Kapital- und Rechnungssachen betr. Neuwerk
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Sc - Altes Aktenarchiv, Sc IX C 51 a (718)
Sc - Altes Aktenarchiv
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1637 - 1665
Enthält: (Bl. 40): schwarzes Lacksiegel der Johanna Maria van olden Barnevelt, Witwe van der Dussen (1653); (Bl. 69/70) Michael Florens Brandis aus Köln 23.5.1665 an den Vater Hermann Brandis: hofft, dass der Vater gut heimgekommen sei. Will auf Anraten eines Mediziners die warme Sommerzeit für einen Brunnen Chur abwarten, oder auf einen anderen Befehl des Vaters warten. Er sei noch mal bei Herrn Kalckhoven gewesen um mit ihm über die Sache des Herrn Drosten zu reden. Weiter wird vom Soester Offizial Fülling geschrieben [es ist nicht alles verständlich für heutige Leser!]. Gestern war er beim (Burg?) Greven Beyweg, Sälzer - Schulden bei Herrn Dauber (?) (betreffend), Grüße an den hochgeehrten hertzlieben Herrn Vatter und der hertzliebsten Frau Mutter u. H(errn) Drosten, Fr(au) Drostinnen (= Ernst Dietrich v. Böckenförde gen. v. Schüngel zu Echthausen - Osterhaus, 1652 - 1670 Droste zu Werl u. Ehefrau Odilia Elisabeth v. Landsberg) und Mr. Schüngel gehorsambste Empfehlung. (Bl. 71 - 72) M(ichael) Florenz Brandis aus Köln 30.6.1665 an seinen Vater "Hermann de Brandis…", Rubrum Hermanns: " Mein Sohn sambt dem einschluß des H(errn) Cantzlers (Peter Buschmann) wegen expedition der renovierter Statuten" (diese vom 1.6.1665, Bonn, vgl. v. Klocke, S. 123) Der Sohn an Hermann Brandis: die Reise zum "Sawrbrunnen" (Tönnisstein hat 3 kohlensäurehaltige Säuerlinge) hatte er auf gestern festgesetzt, doch wurde er durch div. Angelegenheiten verhindert, "anitzo" werde er aber "mit Gottes gnadt" im Beisein des H(errn) Rham bis Breisich ziehn u. folgendts den H(errn) v. Schorlemmer (die v. Schorlemer - Overhagen waren bis 1649 Drosten zu Werl) u. die von Anteß(f)lucht (vgl. beiliegende Kopie!) am Brunnen rencontieren (= etwa wieder treffen). Sie logieren auf besonderen Zimmern und halten eigene Küche. Der jüngste Herr Anteflucht (= Georg Wilhelm v. Anteflucht vom Hause Ebbinghausen, Pfarrei Horn b. Lippstadt) kam vor einigen Tagen vom Brunnen und sagte, er (Brandis) würde dort schon erwartet. Brandis freut sich "in eine so liebe gesel(l)schaft gerhatten" zu sein. Wegen seiner Coblentzer reiß" erwartet er Antwort, die "nacher Tönnis Stein" adressiert werden kann. Gestern war Dr. Weiler bei ihm (=Brandis), er habe ihm allenthalben nach seinem Closterleben befragt. Grüße bitte bestellen an H(errn) Öhem (=Onkel) und Fr(au) Möhnen (= Tante) aufm newen W(erk) (= Saline Neuwerk).
Akten
Standort: 85
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:13 MEZ