Großheimsche Realschule (Bestand)
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03.08-2.6/2
Archiv der Hansestadt Lübeck (Archivtektonik) >> 03 Behörden bis 1937 >> 03.08 Schule und Kultur >> 03.08-2 Schulen >> 03.08-2.6 Privatschulen
1840-1931
Erschließungszustand, Umfang: Verzeichnis (1994)
1,5 lfm
Vorwort: Großheimsche Realschule
Am 21. April 1800 gründete Carl Friedrich von Großheim ein "Knaben-Institut" in der Mengstraße 68 (heute: 40). 1815 wurde neben der Knabenschule eine Töchterschule eingerichtet, die 1926 abgetrennt wurde (später Ernestinenschule). Nach mehreren Umzügen kaufte man 1820 ein Haus in der Hüxstraße. 1837 wurde eine Vorsteherschaft gewählt und 1839 die öffentliche Prüfung eingeführt.
1851 starb C. F. v. Großheim und Gustav Bruhns übernahm die Leitung. Damit wuchs auch die Schülerzahl wieder an, welche in den letzten Lebensjahren von C. F. v. Großheim gesunken war. In der Folgezeit wurden sogar Parallelklassen eingeführt. 1873 trat G. Bruhns als Schulleiter zurück und 1874 übernahm Dr. Gustav Reimann sen., der seit 1868 in der Schule unterrichtet hatte, die Leitung.
Im Jahre 1888 übersiedelte die Schule zum neu erbauten Schulhaus Parade 2. Dr. Gustav Reimann sen. stellte 1903 ohne Erfolg den Antrag, die Privatschule zu verstaatlichen.
1907 wurde das Schulgrundstück durch den Staat übernommen. Dr. Gustav Reimann jun. übernahm 1920 die Leitung der Schule von seinem Vater.
1923 wurde die Schule verstaatlicht, der Leiter der Schule wurde an die Oberschule zum Dom versetzt.
Neuer Leiter wurde Studiendirektor Dr. Möbusz.
Ab Mitte der 20er Jahre wurde die Schule langsam abgebaut, und am 1. Dezember 1930 beschloss die Bürgerschaft die Schließung der Schule.
Am 28. März 1931 schloss eine der ältesten Schulen Lübecks.
Der Aktenbestand wurde 1949 von der Kultusverwaltung an das Archiv abgegeben.
Zitierweise: "Großheimsche Realschule"
Literaturangaben:
- Reimann, Gustav Adolf: Zur hundertjährigen Stiftungsfeier der von Großheim'schen Realschule zu Lübeck am 21.04.1900. Lübeck 1900. 63 S.
- Zur 125jährigenb Stiftungsfeier der von Großheim'schen Realschule zu Lübeck. Ostern 1925. Lübeck 1925. 70 S.
- Schlussfeier der von Großheim'schen Realschule zu Lübeck am 28. März 1931. Lübeck 1931. 40 S.
Mai 1994 Kerstin Letz
Eingrenzung und Inhalt: Konferenzberichte, Lehrerverzeichnis, Schülerverzeichnisse, Prüfungsunterlagen
Verwaltungsgeschichte/biographische Angaben: 1800 gründete Carl Friedrich von Großheim das "Knabeninstitut", 1815 wurde daneben eine Töchterschule eingerichtet, die 1826 abgetrennt und mit der späteren Ernestinenschule vereinigt wurde, 1923 wurde die Schule verstaatlicht, 1931 wurde die Schule geschlossen.
Erwerb: 5/1949 (Tgb. -Nr.: 757/49), Erwerb 56/2001, Erwerb 55/2004
1,5 lfm
Vorwort: Großheimsche Realschule
Am 21. April 1800 gründete Carl Friedrich von Großheim ein "Knaben-Institut" in der Mengstraße 68 (heute: 40). 1815 wurde neben der Knabenschule eine Töchterschule eingerichtet, die 1926 abgetrennt wurde (später Ernestinenschule). Nach mehreren Umzügen kaufte man 1820 ein Haus in der Hüxstraße. 1837 wurde eine Vorsteherschaft gewählt und 1839 die öffentliche Prüfung eingeführt.
1851 starb C. F. v. Großheim und Gustav Bruhns übernahm die Leitung. Damit wuchs auch die Schülerzahl wieder an, welche in den letzten Lebensjahren von C. F. v. Großheim gesunken war. In der Folgezeit wurden sogar Parallelklassen eingeführt. 1873 trat G. Bruhns als Schulleiter zurück und 1874 übernahm Dr. Gustav Reimann sen., der seit 1868 in der Schule unterrichtet hatte, die Leitung.
Im Jahre 1888 übersiedelte die Schule zum neu erbauten Schulhaus Parade 2. Dr. Gustav Reimann sen. stellte 1903 ohne Erfolg den Antrag, die Privatschule zu verstaatlichen.
1907 wurde das Schulgrundstück durch den Staat übernommen. Dr. Gustav Reimann jun. übernahm 1920 die Leitung der Schule von seinem Vater.
1923 wurde die Schule verstaatlicht, der Leiter der Schule wurde an die Oberschule zum Dom versetzt.
Neuer Leiter wurde Studiendirektor Dr. Möbusz.
Ab Mitte der 20er Jahre wurde die Schule langsam abgebaut, und am 1. Dezember 1930 beschloss die Bürgerschaft die Schließung der Schule.
Am 28. März 1931 schloss eine der ältesten Schulen Lübecks.
Der Aktenbestand wurde 1949 von der Kultusverwaltung an das Archiv abgegeben.
Zitierweise: "Großheimsche Realschule"
Literaturangaben:
- Reimann, Gustav Adolf: Zur hundertjährigen Stiftungsfeier der von Großheim'schen Realschule zu Lübeck am 21.04.1900. Lübeck 1900. 63 S.
- Zur 125jährigenb Stiftungsfeier der von Großheim'schen Realschule zu Lübeck. Ostern 1925. Lübeck 1925. 70 S.
- Schlussfeier der von Großheim'schen Realschule zu Lübeck am 28. März 1931. Lübeck 1931. 40 S.
Mai 1994 Kerstin Letz
Eingrenzung und Inhalt: Konferenzberichte, Lehrerverzeichnis, Schülerverzeichnisse, Prüfungsunterlagen
Verwaltungsgeschichte/biographische Angaben: 1800 gründete Carl Friedrich von Großheim das "Knabeninstitut", 1815 wurde daneben eine Töchterschule eingerichtet, die 1826 abgetrennt und mit der späteren Ernestinenschule vereinigt wurde, 1923 wurde die Schule verstaatlicht, 1931 wurde die Schule geschlossen.
Erwerb: 5/1949 (Tgb. -Nr.: 757/49), Erwerb 56/2001, Erwerb 55/2004
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
30.06.2025, 10:12 AM CEST