Streit um die Wiederlösbarkeit von Teilen des Weierhofs zu Merzenhausen, auch Wormersdorfer Freienhof genannt, ein freies allodiales Gut, das der Appellant 1640 zur Hälfte zusammen mit 40 Morgen Artland und einem Viertel der Holzgerechtigkeit auf dem Barmer Busch (Kr. Jülich) durch einen Erbkauf erworben hat. Die Vorinstanz erkannte die grundsätzliche Lösbarkeit der verpfändeten Ländereien gegen Erlegung des Versatzpfennigs an und urteilte am 14. Febr. 1659, daß der Appellant besser beweisen müsse, 1640 auch einen Löszettel von 1606 miterworben zu haben. Es sollte zwischenzeitlich keine Exekution gegen seine Ländereien vorgenommen werden. Dennoch erfolgen vor dem RKG mehrere Attentatsklagen.
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Streit um die Wiederlösbarkeit von Teilen des Weierhofs zu Merzenhausen, auch Wormersdorfer Freienhof genannt, ein freies allodiales Gut, das der Appellant 1640 zur Hälfte zusammen mit 40 Morgen Artland und einem Viertel der Holzgerechtigkeit auf dem Barmer Busch (Kr. Jülich) durch einen Erbkauf erworben hat. Die Vorinstanz erkannte die grundsätzliche Lösbarkeit der verpfändeten Ländereien gegen Erlegung des Versatzpfennigs an und urteilte am 14. Febr. 1659, daß der Appellant besser beweisen müsse, 1640 auch einen Löszettel von 1606 miterworben zu haben. Es sollte zwischenzeitlich keine Exekution gegen seine Ländereien vorgenommen werden. Dennoch erfolgen vor dem RKG mehrere Attentatsklagen.
AA 0627, 3695 - M 749/2177
AA 0627 Reichskammergericht, Teil VI: M-O
Reichskammergericht, Teil VI: M-O >> 1. Buchstabe M
1659 - 1662 (1616 - 1669)
Enthaeltvermerke: Kläger: Peter Merfeld zu Merzenhausen (Kr. Jülich), (Bekl.) Beklagter: Erben Gossen und Koch: Johann Gossen zu Merzenhausen sowie Johann, Gerhard, Peter, Niklas, Barbara, Maria und Gertrud Koch, ferner Werner Schmidt als Pflegevater seiner mit der verstorbenen Sibylle Koch erzeugten Kinder, (Kl.: Helene Gossen, Witwe des Mattheis Koch) Prokuratoren (Kl..): Lic. Johann Hansen 1659 - Subst.: Dr. Johann Roleman Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Walraff [1656] 1659 und 1660 - Subst.: Dr. Johann Leonhard Schommartz Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofkanzlei (Kanzler und Räte) zu Düsseldorf 1650 - 1659 - 2. RKG 1659 - 1662 (1616 - 1669) Beweismittel: Erbkaufvertrag von 1640 zwischen den Eheleuten Werner Stuckger von Eicks (Kr. Schleiden) und Maria Sturtz, Mattheis Sturtz und Anna Halterborn, Klara Sturtz, Witwe des Gerhard Randerath, und ihren Kindern Johann und Peter Randerath als Verkäufern und den Eheleuten Peter Merfeld, pfalzneuburg. Rittmeister, Brüchten- und Schatzmeister, und Margarete Borkken als Käufern betr. den halben Weierhof (Q 8). Versetzung des halben Weierhofs durch die Eheleute Eberhard (von) Weis und Maria von Wirdt, Bürger von Düren, an die Eheleute Johann Sturtz und Katharina Beyers von 1616 (Q 9). Verzeichnis des Eberhard Weis über seine freien und verpfändeten Ländereien zu Merzenhausen, die er den Erben Sturtz zedierte (Q 28). Beschreibung: 2 Bde., 13,5 cm; Bd I: 3 cm, 88 Bl., lose, Q 1 - 39, 3 Beilagen; Bd. II: 10,5 cm, 619 Bl., gebunden, Priora.
Sachakte
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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11.05.2026, 9:33 AM CEST