Kurfürst Philipp von der Pfalz befiehlt in direkter Ansprache den Bürgermeistern, Räten, Gemeinden, Einwohnern, Schultheißen, Ein- und Ausleuten des Schlosses, der Stadt und des Amts Lauda und allen dazugehörigen Dörfern, Weilern, Wohnungen und Zugehörden, so wie er es an den Ritter Ludwig von Hutten verkauft hat, dass sie diesem fortan als ihrem Erbherrn huldigen und gehorsam sind. Anschließend sind sie der Pflichten, Gelübde, Eide und Verbundenheit gegenüber dem Pfalzgrafen entbunden. Der Verkauf betraf auch die Rechte und Gerechtigkeiten am Kloster und Dorf Gerlachsheim (Gerlaßheim) mit zugehörigen Dörfern, Leuten, Weilern, Wohnungen und Nutzungen.
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Kurfürst Philipp von der Pfalz befiehlt in direkter Ansprache den Bürgermeistern, Räten, Gemeinden, Einwohnern, Schultheißen, Ein- und Ausleuten des Schlosses, der Stadt und des Amts Lauda und allen dazugehörigen Dörfern, Weilern, Wohnungen und Zugehörden, so wie er es an den Ritter Ludwig von Hutten verkauft hat, dass sie diesem fortan als ihrem Erbherrn huldigen und gehorsam sind. Anschließend sind sie der Pflichten, Gelübde, Eide und Verbundenheit gegenüber dem Pfalzgrafen entbunden. Der Verkauf betraf auch die Rechte und Gerechtigkeiten am Kloster und Dorf Gerlachsheim (Gerlaßheim) mit zugehörigen Dörfern, Leuten, Weilern, Wohnungen und Nutzungen.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 821, 56
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Perpetuum III (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
1505 Februar 20 (uff dornstag nach reminiscere)
fol. 131r-132r
Urkunden
Ausstellungsort: Heidelberg
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (aufgedrücktes Siegel)
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (aufgedrücktes Siegel)
Kopfregest: "Wie myn gnedigster herr pfaltzgrave curfurst die Inwoner in slos statt unnd ampt Lauden an herr Ludwigen vom Hutten erplich weißt und sie irer glubde und eid ledig zellt".
Hutten, Ludwig von; Ritter, erw. 1505, 1507
Gerlachsheim : Lauda-Königshofen TBB
Lauda : Lauda-Königshofen TBB
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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04.04.2025, 08:17 MESZ
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