Notar Jacobus Mutz, Laie des Konstanzer Bistums, beurkundet eine im Rathaus von Altdorf vor Rat und Gemeinde vorgenommene Protestation. Diese wird namens des Abts von Weingarten vorgenommen von seinen Bevollmächtigten Jos Neukomm ("Nüwkomen"), Großkeller, Hartmann Wigelin, Pfisterschreiber, beide Konventbrüder, Jörg Farer ("Varrer"), Ammann, und Peter von Hoff, Schreiber. Die Gesandten des Abts wollen gehört werden, bevor Rat und Gemeinde dem vom Landvogt [von Schwaben] Hans Truchseß von Waldburg eingesetzten Ammann schwören. Dies wird vom Rat unter Berufung auf das Bürgerbuch, an das sie sich halten wollen, abgelehnt. Der Altdorfer Ammann Michel Rüd weist den Weingartener Ammann mit den Worten ab: "Jorg Varrer, ir sond swigen oder hinußgon". Varrer stellt daraufhin fest, daß Abt und Konvent der Vereidigung nicht zustimmen und dagegen protestieren.
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Notar Jacobus Mutz, Laie des Konstanzer Bistums, beurkundet eine im Rathaus von Altdorf vor Rat und Gemeinde vorgenommene Protestation. Diese wird namens des Abts von Weingarten vorgenommen von seinen Bevollmächtigten Jos Neukomm ("Nüwkomen"), Großkeller, Hartmann Wigelin, Pfisterschreiber, beide Konventbrüder, Jörg Farer ("Varrer"), Ammann, und Peter von Hoff, Schreiber. Die Gesandten des Abts wollen gehört werden, bevor Rat und Gemeinde dem vom Landvogt [von Schwaben] Hans Truchseß von Waldburg eingesetzten Ammann schwören. Dies wird vom Rat unter Berufung auf das Bürgerbuch, an das sie sich halten wollen, abgelehnt. Der Altdorfer Ammann Michel Rüd weist den Weingartener Ammann mit den Worten ab: "Jorg Varrer, ir sond swigen oder hinußgon". Varrer stellt daraufhin fest, daß Abt und Konvent der Vereidigung nicht zustimmen und dagegen protestieren.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 I U 527
05953
B 522 II U 0437
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 I Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I >> Urkunden
1485 Januar 9 (an dem nünden tag des monats Yenner)
28,7 x 55,7 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Notar Jacobus Mutz, Laie des Konstanzer Bistums
Empfänger: Abt von Weingarten
Zeugen: Johannes Brunolf und Ulrich ("Uldaricus") Binder, Kapläne in Weingarten
Überlieferungsart: Ausfertigung
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Signet des Ausstellers
Empfänger: Abt von Weingarten
Zeugen: Johannes Brunolf und Ulrich ("Uldaricus") Binder, Kapläne in Weingarten
Überlieferungsart: Ausfertigung
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Signet des Ausstellers
Binder, Ulrich, Kaplan
Brunolf, Johann; Priester
Farer, Georg, Amtmann
Hoff, Peter von
Mutz, Jakob; Notar
Neukomm, Jos, Großkeller
Nüwkomen, Jos, Großkeller
Rüd, Michel, Ammann
Varrer, Jörg, Ammann
Waldburg, Johann Truchsess von; Landvogt
Wigelin, Hartmann, Pfisterschreiber
Altdorf = Weingarten RV; Ammann
Altdorf = Weingarten RV; Gemeinde
Altdorf = Weingarten RV; Rathaus
Schwaben, Landvogtei; Landvogt
Weingarten RV; Kloster, Abt und Konvent
Weingarten RV; Kloster, Abt
Weingarten RV; Kloster, Ammann
Weingarten RV; Kloster, Großkeller
Weingarten RV; Kloster, Kaplan
Weingarten RV; Kloster, Konventbruder
Weingarten RV; Kloster, Pfistereischreiber
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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21.11.2025, 15:25 MEZ
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