Auf unserer Webseite werden neben den technisch erforderlichen Cookies noch Cookies zur statistischen Auswertung gesetzt. Sie können die Website auch ohne diese Cookies nutzen. Durch Klicken auf „Ich stimme zu“ erklären Sie sich einverstanden, dass wir Cookies zu Analyse-Zwecken setzen. Sie können Ihre Cookie-Einstellungen hier einsehen und ändern.
Akten zum Kunstkammersturz 1791/92, Unterfasz. 12: Abgaben an die Hausschneiderei um 1783
Anmelden
Um Merklisten nutzen zu können, müssen Sie sich zunächst anmelden.
a) Verzeichnis der Objekte, die gemäß herzoglichem Dekret vom 28. Februar 1783 aus der Rumpelkammer auf dem Prinzenbau in die Hausschneiderei abgegeben wurden (Nr. 25 der Sturzrelation, vgl. A 20 a Bü 133 Nr. 2):
- 17 "schlechte" Gemälde aus dem Nürtinger Schloss;
- bemalte Kübel für die Weinlese;
- Tische und Tischteile aus Holz;
- ein beschädigtes Theatermodell;
- beschädigte Springbrunnen bzw. Wasserpumpen;
- Gemälderahmen;
- ein Schrank ("Repositorium") ohne Türen;
- ein Kupferstich.
Übereinstimmungen mit älteren Verzeichnissen:
- Hauptinventar von 1785/92 (A 20 a Bü 130, fol. 246r-247r, jeweils Einträge mit Vermerk: "sind dem Hausschneider Wolf übergeben worden").
Übereinstimmungen mit späteren Verzeichnissen:
- Inventar der Hausschneiderei (nicht in Bestand A 20 a überliefert), fol. 171r-v.
b) Beilage ("Nr. 62"): Die Mitglieder der Hofsturzdeputation (Johann Friedrich) Kauffmann und (Christian Wilhelm) Flattich setzen den Aufseher der Kunstkammer, Antiquar Johann Friedrich Vischer, am 6. März 1783 darüber in Kenntnis, dass laut herzoglichem Dekret vom 28. Februar die auf der Rumpelkammer im Prinzenbau gelagerten Möbel nebst einigen anderen Stücken gegen Quittung an den Hofschneider Wolf abgegeben, die übrigen dort verwahrten Stücke jedoch an einen anderen Ort umgelagert und dort bis zu einem eventuellen späteren Verkauf aufbewahrt werden sollen.
2 Schr. gebunden
Archivale
Flattich, Christian Wilhelm; Hof- und Domänenrat, Rentkammerrat und Kastkeller
Kauffmann, Johann Friedrich; Regierungsrat
Vischer, Johann Friedrich; Professor
Wolf, Hausschneider
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.