Herzog Moritz Wilhelm von Sachsen-Zeitz schließt mit seinem Bruder Christian August einen Nebenrezess zu dem am 22. April 1689 geschlossenen Rezess, worin Christian August verspricht, im Zölibat zu verbleiben, wogegen ihm sein Bruder anstatt der früher bewilligten 35000 Reichstaler 42000 Reichstaler verschreibt und auch die schuldigen 20000 Reichstaler zu bezahlen verspricht. Sollte Christian August ein geistliches Reichsfürstentum erhalten, so will er von seinem Deputat jährlich 5000 Reichstaler fallen lassen. Wenn Herzog Moritz Wilhelm ohne männliche Leibeserben stirbt, so will sein Bruder den nachgelassenen Prinzessinnen 42000 Reichstaler bezahlen, wenn er zur Sukzession kommt.
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Herzog Moritz Wilhelm von Sachsen-Zeitz schließt mit seinem Bruder Christian August einen Nebenrezess zu dem am 22. April 1689 geschlossenen Rezess, worin Christian August verspricht, im Zölibat zu verbleiben, wogegen ihm sein Bruder anstatt der früher bewilligten 35000 Reichstaler 42000 Reichstaler verschreibt und auch die schuldigen 20000 Reichstaler zu bezahlen verspricht. Sollte Christian August ein geistliches Reichsfürstentum erhalten, so will er von seinem Deputat jährlich 5000 Reichstaler fallen lassen. Wenn Herzog Moritz Wilhelm ohne männliche Leibeserben stirbt, so will sein Bruder den nachgelassenen Prinzessinnen 42000 Reichstaler bezahlen, wenn er zur Sukzession kommt.
10001 Ältere Urkunden, Nr. 13980a (Zu benutzen im Hauptstaatsarchiv Dresden)
Registratursignatur: K 426
10001 Ältere Urkunden
10001 Ältere Urkunden >> 1. Weltliche Provenienzen >> 1.1. Markgrafen von Meißen, Landgrafen von Thüringen, Kurfürsten und Herzöge von Sachsen, Könige von Polen >> 1.1.4. Sächsische Sekundogeniturfürstentümer
12./22. Februar 1691, 24. Oktober, 4. November 1692, 13./23. September 1699
Enthält auch: Erklärung des Herzogs Moritz Wilhem von Sachsen-Zeitz wegen einiger im Nebenrezess enthaltenen Punkten, Schloss Moritzburg in Zeitz, 24.10.1692.- Desgleichen von Herzog Christian August, Schloss Moritzburg in Zeitz, 4.11.1692.- Herzog Moritz Wilhelm von Sachsen-Zeitz schließt mit seinem Bruder Christian August, Bischof von Raab, einen Vergleich, wonach der Herzog verspricht, die im Fall des Todes seines Bruders für dessen Begräbnis aufzuwendenden 10000 Reichstaler ihm zu Lebzeiten auszuzahlen. Dieser verspricht für den Fall, dass er ein Bistum oder Erzbistum erhalten sollte, 5000 Reichstaler von seiner jährlichen Apanage fallen zu lassen, Schloss Moritzburg in Zeitz, den 13./23. September 1699.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.12.2025, 15:16 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Sächsisches Staatsarchiv (Beständegliederung)
- 01. Markgrafschaft Meißen, Albertinisches Herzogtum und Kurfürstentum / Königreich Sachsen bis 1831 (Tektonik)
- 01.01 Urkunden (Tektonik)
- Ältere Urkunden (Bestand)
- 1. Weltliche Provenienzen (Gliederung)
- 1.1. Markgrafen von Meißen, Landgrafen von Thüringen, Kurfürsten und Herzöge von Sachsen, Könige von Polen (Gliederung)
- 1.1.4. Sächsische Sekundogeniturfürstentümer (Gliederung)