Supplicationis Auseinandersetzung um Aufhebung einer Bürgschaft
Vollständigen Titel anzeigen
(1) 0923
Wismar F 122 (W F n. 122)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 10. 1. Kläger J
02.09.1777-02.02.1778
Kläger: (2) Christoph Jörns, Amtmann auf Poel
Beklagter: Otto Christoph Ludwig Krüger, Holländer zu Oertzenhof
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Philipp Wilhelm Sengebusch (A), Dr. Joachim Christoph Ungnade (A) Bekl.: Dr. Joachim Christoph Gabriel Hasse (A & P)
Fallbeschreibung: Kl. hatte für Bekl. mit 100 Rtlr dafür gebürgt, daß er nicht von Poel fliehen und dem Tribunal in den Prozessen gegen ihn zur Verfügung stehen würde. Da Bekl. jedoch seine Pacht für die Holländerei nicht bezahlen kann, will er Poel verlassen. Kl. zeigt dies an und bittet um Rückzahlung seiner Kaution. Das Tribunal fordert Fiskal am 03.09. zur Stellungnahme auf, die am selben Tag eingeht und in der Fiskal der Rückzahlung widerspricht. Das Tribunal lädt Krüger am 06.09. vor, befragt ihn und nimmt ihm einen Kautionseid ab. Am 13.09.1777 teilt das Gericht dem Kl. dies mit und verpflichtet Bekl. auf Poel zu bleiben. Am 08.01.1778 teilt Bekl. mit, daß er seit dem 16.09. aus dem Dienst entlassen sei und sich eine Wohnung in Wismar gesucht habe, die er beziehen wolle. Da er vom Brückenwärter am Umzug gehindert wird, bittet er, den Arrest auf seine Güter aufzuheben. Das Tribunal weist Kl. am 09.01. an, Bekl. abziehen zu lassen. Am 29.01. schildert Bekl., daß Kl. ihm den Abzug verweigere und erbittet Strafmandat an ihn. Das Tribunal fordert Kl. am 31.01.1778 auf, Bekl. unter Zurücklassung ausreichender Sicherheit ziehen zu lassen.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1777-1778
Prozessbeilagen: (7) Protokoll des Verhörs des Bekl. vom 06.09.1777; Bescheinigung des Kl.s für Bekl. vom 16.09.1777; Urteil des Poeler Amtsgerichts von 19.01.1778; Lohnabrechnung des Bekl. für den Hirten Baumann (o.D.)
Beklagter: Otto Christoph Ludwig Krüger, Holländer zu Oertzenhof
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Philipp Wilhelm Sengebusch (A), Dr. Joachim Christoph Ungnade (A) Bekl.: Dr. Joachim Christoph Gabriel Hasse (A & P)
Fallbeschreibung: Kl. hatte für Bekl. mit 100 Rtlr dafür gebürgt, daß er nicht von Poel fliehen und dem Tribunal in den Prozessen gegen ihn zur Verfügung stehen würde. Da Bekl. jedoch seine Pacht für die Holländerei nicht bezahlen kann, will er Poel verlassen. Kl. zeigt dies an und bittet um Rückzahlung seiner Kaution. Das Tribunal fordert Fiskal am 03.09. zur Stellungnahme auf, die am selben Tag eingeht und in der Fiskal der Rückzahlung widerspricht. Das Tribunal lädt Krüger am 06.09. vor, befragt ihn und nimmt ihm einen Kautionseid ab. Am 13.09.1777 teilt das Gericht dem Kl. dies mit und verpflichtet Bekl. auf Poel zu bleiben. Am 08.01.1778 teilt Bekl. mit, daß er seit dem 16.09. aus dem Dienst entlassen sei und sich eine Wohnung in Wismar gesucht habe, die er beziehen wolle. Da er vom Brückenwärter am Umzug gehindert wird, bittet er, den Arrest auf seine Güter aufzuheben. Das Tribunal weist Kl. am 09.01. an, Bekl. abziehen zu lassen. Am 29.01. schildert Bekl., daß Kl. ihm den Abzug verweigere und erbittet Strafmandat an ihn. Das Tribunal fordert Kl. am 31.01.1778 auf, Bekl. unter Zurücklassung ausreichender Sicherheit ziehen zu lassen.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1777-1778
Prozessbeilagen: (7) Protokoll des Verhörs des Bekl. vom 06.09.1777; Bescheinigung des Kl.s für Bekl. vom 16.09.1777; Urteil des Poeler Amtsgerichts von 19.01.1778; Lohnabrechnung des Bekl. für den Hirten Baumann (o.D.)
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.10.2025, 11:27 MEZ