Gotthard von Ense, Sohn des verstorbenen Heinrich von Ense, quittiert Dietrich1, Erzbischof von Köln, als nächster Erbe Heinrichs die Ablösung dessen Pfandschaft von 3.000 Gulden, für die sein Vater als Amtmann von Brilon eingesetz war. Gotthard hatte bereits über Hermann Spiegel 1.300 Gulden erhalten, weitere 500 Gulden über Johann von Dalwigk (Johann van Daelwich) und jetzt 200 Gulden von Rüdiger (Rutger) Cluten. Auf die verbliebenen 1.000 Gulden verzichtet er2. Siegelankündigung des Gotthard von Ense. Datum 18. Dezember 1462 (up saterstach na sent Lucien dage der hilliger junffern). Quittung. Godarts von Ense über 3000 Gulden, wofür seinem Vater Henrich von Ense das Amt Brylon pfandweise übergeben war. 1462. 18. Dec. Nebst noch einer Quittung Lamberts von Beveßen [lag mir nicht als Kopie vor]. Inhalt: Ich Godert van Ense doin kunt, so as der hoichwerdigste furste ind her, here Diederich, ertzbusschoff zo Colne, hertzoch zo Westfalen ind zo Enger etc., myn gnedige lieve her, hirbevoir wilne Henrich van Ense, mynen lieven vader, dat ampte zo Brylon vur dry dusent gulden amptz ind pantzgewyse ver- schreven ind ingegeven hatte, wilche pantschafft vurß. na doide myns vaders vurg. an mich as synen son ind neisten erven gefallen ist, die ich ouch na lude der egenanten verschryvongen ynnehatte, also bekennen ich, Godart van Ense vurg., dat ich van dem vurg. mynen gnedigen hern, hir vur overmitz hern Rutger Cluten, synre gnaden capellain, in affslach der vurg. drydusent gulden up die vurß. pantschafft sprechenn, zweyhundert overlentzsche gulden entfangen han. Ind hait syne gnade mir vort an Johann van Daelwich umb myner bede wille vernoigt ind affgedain, ouch in affslach der egenanten verschryvongen vunffhundert der vurg. gulden, ind ouch overmitz Hermann Spiegel vernoigt drytzienhundert der selver gulden, ind umb die ander dusent gulden also mit mir overkomen ind verdragen, dat ich der vurß. drydusent gulden van der vurß. pantschafft van Brylon eyn gantz guet genoigen han, ind mich da van guder betzalongen van dem egenanten myme gnedigen heren bedancken. Ind schelden darumb syne gnade, synre gnaden nakomen ind gestichte ind wen dat me antreffen mach, vur mich ind myne erven der vurg. drydusent gulden up die vurg. pantschafft sprechenn quyt, loss, ledich ind wal betzalt, overmitz des quytancie, ind den pantbrieff dair- over sprechen doit ind machtloss. Urkunde myns siegels vur mich ind myne erven an diese quytancie gehangen. In den jaren unses heren dusentvierhundertzweyindseestzich up saterstach na sent Lucien dage der hilliger junffern. Rückseite: Finall quitantz Godartz von Enße uber iiiM goltgulden, dafür Ertzbischoff Dietherich etc. etw an Heinrichen von Enße das Ampt Bryloin verpfandt datum steyit 1462. Original, Pergament, mnd., ca. 26 × 19,5 cm, der ehemals umgeschlagene Teil ist aufgeklappt, das Siegel abgefallen. 1Dietrich II v. Moers, Erzbischof von Köln 1414 bis 1463, seit 1415 auch Administrator des Fürstbistums Paderborn. 2er wird zwei Tage später für ein Pfand von 500 Gulden als Amtmann von Büren eingesetzt

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
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