Gutsarchiv Trossin (Bestand)
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H 235 (Benutzungsort: Wernigerode)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 10. Adelsarchive >> 10.02. Gutsarchive
1534 - 1874
Findhilfsmittel: Findbuch; zum Teil unerschlossen (online recherchierbar)
Registraturbildner: Trossin ist eine Gemeinde im Lkr. Nordsachsen, Freistaat Sachsen.
Trossin gehörte im ausgehenden Mittelalter zum kursächsischen Amt Torgau. Es wurde 1815 an Preußen abgetreten, wo es 1816–1945 der Provinz Sachsen zugeordnet war.
1534 werden die Brüder von Heynitz mit dem Dorf Trossin und dem dort gelegenen Sattelhof belehnt. Sie nahmen 1553 eine Trennung in ein Ober- und Untergut vor. 1629 kaufte der Oberforstmeister Georg Job von Koseritz zu Sitzenroda beide Güter und vereinigte diese. Nach mehreren Besitzerwechseln erwarb der Kammerherr Christoph Vitzthum von Eckstädt 1675 Trossin. Er erreichte die Umwandlung des amtssässigen Mannlehngutes in ein Erblehngut (1676) und die Verleihung der Schriftsässigkeit (1678). Sein Sohn Gottlob übernahm 1708 das Gut und legte 1728 in der Nähe das Vitriolwerk Neuseegenthal an. 1744 erwarb Peter Freiherr von Hohenthal Trossin und ließ ein neues Herrenhaus errichten. 1756 ging das Rittergut käuflich in den Besitz von Dr. Friedrich Winckler in Leipzig über, über dessen Witwe es an den Leipziger Bankier Christian Gottlob Fege gelangte. Durch dessen Tochter kam Trossin an die Familie Küstner, die das Rittergut bis zur Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945 besaß.
Bestandsinformationen: Die Akten mit den vorläufigen Nummern 39-75 wurden gemeinsam mit weiteren 0,1 lfm unverzeichneten Archivalien (meist Einzelblätter, die noch nicht verzeichnet wurden) am 16. März 2000 von den Töchtern des 1945 enteigneten Besitzers des Gutes Trossin dem Landesarchiv Sachsen-Anhalt zur Verwahrung übergeben.
Am 21. Juni 2018 wurde der Bestand um 0,2 lfm Archivgut aus einer Abgabe der Rhenus GmbH an das Staatsarchiv Leipzig ergänzt.
Zusatzinformationen: Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Registraturbildner: Trossin ist eine Gemeinde im Lkr. Nordsachsen, Freistaat Sachsen.
Trossin gehörte im ausgehenden Mittelalter zum kursächsischen Amt Torgau. Es wurde 1815 an Preußen abgetreten, wo es 1816–1945 der Provinz Sachsen zugeordnet war.
1534 werden die Brüder von Heynitz mit dem Dorf Trossin und dem dort gelegenen Sattelhof belehnt. Sie nahmen 1553 eine Trennung in ein Ober- und Untergut vor. 1629 kaufte der Oberforstmeister Georg Job von Koseritz zu Sitzenroda beide Güter und vereinigte diese. Nach mehreren Besitzerwechseln erwarb der Kammerherr Christoph Vitzthum von Eckstädt 1675 Trossin. Er erreichte die Umwandlung des amtssässigen Mannlehngutes in ein Erblehngut (1676) und die Verleihung der Schriftsässigkeit (1678). Sein Sohn Gottlob übernahm 1708 das Gut und legte 1728 in der Nähe das Vitriolwerk Neuseegenthal an. 1744 erwarb Peter Freiherr von Hohenthal Trossin und ließ ein neues Herrenhaus errichten. 1756 ging das Rittergut käuflich in den Besitz von Dr. Friedrich Winckler in Leipzig über, über dessen Witwe es an den Leipziger Bankier Christian Gottlob Fege gelangte. Durch dessen Tochter kam Trossin an die Familie Küstner, die das Rittergut bis zur Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945 besaß.
Bestandsinformationen: Die Akten mit den vorläufigen Nummern 39-75 wurden gemeinsam mit weiteren 0,1 lfm unverzeichneten Archivalien (meist Einzelblätter, die noch nicht verzeichnet wurden) am 16. März 2000 von den Töchtern des 1945 enteigneten Besitzers des Gutes Trossin dem Landesarchiv Sachsen-Anhalt zur Verwahrung übergeben.
Am 21. Juni 2018 wurde der Bestand um 0,2 lfm Archivgut aus einer Abgabe der Rhenus GmbH an das Staatsarchiv Leipzig ergänzt.
Zusatzinformationen: Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Laufmeter: 1.5
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
14.04.2025, 8:12 AM CEST