Querulationis Auseinandersetzung um Bevorzugung im Konkurs
Vollständigen Titel anzeigen
(1) 3883
Wismar W 234 (W W n. 234)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 23. 1. Kläger W
(1783) 05.04.1783-20.10.1783
Kläger: (2) chirographische, im Prioritätsurteil nach Nr. VII gesetzte Gläubiger des Wahrendorfschen Konkurses
Beklagter: Handlungshaus Franz Klefecker & Paschen in Hamburg
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Johann David Lembke (A & P) Bekl.: Dr. Johann Christian Koch (A & P), seit 16.10.1783: Dr. Christoph Christian Hasse (A & P)
Fallbeschreibung: Nach Bitte der Kl. vom 05.04. um Fristverlängerung zum Einreichen ihrer Beschwerden gegen ein Ratsgerichtsurteil und erteilter Genehmigung des Tribunals vom 08.04. legen die Bekl. am 12.05. ein Gesuch vor, den Kl.n maximal 8 Tage Aufschub zu gewähren, um restitutio in integrum gegen ein nicht beiliegendes Tribunalsurteil einzulegen. Das Tribunal fordert die Kl. am 14.05. entsprechend dazu auf, die am 05.06. dagegen argumentieren, daß die Bekl. vorrangig vor ihnen befriedigt werden und bitten, sie weiter unter den Gläubigern mit Schuldverschreibungen einzureihen. Am 07.07. bitten die Parteien um Prozeßbeschleunigung, am 20.10.1783 verweist das Tribunal die Parteien auf das am selben Tag ergangene Urteil in dem Fall der Firma Klefecker und Paschen vs. den gemeinsamen Anwalt des Wahrendorfschen Konkurses.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1783 2. Tribunal 1783 3. Tribunal 1783
Prozessbeilagen: (7) Prioritätsurteil des Ratsgerichts vom 22.02.1783; von Notar Johann Friedrich Nölting aufgenommene Appellation vom 27.02.1783; Protokoll über Auseinandersetzung in der Wahrendorfschen Konkurssache vom 22.03.1783; Prozeßvollmacht der Bekl. für Dr. Hasse vom 14.10.1783
Beklagter: Handlungshaus Franz Klefecker & Paschen in Hamburg
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Johann David Lembke (A & P) Bekl.: Dr. Johann Christian Koch (A & P), seit 16.10.1783: Dr. Christoph Christian Hasse (A & P)
Fallbeschreibung: Nach Bitte der Kl. vom 05.04. um Fristverlängerung zum Einreichen ihrer Beschwerden gegen ein Ratsgerichtsurteil und erteilter Genehmigung des Tribunals vom 08.04. legen die Bekl. am 12.05. ein Gesuch vor, den Kl.n maximal 8 Tage Aufschub zu gewähren, um restitutio in integrum gegen ein nicht beiliegendes Tribunalsurteil einzulegen. Das Tribunal fordert die Kl. am 14.05. entsprechend dazu auf, die am 05.06. dagegen argumentieren, daß die Bekl. vorrangig vor ihnen befriedigt werden und bitten, sie weiter unter den Gläubigern mit Schuldverschreibungen einzureihen. Am 07.07. bitten die Parteien um Prozeßbeschleunigung, am 20.10.1783 verweist das Tribunal die Parteien auf das am selben Tag ergangene Urteil in dem Fall der Firma Klefecker und Paschen vs. den gemeinsamen Anwalt des Wahrendorfschen Konkurses.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1783 2. Tribunal 1783 3. Tribunal 1783
Prozessbeilagen: (7) Prioritätsurteil des Ratsgerichts vom 22.02.1783; von Notar Johann Friedrich Nölting aufgenommene Appellation vom 27.02.1783; Protokoll über Auseinandersetzung in der Wahrendorfschen Konkurssache vom 22.03.1783; Prozeßvollmacht der Bekl. für Dr. Hasse vom 14.10.1783
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.10.2025, 11:29 MEZ