Am 6. Mai 1431 kamen vor den unten genannten Notar die Driedorfer Amtleute Janker Daniel von Mudersbach und Eckhard von Elkerhausen genannt Klüppe...
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170 I, U 1099
170 I Nassau-Oranien: Urkunden
Nassau-Oranien: Urkunden >> 15. Jahrhundert >> 1426-1450 >> 1431
1431-05-06
Ausfertigung. Am rechten Rand stark abgegriffen, Signet und Unterschrift des kaiserlichen Notars Hermann Brendelin von Driedorf, Klerikers des Trierer Bistums
Urkunde
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Am 6. Mai 1431 kamen vor den unten genannten Notar die Driedorfer Amtleute Janker Daniel von Mudersbach und Eckhard von Elkerhausen genannt Klüppel und brachten vor den Notar Männer aus Driedorf und den Gemeinden seines Kirchspiels, die ihm zum Teil 100jährig und älter (!) zu sein schienen und deshalb geführt werden mussten oder vor Alter an Krücken gingen. Vor ihnen wurde auf dem Kaufhause zu Driedorf folgender alter Zettel über den Umfang (circkel und begriff) der Stadt Driedorf und ihres Zubehörs verlesen: 'Czue deme eirsten in der Mulbach ane, also dye straisse geit von Dridorff gein Elsaff unde dye straisse ußen bis off dye straisse, dy da geit von Mengerskirchin off den walt, unde zue Leidenhecken durch Furmans hoib unde foirt sleicht herabe zue Kruembach duer dye mole ober daz molenbeit unde voirt hen off mythen ober den Grintberch hin zue den Ricken unde dy Ricken offen dye straisse hinder deme gehauwen berge hein zuo Dodenmans siffen oben hinder Kraczhusen hein unde dye bach abe bis under dy Breydestruit unde zuo deme Rudelnburn czuo unde dye Lauffenbach beich (!) unde Dilnberger foirt zue unde deme Duczsteyn unde durch dye Aspenstruit bis an den Meysaln unde von Meysaln zuo deme Huldernbuern unde dazu flais(!)abe zussen den czwein Clais rodern under ... nes wissen hein, unde zue deme Gobelncruce czuo obir dye bach durch den Egelpuyl ober den Roderberch gein Brunes anwende, da daz hinter ... gein wing off Kramppergers gelende hin unde off der struit her ein bis off den weich, der gein Herbern geit von Dridorff, und dye Dreden(bach) abe bis off dye rye unde dye Rye abe bis gein Elmsburn und vort von dem buerne zu deme Scheczsteyne under deme Hirsberge unde von deme Scheczsteyne durch dye Sadelnbach czuo den Buchenburn, von den Buchenburn durch daz Hubenrait unde vort czussen deme Dylnsteyne unde dem Gylnsteyne den alden weich abe bis in dye bach durch Rulsberg unde dy bach heroff bis in den vorgeschrieben weich der olmen, der von Dridorff gein Elsaff geit.' Nach Verlesung dieses Zettels fragte Herr Daniel im Auftrage des Landgrafen und des Grafen Johann v. K. die Versammelten bei dem ihren Herren und deren Vätern geleisteten Eid, ob der Bezirk von Stadt und Gericht Driedorf so weit ginge (wie er oben beschrieben sei), was diese bejahten, denn so sei es von ihren Eltern auf sie gebracht worden. Hierauf forderten Herr Daniel und Herr Eckhard den Notar auf, hierüber soviele Instrumente auszufertigen, als ihre Herren benötigten.
Vermerke (Urkunde): Zeugen: die Junker Bernhard von Mudersbach, Rörich von den Erlen, Henne Spriekast von Waldmannshausen und Friedrich Waldbott von Pfaffendorf
Vermerke (Urkunde): Zeugen: die Junker Bernhard von Mudersbach, Rörich von den Erlen, Henne Spriekast von Waldmannshausen und Friedrich Waldbott von Pfaffendorf
Regest: Demandt, Katzenelnbogener Regesten 3527
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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17.06.2025, 14:10 MESZ