Amt Minsen (Bestand)
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NLA OL, Best. 76-18
Nds. Landesarchiv, Abt. Oldenburg (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Staatliches Archivgut, Ältere Bestände >> 1.2 Lokale Behörden >> 1.2.3 Ämter
1814-1858
Enthält: Verschiedene Register 1800-1921 (8); Urkundenbücher 1815-1858 (46); Organisation und Landesverfassung 1729-1862 (21); Kommunalsachen 1790-1864 (155); äußere und innere Landeshoheit 1709-1858 (12); Medizinalpolizei (Impfungen, ansteckende Krankheiten, Ärzte, Apotheker, Hebammen), Viehschnitt, Abdecker, Seebadeanstalt 1814-1858 (34); Judenschutz 1814-1858 (3); Sitten-, Sicherheits- und Ordnungspolizei 1791-1861 (43); Straßen- und Wegepolizei 1786-1858 (15); Feuerpolizei und Brandversicherungsanstalten 1750-1861 (10); Postsachen 1815-1858 (6); Bevölkerungspolizei 1816-1859 (8); Handels- und Gewerbepolizei, Mühlen, Fabriken und Manufakturen, Verkehr, Handwerk, Wirtschaften 1732-1868 (74); Schifffahrt und Lotsenwesen, Strandungssachen, Sjouwerleute (Schauerleute) 1752-1860 (55); Landwirtschaftspolizei 1816-1858 (9); Pferdezucht 1820- 1858 (3); Deich- und Sielsachen, Abwässerungssachen, Brücken- und Pumpensachen 1649-1875 (184); Grundsteuern 1815-1865 (6); unständige Abgaben 1794-1858 (4); Katastersachen 1802-1870 (11); Staats- und Krongüter 1803-1858 (4); Weinkauf und Weinkaufsrente 1815-1854 (5); Umschreibungen und Zerstückelungen 1795-1863 (12); Erbpachten und Konfirmationen 1609-1860 (21); Jagd- und Fischereisachen 1815-1858 (5); Abgabe von Brandkassentaxaten 1808-1860 (4); Bausachen 1818-1854 (4); Moore in der Herrschaft Jever 1767-1822 (1); Einweisungen 1818-1848 (1); Vermessungen, Verkäufe, Pensionen 1820-1858 (3); Torffuhren, Dienste, Mühlenzwang 1612-1849 (5); Zeitpachtsachen 1806-1858 (12); Indirekte Steuern 1816-1867 (9); Hebungs- und Rechnungswesen (u.a. Amtsrechnungen) 1809-1858 (53); Hebungssachen betr. Kontributionen, Weinkäufe, Steuerstundungen 1759-1858 (31); Militärsachen 1813-1859 (56); Schulsachen 1815-1862 (39); Kirchensachen 1814-1858 (7); Justizsachen, Beurkundungen 1814-1858 (33); Herrlichkeit Kniphausen, Organisation und Landesverfassung 1700-1829 (7); Kniphauser Hoheitssachen 1817-1819 (1); Obergemeinderat 1811-1823 (18); Kniphauser Kommunal- und Wegesachen 1791-1826 (17); Medizinalia 1769-1826 (5); Judensachen 1814-1826 (2); Kniphauser Polizeisachen, Bevölkerungspolizei 1790-1826 (16); Brandsachen 1795-1826 (8); Kniphauser Handwerk, Handel und Schiffahrt, Statistik 1769-1836 (11); Deich- und Sielsachen, Entwässerung 1817-1832 (16); Kniphauser herrschaftliche Gefälle 1815-1832 (5); Kniphauser Militärsachen, Einquartierung 1813-1828 (4); Justiz- und Vormundschaftssachen, öffentliche Verkäufe und Verheuerungen, Konkurse 1815-1856 (34).
Beschreibung: Best. 76-18 Amt Minsen
Zeit: 1444-1921
Geschichte des Bestandsbildners: Von 1814 bis 1858 bestand das Amt Minsen als Verwaltungseinheit in der Herrschaft Jever. Es hatte seinen Amtssitz in Hooksiel, das Teil des Kirchspiels Pakens war. Zum Amt Minsen zählten folgende Kirchspiele: Minsen, Oldorf, Pakens, Waddewarden, Westrum (das 1846 zum Amt Jever gelegt wurde), Wiarden, Wüppels, St. Joost (das am 3. Januar 1845 dem Amt Tettens unterstellt wurde). Während der Zugehörigkeit zum Kaiserreich Frankreich hatte Minsen mit Oldorf, Tettens und Waddewarden zum Kanton Jever gehört, das im Grunde schon das spätere Amt Jever abbildete. 1858 ging das Amt Minsen zusammen mit dem Amt Tettens im größeren Amt Jever auf. 1815 hatte das Amt Minsen 836 Feuerstellen und 4034 Einwohner, 1858 umfasste das Amt Minsen ca. 81 qkm und 1855 796 Wohnhäuser, mit 941 Haushaltungen bzw. 4809 Einwohnern.
Eine Sonderentwicklung nahm die dem Amtsbezirk unmittelbar benachbarte Herrlichkeit Kniphausen. Sie wurde am 25. November 1813 von der russischen Militärbehörde in Jever provisorisch der Herrschaft Jever einverleibt. Am 28. Dezember 1813 unterstellte der Herzog von Oldenburg die Herrlichkeit als "Reservat" - es gab dafür sogar einen Reservatenkommissar (vgl. Best. 76-18 Nr. 1160) - seinem Amt Tettens. Doch am 18. September 1818 ging die Verwaltung und untere Gerichtsbarkeit über Kniphausen auf das oldenburgische Amt Minsen über. Durch das Berliner Abkommen vom 8. Juni 1825 erlangte der Graf von Bentinck die Landeshoheit über Kniphausen zurück. Bald darauf, am 1. August 1825, hörte in Hooksiel die bisher für Kniphausen geleistete Verwaltungs- und Richtertätigkeit auf.
Bestandsgeschichte: Die in diesem Bestand überlieferte Registratur des Amtes Minsen spiegelt in der endgültigen Systematik die eben beschriebenen verwaltungspolitischen Änderungen wieder.
Findmittel: Archivdatenbank/Internet
Das Findbuch wurde im Rahmen der Programme zur Förderung der wissenschaftlichen Literaturversorgungs- und Informationssysteme der Deutschen Forschungsgemeinschaft (www.dfl.de/lis) digitalisiert.
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Beschreibung: Best. 76-18 Amt Minsen
Zeit: 1444-1921
Geschichte des Bestandsbildners: Von 1814 bis 1858 bestand das Amt Minsen als Verwaltungseinheit in der Herrschaft Jever. Es hatte seinen Amtssitz in Hooksiel, das Teil des Kirchspiels Pakens war. Zum Amt Minsen zählten folgende Kirchspiele: Minsen, Oldorf, Pakens, Waddewarden, Westrum (das 1846 zum Amt Jever gelegt wurde), Wiarden, Wüppels, St. Joost (das am 3. Januar 1845 dem Amt Tettens unterstellt wurde). Während der Zugehörigkeit zum Kaiserreich Frankreich hatte Minsen mit Oldorf, Tettens und Waddewarden zum Kanton Jever gehört, das im Grunde schon das spätere Amt Jever abbildete. 1858 ging das Amt Minsen zusammen mit dem Amt Tettens im größeren Amt Jever auf. 1815 hatte das Amt Minsen 836 Feuerstellen und 4034 Einwohner, 1858 umfasste das Amt Minsen ca. 81 qkm und 1855 796 Wohnhäuser, mit 941 Haushaltungen bzw. 4809 Einwohnern.
Eine Sonderentwicklung nahm die dem Amtsbezirk unmittelbar benachbarte Herrlichkeit Kniphausen. Sie wurde am 25. November 1813 von der russischen Militärbehörde in Jever provisorisch der Herrschaft Jever einverleibt. Am 28. Dezember 1813 unterstellte der Herzog von Oldenburg die Herrlichkeit als "Reservat" - es gab dafür sogar einen Reservatenkommissar (vgl. Best. 76-18 Nr. 1160) - seinem Amt Tettens. Doch am 18. September 1818 ging die Verwaltung und untere Gerichtsbarkeit über Kniphausen auf das oldenburgische Amt Minsen über. Durch das Berliner Abkommen vom 8. Juni 1825 erlangte der Graf von Bentinck die Landeshoheit über Kniphausen zurück. Bald darauf, am 1. August 1825, hörte in Hooksiel die bisher für Kniphausen geleistete Verwaltungs- und Richtertätigkeit auf.
Bestandsgeschichte: Die in diesem Bestand überlieferte Registratur des Amtes Minsen spiegelt in der endgültigen Systematik die eben beschriebenen verwaltungspolitischen Änderungen wieder.
Findmittel: Archivdatenbank/Internet
Das Findbuch wurde im Rahmen der Programme zur Förderung der wissenschaftlichen Literaturversorgungs- und Informationssysteme der Deutschen Forschungsgemeinschaft (www.dfl.de/lis) digitalisiert.
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
28,8; 1156 Verzeichnungseinheiten
Bestand
Literatur: Karl Georg Böse, Das Großherzogthum Oldenburg. Topographisch-statistische Beschreibung desselben, Oldenburg 1863, S. 298-306; Paul Kollmann, Statistische Beschreibung der Gemeinden des Herzogtums Oldenburg, Oldenburg 1897, S. 510-512; Oskar Tenge, Der Jeversche Deichband. Geschichte der Deiche, Uferwerke und Siele im dritten Oldenburgischen Deichbande und im Königlich Preußischen westlichen Jadegebiet, 2. Aufl. Oldenburg 1898; Georg Sello, Territoriale Entwicklung des Herzogtums Oldenburg, Göttingen 1917, S. 201; Georg Sello, Östringen und Rüstringen. Studien zur Geschichte von Land und Volk, Oldenburg 1928, S. 57-225; Stefan Hartmann, Großherzogtum (Freistaat Oldenburg), in: Grundriß der deutschen Verwaltungsgeschichte 1815-1945, Bd. 17, Hansestädte und Oldenburg, hg. von Thomas Klein, Marburg 1978, S. 188-189; Historisch-Landeskundliche Exkursionskarte von Niedersachsen. Maßstab 1:50000. Blatt Wangerland/Hooksiel-West. Bearbeitet von Almuth Salomon. Erläuterungsheft, Hildesheim 1986; Friedrich-Wilhelm Schaer (Bearb.), Herrschaft Jever. Findbuch zu den Beständen 90 bis 104, Oldenburg 1990; Albrecht Eckhardt (Hg.), Oldenburgisches Ortslexikon, Bd. 2, Oldenburg 2011, S. 661 f. (Ortsartikel Amt und Ort Minsen).
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
16.06.2025, 10:42 AM CEST