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6/26 [Nr. 41]: (D) 1618 März 25 (T) Universität an die Visitationskommissare
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Enthält: (I) Gravamina. Bitte,; 1) die wiederholten, mit Hagelschlag eingehend begründeten Anträge der Universität an die Kellerei Blaubeuren um weiteren Nachlass an 459 Sch. schuldiger Frucht aus den Pflegen Asch und .Ringingen zu beantworten;; 2) über den Bericht der Univ. vom 22.9.1613 über den Zehnten der Univ. aus dem Rauschamer Feld zu Eningen (1. Nr. 38,2), den der Keller zu Pfullingen als Novalzehnten wegnimmt, weil es zur Erholung einige Jahre brach lag, zu entscheiden;; 3) die am 7.3.1615 zu Blaubeuren getroffenen Vereinbarungen wegen eines Tauschs der Gefälle der Univ. in Ringingen mit solchen des Herzogs zu vollziehen;; 4) dem Verwalter in Blaubeuren nochmals zu befehlen, die Zehnten im Aufstreich zu verkaufen, statt sie sich von den Bauern herabhandeln zu lassen;; 5) zu befehlen, daß der Zehntverkauf in Sindelfingen wieder am Sonntagnachmittag stattfinde, statt, wie die Sindelfinger durchsetzten, an einem Werktagvormittag, wo weniger Interessenten kommen;; 6) den Sindelfingern zu verbieten, eine Taxe in das Zehntstroh zu machen, weil dies den Zehntverkauf behindert, und zu befehlen, daß sie von strittigen 64 Morgen Wiesen den Heuzehnt reichen;; 7) dem Kammerrat Johann Conrad Ungellter zu befehlen, daß er die versprochene Gültverschreibung für 242 fl 20 x an das Weinmannsche Stipendium endlich ausfertigt;; 8) Hofmeister Burkhard Ramminger zu Pfullingen zu befehlen, die vom Herzog für die Burse gestifteten 100 Sch. Dinkel (50 umsonst, 50 zu 30 x) von Orten in der Nähe direkt nach Tübingen führen zu lassen, damit die Burse die Frachtkosten spart;; 9) durch ein Generalausschreiben wie das beiliegende Herzog Christophs die Amtleute anzuhalten, der Univ. bei Eintreibung ihrer Ausstände zu helfen;; 10) den Freiherrn zu Öschingen, der dem Pfarrer zu Ringingen aus einem Gärtlein in .Niederhofen zwei Jahrgänge Gras wegführte, zur Restitution aufzufordern. (454-469)
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.