Der Offizial der Kölner Kurie: In dem vor ihm verhandelten Prozess [vgl. das Regest zu 1353 März 13] sind zur Vesperstunde am Freitag nach dem Fest Johannes des Täufers [Juni 28] vor ihm erschienen Otto von Ahlen, der auf Antrag Johanns vom Büchel verbindlich auf diesen Termin geladen war, und Johann von Gymnich. Um seinen Herrn vom Makel der Kontumaz zu befreien, stellt Johann Kaution und bietet weitere 10 Florenen Kaution dafür, dass weder er noch sein Mandant dem Prozess je wieder fern bleiben würden. Der Prokurator Otto brachte darauf zu der Behauptung des Bek-lagten, er sei durch die Kläger eingeschüchtert worden vor, dass dies keineswegs stimme und dass nur Genugtuung geleistet werden solle, bevor der Prozess weitergehe. Er bat unter Vorzeigen einer entsprechenden Vollmacht, den Prozess fortzuführen. Der Prokurator Johann bat indessen um Fristverlängerung, bis auch sein Mandant pers-önlich zugegen sein könne. Der Offizial bestimmte darauf die Vesperstunde des kommenden Mittwoch [Juli 3] als Termin für das persönliche Ers-cheinen des Beklagten und die Fortsetzung des Prozesses. Actum et datum a.d. 1353 feria sexta predicta.
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Der Offizial der Kölner Kurie: In dem vor ihm verhandelten Prozess [vgl. das Regest zu 1353 März 13] sind zur Vesperstunde am Freitag nach dem Fest Johannes des Täufers [Juni 28] vor ihm erschienen Otto von Ahlen, der auf Antrag Johanns vom Büchel verbindlich auf diesen Termin geladen war, und Johann von Gymnich. Um seinen Herrn vom Makel der Kontumaz zu befreien, stellt Johann Kaution und bietet weitere 10 Florenen Kaution dafür, dass weder er noch sein Mandant dem Prozess je wieder fern bleiben würden. Der Prokurator Otto brachte darauf zu der Behauptung des Bek-lagten, er sei durch die Kläger eingeschüchtert worden vor, dass dies keineswegs stimme und dass nur Genugtuung geleistet werden solle, bevor der Prozess weitergehe. Er bat unter Vorzeigen einer entsprechenden Vollmacht, den Prozess fortzuführen. Der Prokurator Johann bat indessen um Fristverlängerung, bis auch sein Mandant pers-önlich zugegen sein könne. Der Offizial bestimmte darauf die Vesperstunde des kommenden Mittwoch [Juli 3] als Termin für das persönliche Ers-cheinen des Beklagten und die Fortsetzung des Prozesses. Actum et datum a.d. 1353 feria sexta predicta.
AA 0248 Essen, Stift, Urkunden (AA 0248)
Essen, Stift, Urkunden (AA 0248) >> 2. Urkunden II (1328-1361) >> Paffendorfer Zehntstreit >> Prozesse vor dem Offizial, Rot. I
1353 Juni 28
Diverse Registraturbildner
Pergament
Überlieferungsart: Rezess
Vermerke: Unterschrift des Notars Rutger von Hillesheim - In der linken unteren Ecke befindet sich ein Verweiszeichen, das oben links auf Nr. 8 wiederholt wird
Überlieferungskommentar: Urkunde Nr. 485 Rot. I Nr. 7
Vermerke: Unterschrift des Notars Rutger von Hillesheim - In der linken unteren Ecke befindet sich ein Verweiszeichen, das oben links auf Nr. 8 wiederholt wird
Überlieferungskommentar: Urkunde Nr. 485 Rot. I Nr. 7
Urkunde
Der untere Rand des Blattes weist Eins-tiche auf
Prozesse vor dem Offizial, Rot. I
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:24 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.2. Geistliche Institute (Tektonik)
- 1.2.2. E - H (Tektonik)
- 1.2.2.5. Essen (Tektonik)
- 1.2.2.5.1. Stift (Tektonik)
- Essen, Stift, Urkunden AA 0248 (Bestand)
- 2. Urkunden II (1328-1361) (Gliederung)
- Paffendorfer Zehntstreit (Serie)
- Prozesse vor dem Offizial, Rot. I (Archivale)