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Reinhard [von Weilnau], Abt von Fulda, und Wilhelm [III.], Graf
von Henneberg[-Schleusingen], schließen zum Nutzen des Landes und ihrer
Leute für ...
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1461-1470
1465 Dezember 4
Ausfertigung, Papier, zwei aufgedrückte Papiersiegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: ... der gegebin ist zu Geysa uff Mitwachin sant Barbara tag nach Cristi geburt virzehinhundert und im funffundsechsigistem iare
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Reinhard [von Weilnau], Abt von Fulda, und Wilhelm [III.], Graf von Henneberg[-Schleusingen], schließen zum Nutzen des Landes und ihrer Leute für drei Jahre ein Bündnis (hilff radt und beystant). Es wird vereinbart, sich gegenseitig gegen Feinde zu unterstützen, sollte eine Partei militärisch bedrängt (mit hereßkrafft ubirzagen) oder in eine Fehde verwickelt werden. Sollte Abt Reinhard in eine Fehde verwickelt werden, wird vereinbart, dass er dem Grafen Wilhelm Futter und Kost stellen und für diesem entstandenen reisigen Schaden einstehen soll. Sollte Graf Wilhelm in Fehde geraten, soll er dem ihm beistehenden Abt Reinhard allein Futter und Kost stellen. Erst wenn die Ritter des Abtes in einem täglichen Krieg für den Grafen kämpfen, soll dem Abt auch der reisige Schaden ersetzt werden. Sollte einem der beiden durch die geleistete Hilfe ein Schaden entstehen und man sich über dessen Ersatz nicht einigen können, sollen aus jeder Partei zwei Räte oder Diener ernannt werden, die den Schadensersatz innerhalb von zwei Monaten nach ihrer Ernennung regeln sollen. Sollte einem der beiden Parteien Eigentum entfremdet werden, soll ihm der andere mit seinen Amtsleuten helfen, dieses wieder zu erlangen. Sollten adelige und nicht adelige Mannen und Diener in einen Rechtsstreit geraten, soll dem adeligen Kläger durch einen der Räte oder das Hofgericht, dem bürgerlichen oder bäuerlichen Kläger vor dem jeweiligen Gericht des Schuldigers beigestanden werden. Von der Vereinbarung nimmt der Abt von Fulda die Herren Adolf [II. von Nassau], erwählter und bestätigter Erzbischof von Mainz, Johann [III. von Grumbach], Bischof von Würzburg, Wilhelm [III.], Herzog von Sachsen sowie alle Landgrafen von Hessen [Ludwig II. und Heinrich III.] aus. Graf Wilhelm nimmt von der Vereinbarung seinen Oheim, Georg [I. von Schaumberg], Bischof von Bamberg, Johann [III. von Grumbach], Bischof von Würzburg, Ludwig [III. Vitzthum von Eckstädt], Abt von Hersfeld, Heinrich [II.], Herzog von Braunschweig und Lüneburg, Wilhelm [III.], Herzog von Sachsen sowie alle Landgrafen von Hessen [Ludwig II. und Heinrich III.] aus. Ausstellungsort: Geisa. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen: Seite 1, Seite 2 und 3, Seite 4; Siegel: Papiersiegel 1, Papiersiegel 2)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Abt Reinhard, Graf Wilhelm
Offenbar war die Tochter Heinrichs II. von Braunschweig und Lüneburg, Margarete, mit Wilhelm III. von Henneberg-Schleusingen verheiratet.
Information on confiscated assets
Further information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.