Württembergisches Fußartillerie-Regiment Nr. 13 (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, M 190
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Militärische Bestände 1871-ca. 1920 >> Behörden und Formationen >> Fußartillerieformationen
1914-1920
Inhalt und Bewertung
Der Bestand enthält auch Kriegstagebücher sowie Schriftgut des Ersatz-Bataillons und der Abwicklungsstelle des Regiments.
Vorbemerkung: Der Bestand M 190 wurde im Juli und August 1999 von den Archivreferendaren Birgit Hoffmann und Max Plassmann sowie der Archinspektorenanwärterin Anne Kathrin Rowedder aus den bisherigen Beständen M 190 (Württembergisches Fußartillerie Regiment 13), M 191 (Landsturm Fußartillerie Bataillon XIII. Armeekorps), M 192 (Lichtmeßtrupps) und M 193 (Schallmeßtrupps) gebildet, die alle Akten des Württembergischen Fußartillerie Regimentes 13 und seiner Vorgängerformationen aus der Zeit des Ersten Weltkrieges enthielten. Die Neugliederung orientierte sich an den Einheiten, so daß jeweils alle Typen von überliefertem Archivgut einer Einheit zusammengefaßt wurden. Dies ließ sich nur an wenigen Stellen nicht durchhalten, an denen Unterlagen verschiedener Einheiten in einem Büschel gemischt wurden. Es handelt sich hauptsächlich um Befehlssammlungen, Kriegstagebücher mit Anlagen sowie Kassenunterlagen. Durch zwei Kassationswellen 1944 und 1946 wurde der Bestand in wesentlichen Teilen stark reduziert. Betroffen waren nach Ausweis des alten Repertoriums Korrespondenzen aus den Jahren über nicht näher bezeichnete geheime Gegenstände, Personal und Justiz sowie Akten über Stellenbesetzung, Beförderungen, Auszeichnungen, Kriegsanleihen der Soldaten, Invalidenversorgung und Offiziersangelegenheiten, Teile der Kassenunterlagen und Verlustlisten. Über die Gründe für die Auswahl kann nur spekuliert werden, da derartige Unterlagen zum Teil auch unberührt blieben. Während die Masse der Bestände offensichtlich nach 1919 direkt in das Stuttgarter Heeresarchiv abgegeben wurden, kam ein kleiner Teil der Akten 1938 vom Heeresarchiv Potsdam ein. Es handelte sich um die Zweitschriften der Kriegstagebücher des Landsturm Fußartillerie Bataillons XIII. (K.W.) Armeekorps, die so die Bombardierung des Potsdamer Archivs 1945 überlebt haben. Da bisweilen die württembergischen Einheiten preußischen oder anderen deutschen unterstellt oder übergeordnet waren, finden sich im Bestand M 190 an einigen Stellen Splitter einer Ersatzüberlieferung für die verlorenen Bestände des Reichsarchivs. Das Württembergische Fußartillerie Regiment 13 wurde Ende 1917 aufgestellt. Es umfaßte vier Bataillone mit 12 Batterien, wobei statt einer 7. eine 13. Batterie eingerichtet wurde. Das I. und das II. Bataillon kamen vom Württembergischen Landwehr Fußartillerie Bataillon 13. Das III. Bataillon war zuvor das III./ Hohenzollernsches Fußartillerie Regiment 13, das mit der 1./ Württembergisches Landsturm Fußartillerie Bataillon XIII. Armeekorps verstärkt wurde. Das IV. Bataillon war vorher als IV. Württembergisches Bataillon ebenfalls dem Hohenzollernschen Fußartillerie Regiement 13 unterstellt. Das Fußartillerie Regiment wurde 1918 in den Kämpfen in Frankreich eingesetzt. Im November 1918 erfolgte der Rücktransport nach Ulm, wo im Januar 1919 mit der Demobilisierung begonnen wurde. Über die operations- und organisationsgeschichtlichen Details informiert: Landauer, Richard: Württembergs Fußartillerie (= Württembergs Heer im Weltkriege. Heft 16b). Stuttgart 1930. Dieses Buch wurde aus den hier vorliegenden Beständen erarbeitet. Der Bestand umfaßt 238 Büschel in ca. 4 lfd. m. Er enthält Archivalien aus den Jahren 1914 bis 1920. Dubletten wurden kassiert (weniger als 0,1 lfd. m.). Stuttgart, im August 1999 Max Plassmann
3,8 lfd. m
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ