DSHI 550 Livländisch-Schwedisches Generalgouverneurs-Archiv (Bestand)
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Dokumentesammlung des Herder-Instituts [Isil-Code DE-1988] (Archivtektonik) >> DSHI 550 Schwedische und russische Gouvernementsverwaltungen (Kopienbestand)
Bestandsbeschreibung: Livländisch-Schwedisches Generalgouverneurs-Archiv (LSGGA)
Nach der Eroberung Livlands durch Schweden 1621 wurde das Gouvernement Livland ohne den südöstlichen Teil - das östliche Lettgallen oder Polnisch-Livland - gebildet. 1629 wurde zunächst unter Einschluß des Gouvernements Ingermanland (und Karelien) das Generalgouvernement Livland errichtet, das bis 1710 Bestand hatte.
Eine königliche Instruktion von 1691 legte die Ordnung der Akten fest. 1721 ist mit Johann Wigand Hörningk der erste von der russischen Gouvernementsverwaltung mit Ordnungsarbeiten im Schwedischen Generalgouvernementsarchiv betraute Archivar bekannt. Der Bestand befand sich bis zum Ersten Weltkrieg in Riga, wurde dann nach Dorpat und Rjazan evakuiert und nach 1920 an Estland übergeben, das ihn dem Zentralarchiv in Dorpat übergab. Am Ende des Zweiten Weltkriegs evakuiert, wurde es danach vom Zentralen Historischen Staatsarchiv der Lettischen SSR beansprucht (vgl. Grimsted, S. 47) und schließlich zwischen Estland und Lettland aufgeteilt. 1940 wurde in Dorpat eine kleine Auswahl verfilmt.
Landrolle von Estland 1636-1642, Revision derselben 1638; Protokolle der livländischen Gouvernements-Regierung 1662-1705.
28 AE, 1636-1705
Ungedruckte Findhilfsmittel. Katalog des Schwedischen Generalgouverneurs-Archivs zu Riga, bearb. von Friedrich Bienemann, Riga 1908 (DSHI Rep. Riga 25); Missivregister der deutschen Kanzler des Generalgouvernements Livland 1631-1710 (GGA 1260, vgl. dort); Feuereisen: Ein Notstand des baltischen Archivwesens, S. 248-272; Friedrich Bienemann: Über das schwedische Archiv in Riga, in: Baltische Monatsschrift, 62 (1906), S. 207-222; Nicolaus Busch: Der Verbleib des Rigaer Archivs der schwedischen Generalgouverneure, in: Baltische Monatsschrift, 58 (1927), S. 289-293; Ragnar Liljedahl: Einige Bemerkungen über das Archivmaterial zur ”Skytte-Zeit” in der Geschichte Livlands, in: Sitzungsberichte der Gelehrten Estnischen Gesellschaft 1929, Tartu 1931, S. 1-18; Julius Madisson: Istočniki po istorii Švecii v archivach i knigochraniliščach g. Tartu [Quellen zur Geschichte Schwedens in Archiven und Büchereien der Stadt Dorpat], in: Skandinavskij sbornik, 1 (1956), S. 216-225; Georgij Enš: Dokumenty po istorii Pribaltiki švedskogo perioda v archivach Rigi [Dokumente zur Geschichte der baltischen Region aus der schwedischen Zeit in Archiven Rigas], in: Skandinavskij sbornik, 3 (1958), S. 224-256; Central’nyj gosudarstvennyj istorièeskij archiv Latvijskoj SSR., S. 15; Central’nyj gosudarstvennyj istroičeskij archiv Ėstonskoj SSR, S. 13; Eesti Ajalooarhiivi fondide loend, S. 10; Grimsted: Archives and Manuscript Repositories, S. 46 f., 168 f., 232-234; Enš: Iz istorii archivnogo dela v Latvii, S. 41-52.
Literatur: Ragnar Liljedahl: Svensk förvaltning i Livland 1617-1634. Akademiste avhandling, Uppsala 1933; Wittram: Livland und Estland im Schicksal der Ostsee 1561-1710, in: ders.: Baltische Geschichte, S. 73-124. Heinz von zur Mühlen: Das Ostbaltikum unter Herrschaft und Einfluß der Nachbarmächte 1561-1710/95, in: Baltische Länder, S. 174-264; H. Thomson: Schweden und seine Provinzen Est- und Livland in ihrem gegenseitigen Verhältnis. Betrachtungen eines Außenseiters. Typoskript, 313 S., Schlierseee 1969 (DSHI (Balt. 314, 315).
Nach der Eroberung Livlands durch Schweden 1621 wurde das Gouvernement Livland ohne den südöstlichen Teil - das östliche Lettgallen oder Polnisch-Livland - gebildet. 1629 wurde zunächst unter Einschluß des Gouvernements Ingermanland (und Karelien) das Generalgouvernement Livland errichtet, das bis 1710 Bestand hatte.
Eine königliche Instruktion von 1691 legte die Ordnung der Akten fest. 1721 ist mit Johann Wigand Hörningk der erste von der russischen Gouvernementsverwaltung mit Ordnungsarbeiten im Schwedischen Generalgouvernementsarchiv betraute Archivar bekannt. Der Bestand befand sich bis zum Ersten Weltkrieg in Riga, wurde dann nach Dorpat und Rjazan evakuiert und nach 1920 an Estland übergeben, das ihn dem Zentralarchiv in Dorpat übergab. Am Ende des Zweiten Weltkriegs evakuiert, wurde es danach vom Zentralen Historischen Staatsarchiv der Lettischen SSR beansprucht (vgl. Grimsted, S. 47) und schließlich zwischen Estland und Lettland aufgeteilt. 1940 wurde in Dorpat eine kleine Auswahl verfilmt.
Landrolle von Estland 1636-1642, Revision derselben 1638; Protokolle der livländischen Gouvernements-Regierung 1662-1705.
28 AE, 1636-1705
Ungedruckte Findhilfsmittel. Katalog des Schwedischen Generalgouverneurs-Archivs zu Riga, bearb. von Friedrich Bienemann, Riga 1908 (DSHI Rep. Riga 25); Missivregister der deutschen Kanzler des Generalgouvernements Livland 1631-1710 (GGA 1260, vgl. dort); Feuereisen: Ein Notstand des baltischen Archivwesens, S. 248-272; Friedrich Bienemann: Über das schwedische Archiv in Riga, in: Baltische Monatsschrift, 62 (1906), S. 207-222; Nicolaus Busch: Der Verbleib des Rigaer Archivs der schwedischen Generalgouverneure, in: Baltische Monatsschrift, 58 (1927), S. 289-293; Ragnar Liljedahl: Einige Bemerkungen über das Archivmaterial zur ”Skytte-Zeit” in der Geschichte Livlands, in: Sitzungsberichte der Gelehrten Estnischen Gesellschaft 1929, Tartu 1931, S. 1-18; Julius Madisson: Istočniki po istorii Švecii v archivach i knigochraniliščach g. Tartu [Quellen zur Geschichte Schwedens in Archiven und Büchereien der Stadt Dorpat], in: Skandinavskij sbornik, 1 (1956), S. 216-225; Georgij Enš: Dokumenty po istorii Pribaltiki švedskogo perioda v archivach Rigi [Dokumente zur Geschichte der baltischen Region aus der schwedischen Zeit in Archiven Rigas], in: Skandinavskij sbornik, 3 (1958), S. 224-256; Central’nyj gosudarstvennyj istorièeskij archiv Latvijskoj SSR., S. 15; Central’nyj gosudarstvennyj istroičeskij archiv Ėstonskoj SSR, S. 13; Eesti Ajalooarhiivi fondide loend, S. 10; Grimsted: Archives and Manuscript Repositories, S. 46 f., 168 f., 232-234; Enš: Iz istorii archivnogo dela v Latvii, S. 41-52.
Literatur: Ragnar Liljedahl: Svensk förvaltning i Livland 1617-1634. Akademiste avhandling, Uppsala 1933; Wittram: Livland und Estland im Schicksal der Ostsee 1561-1710, in: ders.: Baltische Geschichte, S. 73-124. Heinz von zur Mühlen: Das Ostbaltikum unter Herrschaft und Einfluß der Nachbarmächte 1561-1710/95, in: Baltische Länder, S. 174-264; H. Thomson: Schweden und seine Provinzen Est- und Livland in ihrem gegenseitigen Verhältnis. Betrachtungen eines Außenseiters. Typoskript, 313 S., Schlierseee 1969 (DSHI (Balt. 314, 315).
Archivbestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
18.02.2026, 15:26 MEZ
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