[S 1] 09 Firma Wagener (Druckerei und Verlag) (Bestand)
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09 NL 22
Stadtarchiv Lemgo (Archivtektonik) >> Private Unternehmen und Geschäfte
Verwaltungsgeschichte/biographische Angaben: Zu den Inhalten des Bestandes - siehe linke Seite.
Verwaltungsgeschichte/biographische Angaben: Firmengeschichte und Überlieferung
Firma F. L. Wagener, Lemgo (Verlagshaus und Druckerei)
Die mittlerweile nicht mehr existierende Firma wurde 1843 gegründet von Friedrich Leopold Wagener (1815-1889), weitergeführt von seinem Sohn Friedrich Leopold (Fritz) Wagener (1853-1903), dessen Söhnen Friedrich Leopold (Fritz) (1885-1951) und Carl Arnold Wagener (1885-1959), schließlich vom Urenkel des Gründers, Bruno Wagener-Köhler (1917-1988), dem von Carl und Else Wagener 1951 adoptierten Neffen Carls.
Neben dem Druck von Büchern und diversen Schriften war das Unternehmen von Beginn an auch im Zeitungswesen aktiv. So war F.L. Wagener Herausgeber mehrerer Zeitungen während der 1848er Revolution (u.a. "Die Wage - Zeitschrift zur Besprechung der Angelegenheiten des Volkes" 1848-52 und "Der Volksfreund - Eine Wochenschrift für Westfalen" 1848-50), bis die lippische Regierung 1852 schließlich sämtliche Publikationen des Verlags verbot. 1856 bis 1876 erschien "Die Sonntagspost", die 1877 in der Tageszeitung "Die Lippische Post" aufging, welche bis 1941 existierte. Anschließend war Wagener im Zeitungswesen nur noch im Vertrieb (Lippische Staatszeitung bis 1945, Zeitung der englischen Militärregierung), und ab 1946 im Lizenzdruck (die Westfalen-Zeitung / Neue Lippische Rundschau / Lippische Rundschau bis 1981) tätig.
Bis 1981 blieb der Standort der Firma in der Lemgoer Innenstadt, dann erfolgte der Umzug in einen Neubau im Industriegebiet Lemgo-Lieme.
Inhalt
Der Nachlass der Firma F.L Wagener im Stadtarchiv Lemgo umfasst in 17 Verzeichnungseinheiten Dokumente zur Firmen- (v.a. VE 9-13) und zur Familiengeschichte (v.a. VE 1-8), sowie auch zwei Fotoalben (VE 14-15) und weitere einzelne Photographien (VE 16). Die Firmengeschichtlichen Dokumente beinhalten v.a. Verträge, Hypotheken- und Darlehnssachen, Rechnungen und offizielle Schriftstücke. Besondere Erwähnung im Rahmen der Familiengeschichtlichen Überlieferung verdienen ein seit Mitte des 18. Jhd. geführtes Familienbuch sowie ca. 20 Personenstandsdokumente, die offenbar 1939 für einen Abstammungsnachweis zusammengetragen wurden.
Entnommen wurden Zeitungsausgaben der Lippischen Post, Die Wage und Die Sonntagspost (siehe dort).
Florian Petersen, Lemgo, Dezember 2013.
Verwaltungsgeschichte/biographische Angaben: Firmengeschichte und Überlieferung
Firma F. L. Wagener, Lemgo (Verlagshaus und Druckerei)
Die mittlerweile nicht mehr existierende Firma wurde 1843 gegründet von Friedrich Leopold Wagener (1815-1889), weitergeführt von seinem Sohn Friedrich Leopold (Fritz) Wagener (1853-1903), dessen Söhnen Friedrich Leopold (Fritz) (1885-1951) und Carl Arnold Wagener (1885-1959), schließlich vom Urenkel des Gründers, Bruno Wagener-Köhler (1917-1988), dem von Carl und Else Wagener 1951 adoptierten Neffen Carls.
Neben dem Druck von Büchern und diversen Schriften war das Unternehmen von Beginn an auch im Zeitungswesen aktiv. So war F.L. Wagener Herausgeber mehrerer Zeitungen während der 1848er Revolution (u.a. "Die Wage - Zeitschrift zur Besprechung der Angelegenheiten des Volkes" 1848-52 und "Der Volksfreund - Eine Wochenschrift für Westfalen" 1848-50), bis die lippische Regierung 1852 schließlich sämtliche Publikationen des Verlags verbot. 1856 bis 1876 erschien "Die Sonntagspost", die 1877 in der Tageszeitung "Die Lippische Post" aufging, welche bis 1941 existierte. Anschließend war Wagener im Zeitungswesen nur noch im Vertrieb (Lippische Staatszeitung bis 1945, Zeitung der englischen Militärregierung), und ab 1946 im Lizenzdruck (die Westfalen-Zeitung / Neue Lippische Rundschau / Lippische Rundschau bis 1981) tätig.
Bis 1981 blieb der Standort der Firma in der Lemgoer Innenstadt, dann erfolgte der Umzug in einen Neubau im Industriegebiet Lemgo-Lieme.
Inhalt
Der Nachlass der Firma F.L Wagener im Stadtarchiv Lemgo umfasst in 17 Verzeichnungseinheiten Dokumente zur Firmen- (v.a. VE 9-13) und zur Familiengeschichte (v.a. VE 1-8), sowie auch zwei Fotoalben (VE 14-15) und weitere einzelne Photographien (VE 16). Die Firmengeschichtlichen Dokumente beinhalten v.a. Verträge, Hypotheken- und Darlehnssachen, Rechnungen und offizielle Schriftstücke. Besondere Erwähnung im Rahmen der Familiengeschichtlichen Überlieferung verdienen ein seit Mitte des 18. Jhd. geführtes Familienbuch sowie ca. 20 Personenstandsdokumente, die offenbar 1939 für einen Abstammungsnachweis zusammengetragen wurden.
Entnommen wurden Zeitungsausgaben der Lippischen Post, Die Wage und Die Sonntagspost (siehe dort).
Florian Petersen, Lemgo, Dezember 2013.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ