Propst Hans Volz zu Nellingen (Nallingen) verlieh stellvertretend für den Abt und den Konvent von St. Blasien dem ehrbaren Hans Frechlin von Plochingen (Blochingen) die Mühle in Plochingen, die kürzlich gebaut wurde, als Erblehen. Dabei wurde vereinbart: Prechlin erhält vom Propst 10 Pfund Heller und weitere 20 Pfund, die die "Geburschaft" zu Plochingen für den Mühlenbau beisteuerte. Den Holzbedarf für Bauten im Wasser kann er in den Wäldern des Klosters holen. Dagegen hat er dem Propst jährlich am Martinstag 10 Pfund Heller zu bezahlen. Prechlin erhält den Acker ob der Mühle, der Vilsacker heißt, zu dem Mühlenlehen und hat davon jährlich 2 Hühner auf Martinstag abzugeben. Da die Mühle zum Teil auf Kirchengut gebaut ist, soll Prechlin die Rechte des Kirchherrn ohne Schaden des Klosters ablösen. Da weder der Propst noch Prechlin ein Siegel haben, siegeln die ehrsamen Pfaffen Konrad der Vässeler, Dekan zu Eßlingen, und Konrad der Naslose, Kämmerer der Dekanie zu Eßlingen.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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