Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz bekundet, auch für seinen Sohn Philipp und beider Erben, dass er die Eigenleute und Güter der Brüder Heinrich, Johann und Friedrich von Pyrmont, aus besonderer Gnade und ihrer erwiesenen Dienste wegen, für 10 Jahre in seinen besonderen Schirm genommen hat, namentlich zu und in den Dörfern Dörrebach, Seibersbach (Siferßbach), Schönburg (Schonenburg), Leiningen, Schwall, Karbach, dem Oberdorf zu Hirzenach, "Messenbronn" [Maitzborn?], Todenroth (Dodenrat), Schauren und Walhausen (Waldenhusen), Frankweiler, Beltheim, "Meinßhusen" [Morshausen?] und Beulich, Herschwiesen, Udenhausen, Nörtershausen (Nonterßhusen), Hof und Mühle bei Treis, sowie alles, was die Brüder auf dem Hunsrück besitzen. Der Aussteller versichert, die Leute mit Hab und Gut zu schirmen und rechtlich zu handhaben, wo ihnen der Rechtsgang vor dem Pfalzgrafen und seinen Räten oder den gewiesenen Instanzen genügt. Die Eigenleute, die Johann und Heinrich von Pyrmont in den Dörfern zustehen, haben dem Pfalzgrafen als Schirmherrn gehuldigt. Für den Schirm soll jeder der Eigenleute zu Martini dem pfalzgräflichen Truchsessen zu Kirchberg jeweils 1/2 Malter Hafer Bopparter Maß reichen. Der Pfalzgraf und Johann oder Heinrich von Pyrmont können den Schirmvertrag unter einjähriger Ankündigung aufsagen. Kurfürst Friedrich weist seine Amtleute, Landschreiber, Truchsessen und Untertanen um Beachtung und Umsetzung an. Darunter Vermerk, dass die Brüder von Pyrmont ihren Reversbrief mit drei anhängenden Siegeln am selben Tag gegeben haben.
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Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz bekundet, auch für seinen Sohn Philipp und beider Erben, dass er die Eigenleute und Güter der Brüder Heinrich, Johann und Friedrich von Pyrmont, aus besonderer Gnade und ihrer erwiesenen Dienste wegen, für 10 Jahre in seinen besonderen Schirm genommen hat, namentlich zu und in den Dörfern Dörrebach, Seibersbach (Siferßbach), Schönburg (Schonenburg), Leiningen, Schwall, Karbach, dem Oberdorf zu Hirzenach, "Messenbronn" [Maitzborn?], Todenroth (Dodenrat), Schauren und Walhausen (Waldenhusen), Frankweiler, Beltheim, "Meinßhusen" [Morshausen?] und Beulich, Herschwiesen, Udenhausen, Nörtershausen (Nonterßhusen), Hof und Mühle bei Treis, sowie alles, was die Brüder auf dem Hunsrück besitzen. Der Aussteller versichert, die Leute mit Hab und Gut zu schirmen und rechtlich zu handhaben, wo ihnen der Rechtsgang vor dem Pfalzgrafen und seinen Räten oder den gewiesenen Instanzen genügt. Die Eigenleute, die Johann und Heinrich von Pyrmont in den Dörfern zustehen, haben dem Pfalzgrafen als Schirmherrn gehuldigt. Für den Schirm soll jeder der Eigenleute zu Martini dem pfalzgräflichen Truchsessen zu Kirchberg jeweils 1/2 Malter Hafer Bopparter Maß reichen. Der Pfalzgraf und Johann oder Heinrich von Pyrmont können den Schirmvertrag unter einjähriger Ankündigung aufsagen. Kurfürst Friedrich weist seine Amtleute, Landschreiber, Truchsessen und Untertanen um Beachtung und Umsetzung an. Darunter Vermerk, dass die Brüder von Pyrmont ihren Reversbrief mit drei anhängenden Siegeln am selben Tag gegeben haben.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 813, 278
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Friedrich I. >> Liber ad vitam I (Kurfürst Friedrichs I. von der Pfalz) >> Urkunden
1466 August 5 (uff dinstag nach sannt Peters tag ad vincula)
fol. 193v-194r
Urkunden
Ausstellungsort: Bacharach
Siegler: Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz
Siegler: Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz
Kopfregest: "Als myn gnediger herre pfalczgrave der gebruder von Permont dorffer und eigenlute in siner gnaden schirm zehen jarelang genommen und empfangen hat".
Pyrmont, Friedrich von; 1466
Pyrmont, Heinrich von; erw. 1466
Pyrmont, Johann von; erw. 1466
Bacharach MZ
Beltheim SIM
Beulich SIM
Dörrebach KH
Frankweiler : Beltheim SIM
Herschwiesen : Boppard SIM
Hirzenach : Boppard SIM
Hunsrück
Karbach SIM
Kirchberg SIM
Leiningen SIM
Maitzborn SIM
Morshausen SIM
Nörtershausen MYK
Schauren COC
Schönburg, Burg bei Oberwesel SIM
Schwall SIM
Seibersbach KH
Todenroth SIM
Treis : Treis-Karden COC
Udenhausen : Boppard SIM
Walhausen COC
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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