Graf Ruprecht zu Nassau und seine Frau Anna bekennen, der Limburger Bürgerin Katherine Imelersen 590 Mark schuldig zu sein und weisen ihr dafür an, mit Einwilligung des Erzbischofs Adolf von Mainz und Verwesers des Speyerer Stifts, die Erhebung eines Turnosen vom Fuder Wein und anderer Kaufmannsware auf dem Zoll zu Oberlahnstein, die Ruprecht von Reichs wegen zusteht, mit der Bestimmung, daß der gräfliche Zöllner oder Schreiber ihr den Turnos verabfolgen soll bis zur Erstattung der Schuldsumme, daß, wenn diese nicht bis Weihnachten des nächsten Jahres abbezahlt ist, der Rest bar ausbezahlt werden soll, daß zur Sicherheit die Weingärten zu Geilnau, die der Graf der Katherina abgekauft hat, ihr verpfändet stehen sollen.
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Graf Ruprecht zu Nassau und seine Frau Anna bekennen, der Limburger Bürgerin Katherine Imelersen 590 Mark schuldig zu sein und weisen ihr dafür an, mit Einwilligung des Erzbischofs Adolf von Mainz und Verwesers des Speyerer Stifts, die Erhebung eines Turnosen vom Fuder Wein und anderer Kaufmannsware auf dem Zoll zu Oberlahnstein, die Ruprecht von Reichs wegen zusteht, mit der Bestimmung, daß der gräfliche Zöllner oder Schreiber ihr den Turnos verabfolgen soll bis zur Erstattung der Schuldsumme, daß, wenn diese nicht bis Weihnachten des nächsten Jahres abbezahlt ist, der Rest bar ausbezahlt werden soll, daß zur Sicherheit die Weingärten zu Geilnau, die der Graf der Katherina abgekauft hat, ihr verpfändet stehen sollen.
170 I, U 725
170 I Nassau-Oranien: Urkunden
Nassau-Oranien: Urkunden >> 14. Jahrhundert >> 1376-1399 >> 1380
1380 November 11
Ausfertigung, Pergament, 2 Siegel der beiden Aussteller beschädigt; Rückvermerk des 14./15. Jh.: Der brief steet noch IIc gulden und 5 gulden später Nassouwe Otten (?)
Urkunde
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen der Staatsarchive in Hessen.
17.06.2025, 14:08 MESZ