Sammlung zu Karl Wilhelm Eduard Mager (Bestand)
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Na 050
Stadtarchiv Solingen (Archivtektonik) >> Bestände nichtstädtischer Provenienz >> Nachlässe und Sammlungen
1844 - 1989
Vorwort 1810 Gräfrath - 1858 Wiesbaden Lehrer, Wissenschaftler, Herausgeber der "Pädagogischen Revue", Wegbereiter der Oberrealschule K. Mager leistete "zur Unterrichtslehre und zur Frage der Aufgabe, Verwaltung und Organisation des Schulwesens einen Beitrag [...], dessen Bedeutung über die kulturellen und gesellschaftlichen Bedingtheiten der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts hinaus bis in die Gegenwart reicht. Magers Überlegungen und in der Praxis erprobten Vorschläge zur Überwindung der Stoff-Fülle im Unterricht, zur Methode des Fremdsprachenunterrichts, zum Thema "staatliches Schulmonopol" und zur Begründung der Realschule berühren Probleme, die auch heute noch die aktuelle pädagogische Diskussion beschäftigen." Umfangreicher Buchbestand, Werke von und über M. und sein pädagogisches Umfeld (Sammlung der Pädagogischen Hochschule Köln, Prof. Kronen). º Kartei: (3,6 lfm und umfangreiche Bibliothek) Vereinbarung Stadt Solingen / Prof. Dr. Heinrich Kronen (Juli 1980) Einrichtung Mager-Archiv: "Es werden dort Archivalien und Schriften von und über Mager gesammelt, und insbesondere die Schriften Magers möglichst vollständig erfaßt, die in der vorgesehenen, von Prof. Dr. Kronen bearbeiteten Ausgabe von Karl Magers Gesammelten Werken nicht berücksichtigt werden können." (Az 14.80) In: Loos 1908, S. 10. Karl Wilhelm Eduard Mager (1810-1858) „Die Bürger-, ja die Volksschulen sind so gut wie die Gymnasien Bildungsanstalten; wie qualitativ und quantitativ nun aber auch die Bildung, welche das Gymnasium erzielt, von der, welche Bürger und Volksschule erzeugt, verschieden sein mag: die Intelligenz der Schüler ist in allen diesen Schulen dieselbe, es gibt keine Paria und soll keine geben.“1 1. Biografische Daten 01.01.1810 in Gräfrath bei Solingen als Sohn eines Schneiders geboren Bis 1827 Besuch der Volksschule in Gräfrath und des Gymnasiums in Düsseldorf, Abitur 1827 Militärdienst 1828-1834 Studium der Naturwissenschaften, der Philosophie und der Literatur- und Sprachwissenschaft, bis 1830 in Bonn 1830-1833 Studium in Paris, Treffen mit dem Sprachmethodiker Joseph Jacotot, der sein Interesse auf die Beschäftigung mit Unterricht lenkt 1833-1834 Studium in Berlin, Staatsexamen als Gymnasiallehrer in Berlin 1834 kurzzeitig Hauslehrer in Mecklenburg 1835 Reise mit Alexander von Humboldt nach Russland (Petersburg und Moskau), um Dubletten für das Berliner Herbarium zu gewinnen 1836 Lehrer am Friedrich-Wilhelms-Gymnasium in Berlin, an das auch eine Realschule angegliedert ist 1837-1838 Professor für Deutsche Sprache am Collège in Genf 1838-1841 Privatgelehrter und freier Autor in Stuttgart; Aufenthalt in Bad Cannstadt wegen eines Nervenleidens 1839 Ernennung zum Educationsrat durch Fürst Günther Friedrich Carl II. von Schwarzburg-Sondershausen 1841-1844 Lehrer der Französischen Sprache und Literatur an der Kantonsschule zu Aarau (Schweiz) 1844-1948 freier Schriftsteller in Zürich; 1847 Reise nach Norddeutschland; Italienreise 1848-1852 Direktor des neu gegründeten Realgymnasiums in Eisenach, Inspektor des Lehrerseminars in Weimar, Berater des sächsisch-weimarischen Ministeriums in Schulfragen 1852-1858 krankheitsbedingte Aufenthalte in verschiedenen Badeorten, ab 1854 in Dresden, ab 1856 in Wiesbaden 10.06.1858 in Wiesbaden gestorben Mager heiratet 1844 die wohlhabende Mathilde Auguste von Heldreich. Die Ehe wird als glücklich beschrieben und setzt ihn finanziell in die Lage, seiner schriftstellerischen Tätigkeit frei nach zu gehen.
Eingrenzung und Inhalt: * 1810 in Gräfrath † 1858 in Wiesbaden, Lehrer und Wissenschaftler. Bestand enthält u.a.: Sammlung der Werke von K.W.E. Mager im Original und in Kopie, kopierte Archivalien zu Magers Leben und Tätigkeit, Veröffentlichungen über Mager ("Mager-Archiv", zusammengetragen von Prof. Dr. Kronen, Universität Köln).
Eingrenzung und Inhalt: * 1810 in Gräfrath † 1858 in Wiesbaden, Lehrer und Wissenschaftler. Bestand enthält u.a.: Sammlung der Werke von K.W.E. Mager im Original und in Kopie, kopierte Archivalien zu Magers Leben und Tätigkeit, Veröffentlichungen über Mager ("Mager-Archiv", zusammengetragen von Prof. Dr. Kronen, Universität Köln).
Findbuch: 177 AE
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ