten Streitigkeiten über Wehrda werden in der Urkunde nicht behandelt; warum sie aufgeführt werden, ist unbekannt.
Information on confiscated assets
Further information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.