Kaiser Friedrich [III.] an Abt Johann [I.] von Salem (Salmanswiler): Mit Zustimmung des A. hat der Papst den Vätern von der Observanz die Reformation der Klöster der Minderbrüder in und der Klarissen zu Söflingen (Seflingen) bei der Stadt Ulm befohlen, worauf der A. diese Reformation unter seinen Schutz genommen hat. Nun haben Jörg Summer, Provinzial der Minderbrüder in der Provinz Straßburg, und etliche Gegner der Reformation in den beiden Klöstern beim Papst eine Überprüfung dieser Reformation auf ihre Rechtmäßigkeit hin erlangt. Der A. ist dagegen der Meinung, die Reformation sei nach Gewohnheit des Landes erfolgt, das unordentliche Leben der bisherigen Klosterinsassen liege offen am Tage. Da der Papst dem Adressaten in dieser Sache einen Auftrag erteilt hat, befiehlt er ihm, die beiden Klöster bei der Reformation zu belassen.
Show full title
Kaiser Friedrich [III.] an Abt Johann [I.] von Salem (Salmanswiler): Mit Zustimmung des A. hat der Papst den Vätern von der Observanz die Reformation der Klöster der Minderbrüder in und der Klarissen zu Söflingen (Seflingen) bei der Stadt Ulm befohlen, worauf der A. diese Reformation unter seinen Schutz genommen hat. Nun haben Jörg Summer, Provinzial der Minderbrüder in der Provinz Straßburg, und etliche Gegner der Reformation in den beiden Klöstern beim Papst eine Überprüfung dieser Reformation auf ihre Rechtmäßigkeit hin erlangt. Der A. ist dagegen der Meinung, die Reformation sei nach Gewohnheit des Landes erfolgt, das unordentliche Leben der bisherigen Klosterinsassen liege offen am Tage. Da der Papst dem Adressaten in dieser Sache einen Auftrag erteilt hat, befiehlt er ihm, die beiden Klöster bei der Reformation zu belassen.
Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, B 509 U 667
Söflinger Regesten Nr. 666.
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, B 509 Söflingen, Klarissenkloster
Söflingen, Klarissenkloster >> 1. Urkunden >> 1.6 1451-1500 >> Abt Johannes von Salem, von Papst Innocenz VIII. mit der Herbeiführung eines Vergleichs im Streit zwischen den Observanten und Konventualen der Minderbrüder um die reformierten Klöster in Ulm und Söflingen betraut, beurkundet die vor ihm in Pfullendorf am 5.-8. Juli 1485 stattgehabte Verhandlung zwischen der Äbtissin Christina Strölerin, ihren Schwestern und dem Vikar der Konventualen als Klägern und dem Vikar und den Brüdern von der Observanz als Beklagten. Beisitzer waren als Unparteiische von seiten des Kaisers: Thomas von Cilia, Dompropst zu Konstanz und Wien, Mang zu Hohenreyen, Erbmarschalk des Römischen Reichs, Konrad Gäben, Vikar zu Konstanz, Ritter Hans von Seckingen von Straßburg; von seiten der Abts: Hugo Graf von Werdenberg, Dr. Johannes Sanageti, Domherr zu Konstanz, Dr. Heinrich Moser, Kaspar Renner, Konventual in Salem, und Jakob Suter, Bürgermeister zu Pfullendorf. Redner der alten Schwestern: Konrad Harscher, Domherr zu Augsburg; Redner der Gesandschaft der Stadt Ulm: Dr. Konrad Stürezel.
1485 Mai 5
Urkunden
Ausstellungsort: Linz
Aussteller: Kasier Friedrich III.
Überlieferungsart: Insert
Aussteller: Kasier Friedrich III.
Überlieferungsart: Insert
Abt Johannes von Salem, von Papst Innocenz VIII. mit der Herbeiführung eines Vergleichs im Streit zwischen den Observanten und Konventualen der Minderbrüder um die reformierten Klöster in Ulm und Söflingen betraut, beurkundet die vor ihm in Pfullendorf am 5.-8. Juli 1485 stattgehabte Verhandlung zwischen der Äbtissin Christina Strölerin, ihren Schwestern und dem Vikar der Konventualen als Klägern und dem Vikar und den Brüdern von der Observanz als Beklagten. Beisitzer waren als Unparteiische von seiten des Kaisers: Thomas von Cilia, Dompropst zu Konstanz und Wien, Mang zu Hohenreyen, Erbmarschalk des Römischen Reichs, Konrad Gäben, Vikar zu Konstanz, Ritter Hans von Seckingen von Straßburg; von seiten der Abts: Hugo Graf von Werdenberg, Dr. Johannes Sanageti, Domherr zu Konstanz, Dr. Heinrich Moser, Kaspar Renner, Konventual in Salem, und Jakob Suter, Bürgermeister zu Pfullendorf. Redner der alten Schwestern: Konrad Harscher, Domherr zu Augsburg; Redner der Gesandschaft der Stadt Ulm: Dr. Konrad Stürezel.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
27.11.2025, 3:31 PM CET
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik)
- Neuwürttembergische Bestände vor 1803 bzw. vor 1806/10 (Archival tectonics)
- Bistümer, Stifte, Klöster und Pfarreien (Archival tectonics)
- Söflingen, Klarissenkloster (Archival holding)
- 1. Urkunden (Classification)
- 1.6 1451-1500 (Classification)
- Abt Johannes von Salem, von Papst Innocenz VIII. mit der Herbeiführung eines Vergleichs im Streit zwischen den Observanten und Konventualen der Minderbrüder um die reformierten Klöster in Ulm und Söflingen betraut, beurkundet die vor ihm in Pfullendorf am 5.-8. Juli 1485 stattgehabte Verhandlung zwischen der Äbtissin Christina Strölerin, ihren Schwestern und dem Vikar der Konventualen als Klägern und dem Vikar und den Brüdern von der Observanz als Beklagten. Beisitzer waren als Unparteiische von seiten des Kaisers: Thomas von Cilia, Dompropst zu Konstanz und Wien, Mang zu Hohenreyen, Erbmarschalk des Römischen Reichs, Konrad Gäben, Vikar zu Konstanz, Ritter Hans von Seckingen von Straßburg; von seiten der Abts: Hugo Graf von Werdenberg, Dr. Johannes Sanageti, Domherr zu Konstanz, Dr. Heinrich Moser, Kaspar Renner, Konventual in Salem, und Jakob Suter, Bürgermeister zu Pfullendorf. Redner der alten Schwestern: Konrad Harscher, Domherr zu Augsburg; Redner der Gesandschaft der Stadt Ulm: Dr. Konrad Stürezel. (Record)