Kurfürst Johann Georg I., Herzog zu Sachsen, belehnt Friderich Seiffrid von Ponickau, Rittmeister zu Tackau mit nachbeschriebenen Gütern und Zinsen, welche beim Stift Naumburg (Naumburgk) zu Lehn gehen, nachdem ihm diese von Christoff, Abraham, Caspar und Sigmundt, Gebrüder von Haugwitz, verkauft worden sind: den Siedelhof zu Tackau (Tacka) mit Scheunen, Ställen, Brau- und Malzhaus u. a. mit 27 1/2 Acker Wiesen, Hutweide und Weiden, 10 Acker Holz, 2 Acker Weinberg, auch Gerichtsbarkeit über mehrere Personen (Männer) zu Tackau, zu Deuben, zu Döbernitz (Döberß), zu Nedelitz, zu Köttichau, zu Trebnitz und zu Unter-Schwöditz (Schwötitz). Die Zinspflichtigen zahlen zum Termin, oder sie erhalten nach 3 Tagen nach dem Zinstermin 5 Groschen Strafe. Die Belehnung erfolgt als Mannlehn. Mitbelehnt ist der Vater Friderich Wilhelm von Ponickau zu Auligk und dessen rechte Leibeslehnserben. Weiterhin mitbelehnt sind die Vettern Caspar und Hans von Ponickau zu Groitzsch (Grötzsch), Loth und Hans von Ponickau zu Kreyscha (Kreischa) und Pomßen. Nach deren Tod soll Dr. Joseph Avenarius, Stiftskanzler und dessen männliche Erben und dessen Tod, Johann Baltasar Falckner, Amtsvogt zu Weißenfels und dessen männliche Erben das Lehnserbe antreten. Z.: Dr. Joseph Avenarius, Stiftskanzler zu Naumburg; Augustus von Wolfframsdorff, Domherr zu Merseburg.