Nachlass des Amtsverwalters zu Rheinberg J. W. F. Erlenwein [s.a. analoges Altfindbuch 130.26.2]
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RW 1023 Köln, Stadt (RW 1023)
Köln, Stadt (RW 1023) >> 2. Akten >> 2.1. Kurköln >> 2.1.10. Ämter / Gerichte >> 2.1.10.5. Amt Rheinberg
Die Akten aus dem Nachlass des Schultheißen und Amtsverwalters zu Rheinberg Johann Wilhelm Ferdinand Erlenwein (1706-1757) befinden sich seit dem Jahre 1962 als Depositum des Historischen Archivs der Stadt Köln (Akz. 160/1962) im Hauptstaatsarchiv Düsseldorf [jetzt Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland in Duisburg]. Sie umfassen neun Foliobände [RW 1023 Nr. Akten 199-207] und wurden nach Ausweis der datierten Besitzvermerke in den Jahren 1748-1753 zusammengestellt. Sie bilden nur einen Teil einer wesentlich größeren, mindestens 21 Bände zählenden Sammlung, die ein Opfer der französischen Revolutionswirren geworden zu sein scheint. Wie aus dem amtlichen Schriftwechsel nach dem Tode des Nachfolgers Erlenweins, seines Sohnes Hofrat Karl Ferdinand Anton Erlenwein (1733-1792) hervorgeht, waren die sonst in der Schreibstube verwahrten ”in vielen Pergamentbänden in folio zusammengehefteten Amtsnachrichten“ mit den übrigen Wertsachen der Familie vor dem Einmarsch der französischen Truppen geflüchtet worden (s. Kurköln II Nr. 2829). Mitte des 19. Jahrhunderts tauchen einige der heute erhaltenen Bände - aus Zitaten nachweislich die Nummern 199, 201, 204 - im Besitz des Kölner Stadtarchivars Leonard Ennen auf und sind vermutlich über ihn in das Eigentum des Historischen Archivs übergegangen (vgl. L. Ennen, Frankreich und der Niederrhein Bd. I, 1855, S. VI und R. Pick, Zur Geschichte der Stadt und des ehemaligen Amtes Rheinberg, in: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein 39, 1883, S. 13 f.). Die neun Bände enthalten in der Hauptsache Akten des Amtes Rheinberg von etwa 1732-1752, in größerem Umfang auch aus dem Ende des 17. Jahrhunderts (seit 1680) und, seltener, aus den ersten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts. Nur vereinzelt tauchen solche des 16. Und frühen 17. Jahrhunderts auf. Inwieweit es sich dabei um die eigentliche Amtsüberlieferung handelt, die durch persönlichen Sammeleifer des Amtsverwalters ergänzt wurde, oder ob es daneben noch ein ”Amtsarchiv“ gab, lässt sich wegen der schlechten Überlieferungsverhältnisse nicht mehr feststellen. Zur Ergänzung sind heranzuziehen die Akten des Amtes Rheinberg in Kurköln II Nr. 2805 ff., der Kellnerei Rheinberg in Kurköln IV und des Gerichts Rheinberg in Kurköln XIII sowie Dep. Stadt Rheinberg [= Bestand RW 1039] B I-VI, VIII-X und Sammlung Küsters [= Bestand RW 1195] Nr. 1 ff. An Literatur ist zu nennen: E. Feinendegen, Stammtafel der Uerdinger Familie Erlenwein, in: Die Heimat, Mitteilungen des Vereins für Heimatkunde in Krefeld, 4. Jg., 1925, Heft 4, S. 289-292; W. Föhl, Eine Nachricht über die Herrlichkeit Krefeld aus dem Jahre 1643, in: Die Heimat Krefeld, 11. Jg., 1932, S. 40-41; R. Pick, Zur Geschichte der Stadt und des ehemaligen Amtes Rheinberg, in: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein 39, 1883, S. 1-140; A. Wittrup, Rechts- und Verfassungsgeschichte der kurkölnischen Stadt Rheinberg, Rheinberg 1914
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:39 MESZ
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