Herrlichkeit Evenburg (Bestand)
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NLA AU, Rep. 35
Nds. Landesarchiv, Abt. Aurich (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Staatliche Bestände >> 1.1 Staatliche Aktenbestände >> 1.1.2 Herrlichkeiten, Ämter und Landkreise (bis 1945)
1782-1855
Bestandsgeschichte: 1642 wurde der in niederländischen Diensten stehende Frei-
herr Erhard von Ehrentreutter, Kommandant der Garnison in
Emden, von Graf Ulrich II. von Ostfriesland für verschiede-
ne geliehene Geldsummen mit den Dörfern Loga und Logabirum
belehnt. Nach seiner Gemahlin, Elisabeth, geb. von Ungnad,
nannte er sein dort von ihm errichtetes Stammschloß, die
Evenburg. Da Ehrentreutter keine männlichen Erben hinter-
ließ, ging die Herrlichkeit in den Besitz seines Schwieger-
sohns, des Freiherrn v. Wedel über. Später konnte diese Fa-
milie auch die Herrlichkeit Gödens durch Heirat erwerben.
In den ostfriesischen Herrlichkeiten besaßen die Grundbe-
sitzer obrigkeitliche Rechte, zu denen auch die Jurisdik-
tion gehörte. Nach dem Übergang des Landes an Preußen waren
diese Rechte zunächst aufgehoben, wurden aber 1796 infolge
eines Prozesses wiederhergestellt, um erneut während der
holländisch-französischen Besatzungszeit außer Kraft geset-
zt zu werden. Erst im Königreich Hannover wurden die Herr-
lichkeitsbesitzer wieder in ihre vormaligen Rechte einge-
setzt. Das Patrimonialgericht Evenburg wurde 1817 zusammen
mit dem von Gödens wieder errichtet. Im Jahre 1836 verzich-
tete dann der Graf v. Wedel auf seine Rechte als Gerichts-
herr und das Patrimonialgericht wurde aufgehoben.
Bei dem Bestand Rep 35 handelt es sich selbstredend um kei-
ne reguläre Registratur, sondern vielmehr um einen Split-
terbestand, der sich aus Vorakten der Amtsverwaltung Leer
zusammensetzte und bei der Neuverzeichnung der Bestände auf
der Amtsebene als separater Bestand herausgelöst wurde. Die
Hauptüberlieferung der Akten der Herrlichkeitsverwaltung
Evenburg befindet sich heute im Schloßarchiv Gödens.
Aurich, im Juni 1994 gez.
Bestandsgeschichte: Pötzsch
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
herr Erhard von Ehrentreutter, Kommandant der Garnison in
Emden, von Graf Ulrich II. von Ostfriesland für verschiede-
ne geliehene Geldsummen mit den Dörfern Loga und Logabirum
belehnt. Nach seiner Gemahlin, Elisabeth, geb. von Ungnad,
nannte er sein dort von ihm errichtetes Stammschloß, die
Evenburg. Da Ehrentreutter keine männlichen Erben hinter-
ließ, ging die Herrlichkeit in den Besitz seines Schwieger-
sohns, des Freiherrn v. Wedel über. Später konnte diese Fa-
milie auch die Herrlichkeit Gödens durch Heirat erwerben.
In den ostfriesischen Herrlichkeiten besaßen die Grundbe-
sitzer obrigkeitliche Rechte, zu denen auch die Jurisdik-
tion gehörte. Nach dem Übergang des Landes an Preußen waren
diese Rechte zunächst aufgehoben, wurden aber 1796 infolge
eines Prozesses wiederhergestellt, um erneut während der
holländisch-französischen Besatzungszeit außer Kraft geset-
zt zu werden. Erst im Königreich Hannover wurden die Herr-
lichkeitsbesitzer wieder in ihre vormaligen Rechte einge-
setzt. Das Patrimonialgericht Evenburg wurde 1817 zusammen
mit dem von Gödens wieder errichtet. Im Jahre 1836 verzich-
tete dann der Graf v. Wedel auf seine Rechte als Gerichts-
herr und das Patrimonialgericht wurde aufgehoben.
Bei dem Bestand Rep 35 handelt es sich selbstredend um kei-
ne reguläre Registratur, sondern vielmehr um einen Split-
terbestand, der sich aus Vorakten der Amtsverwaltung Leer
zusammensetzte und bei der Neuverzeichnung der Bestände auf
der Amtsebene als separater Bestand herausgelöst wurde. Die
Hauptüberlieferung der Akten der Herrlichkeitsverwaltung
Evenburg befindet sich heute im Schloßarchiv Gödens.
Aurich, im Juni 1994 gez.
Bestandsgeschichte: Pötzsch
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
16.06.2025, 11:33 AM CEST