A Rep. 020-27 Fichte-Gymnasium / Fichte-Schule (Bestand)
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A Rep. 020-27
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> A Bestände vor 1945 >> A 2 Magistrat der Stadt Berlin >> A 2.4 Nachgeordnete städtische Behörden und Einrichtungen >> A Rep. 020-03 bis A Rep. 020-ff Städtische Schulen
1912 - 1946
Vorwort: A Rep. 020-27 Fichte-Gymnasium / Fichte-Schule
1. Schulgeschichte
Die Fichte-Schule wurde am 23. April 1906 als „Gymnasium II zu Berlin-Wilmersdorf“ in der Nachodstraße 10 eröffnet. Leiter war der Direktor des Bismarck-Gymnasiums. Ostern 1908 wurden die Gymnasialklassen in die Düsseldorfer Straße 3 (Wilmersdorf) verlegt, während die Vorschule in der Nachodstraße 10 verblieb. Mit dem Umzug in den Schulhausneubau in die Emser Straße 50/52 an Ostern 1910 erhielt die Anstalt den Namen „Fichte-Gymnasium“.* Dieser wurde mit der Neugestaltung des höheren deutschen Schulwesens durch die Nationalsozialisten im Jahr 1938 wiederum in „Fichte-Schule“ geändert. Hintergrund war der Versuch, eine Vereinheitlichung der verschiedenen deutschen Schulformen vorzunehmen, wobei die Oberschule zukünftig die Regelform darstellen sollte. Per Definition handelte es sich bei der Fichte-Schule danach um eine städtische Oberschule für Jungen.
Die Schulakten wurden im Jahr 2000 als Zugang 5517 dem Landesarchiv Berlin vom BIL (Gutachterstelle für deutsches Schul- und Studienwesen im Berliner Institut für Lehrerfort- und -weiterbildung und Schulentwicklung früher Pädagogisches Zentrum) übergeben.
2. Bestandsgeschichte
Der Bestand enthält 49 Akten (0,75 lfm) mit einer Laufzeit von 1912 bis 1946. Er beinhaltet Zeugnisse (v.a. Reife- und Abgangszeugnisse) und Prüfungsakten.
Der Bestand wurde im Rahmen eines Praktikums mit Augias verzeichnet und ist nun über eine Datenbank und ein Findbuch zugänglich.
Akten im März 2007 bearbeitet von Sonja Nadolny, Findbuch erstellt im April 2007, Bötticher
Er wird wie folgt zitiert: Landesarchiv Berlin, A Rep. 020-27, Nr. … .
Berlin, März 2007 Sonja Nadolny/Kerstin Bötticher
Fußnote
*Der Name der Schule geht auf den Philosophen Johann Gottlieb Fichte (1762-1814) zurück. Dieser kam 1799 nach Berlin und machte die Stadt bald zum Hauptsitz seiner philosophischen Arbeit. Unter anderem entwickelte er hier seine Staatstheorie im "Geschlossenen Handelsstaat" (1806) und in der "Rechtslehre" (1812). 1804/05 hielt er Privatvorlesungen über die "Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters" und 1807/08 seine "Reden an die Deutsche Nation" in der Akademie der Wissenschaften. 1810 übernahm Fichte den Lehrstuhl für Philosophie an der neu gegründeten Universität (heute Humboldt-Universität) und wurde 1811 zum ersten frei gewählten Rektor. Er überwarf sich jedoch mit sämtlichen Gruppierungen an der Universität und bat bereits 1812 um seine Entlassung. 1814 starb Fichte an Typhus und wurde auf dem Friedhof der Dorotheenstädtischen und Friedrichwerderschen Gemeinden beigesetzt.
1. Schulgeschichte
Die Fichte-Schule wurde am 23. April 1906 als „Gymnasium II zu Berlin-Wilmersdorf“ in der Nachodstraße 10 eröffnet. Leiter war der Direktor des Bismarck-Gymnasiums. Ostern 1908 wurden die Gymnasialklassen in die Düsseldorfer Straße 3 (Wilmersdorf) verlegt, während die Vorschule in der Nachodstraße 10 verblieb. Mit dem Umzug in den Schulhausneubau in die Emser Straße 50/52 an Ostern 1910 erhielt die Anstalt den Namen „Fichte-Gymnasium“.* Dieser wurde mit der Neugestaltung des höheren deutschen Schulwesens durch die Nationalsozialisten im Jahr 1938 wiederum in „Fichte-Schule“ geändert. Hintergrund war der Versuch, eine Vereinheitlichung der verschiedenen deutschen Schulformen vorzunehmen, wobei die Oberschule zukünftig die Regelform darstellen sollte. Per Definition handelte es sich bei der Fichte-Schule danach um eine städtische Oberschule für Jungen.
Die Schulakten wurden im Jahr 2000 als Zugang 5517 dem Landesarchiv Berlin vom BIL (Gutachterstelle für deutsches Schul- und Studienwesen im Berliner Institut für Lehrerfort- und -weiterbildung und Schulentwicklung früher Pädagogisches Zentrum) übergeben.
2. Bestandsgeschichte
Der Bestand enthält 49 Akten (0,75 lfm) mit einer Laufzeit von 1912 bis 1946. Er beinhaltet Zeugnisse (v.a. Reife- und Abgangszeugnisse) und Prüfungsakten.
Der Bestand wurde im Rahmen eines Praktikums mit Augias verzeichnet und ist nun über eine Datenbank und ein Findbuch zugänglich.
Akten im März 2007 bearbeitet von Sonja Nadolny, Findbuch erstellt im April 2007, Bötticher
Er wird wie folgt zitiert: Landesarchiv Berlin, A Rep. 020-27, Nr. … .
Berlin, März 2007 Sonja Nadolny/Kerstin Bötticher
Fußnote
*Der Name der Schule geht auf den Philosophen Johann Gottlieb Fichte (1762-1814) zurück. Dieser kam 1799 nach Berlin und machte die Stadt bald zum Hauptsitz seiner philosophischen Arbeit. Unter anderem entwickelte er hier seine Staatstheorie im "Geschlossenen Handelsstaat" (1806) und in der "Rechtslehre" (1812). 1804/05 hielt er Privatvorlesungen über die "Grundzüge des gegenwärtigen Zeitalters" und 1807/08 seine "Reden an die Deutsche Nation" in der Akademie der Wissenschaften. 1810 übernahm Fichte den Lehrstuhl für Philosophie an der neu gegründeten Universität (heute Humboldt-Universität) und wurde 1811 zum ersten frei gewählten Rektor. Er überwarf sich jedoch mit sämtlichen Gruppierungen an der Universität und bat bereits 1812 um seine Entlassung. 1814 starb Fichte an Typhus und wurde auf dem Friedhof der Dorotheenstädtischen und Friedrichwerderschen Gemeinden beigesetzt.
Bestand
Zugangsbestimmungen: Einige Akten sind aufgrund archivgesetzlicher Bestimmungen bzw. der EU-Datenschutz-Grundverordnung für die Benutzung befristet gesperrt. Eine Verkürzung der Schutzfristen kann auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es gesonderter Zustimmung des Landesarchivs.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 MESZ