Vorortsarchiv Worzeldorf (Bestand)
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C 10/33
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Das im Süden Nürnbergs gelegene kleine Straßendorf gehörte 1250 den Nürnberger Burggrafen. Kaiser Ludwig IV. verpfändete das Reichsdorf an den Nürnberger Patrizier Konrad Groß, der es 1345 dem Kloster Pillenreuth schenkte. Nach dem Tod der letzten Nonne 1591 fiel das gesamte Klostergut mit Worzeldorf. an die Reichsstadt Nürnberg. Das Hochgericht wurde vom ansbachischen Oberamt Schwabach (Richteramt Kornburg) ausgeübt, die Kirchenhoheit lag bei der Pfarrei Kornburg.1792 fiel der Ort an Preußen okkupiert (Justizkammeramt Schwabach) und gelangte 1806 an Bayern (Landgerichtsbezirk Nürnberg). 1808 wurde er mit Gaulnhofen, Herpersdorf, Holsteinbruch, Königshof, Pillenreuth und Weiherhaus zu einem Steuerdistrikt und 1818 zur Gemeinde Worzeldorf zusammengeschlossen. Die Eingemeindung nach Nürnberg erfolgte 1972.Das Gemeindearchiv wurde 1953 vom damaligen Kreisarchivpfleger in Anlehnung an die Hauptgruppen des Bayerischen Einheitsaktenplans verzeichnet und 1972 vom StadtAN übernommen. Der Bestand beinhaltet Unterlagen über nahezu sämtliche, von der Gemeindeverwaltung wahrgenommenen Aufgaben und Gegenstände, von der allgemeinen Verwaltung und Verfassung über die Vermögensverwaltung, Polizeiverwaltung, Bau-, Kirchen-, Schul-, und Gebietsverwaltung bis hin zu Bürgerangelegenheiten, Gewerbe- und Industriesachen sowie Armenpflege vor allem vom Ende des 19. und der ersten Hälfte des 20. Jh.2006 wurde der Bestand revisioniert und technisch aufgearbeitet, gleichzeitig erfolgte die Erfassung in der FAUST Beständedatenbank mit Verschlagwortung und Bestimmung des Umfangs, Eliminierung alpha-numerischer Einheiten und Erschließung der Rechnungsfaszikel mit Einzelnummern. Einzelne Aken unterliegen den Schutzfristen des Bayerischen Archivgesetzes.
lfd. Meter: 9,50; Einheiten: 608
Bestand
Deutsch
Ansbach
Armenpflege
Bauverwaltung
Bayern
Bürgerangelegenheiten
Archive der _eingemeindeten Vororte (Einzelbestände)
Gaulnhofen
Gebietsverwaltung
Gemeindeverwaltung
Gewerbesachen
Herpersdorf
Holsteinbruch
Kirchenverwaltung
Königshof
Kornburg
Pillenreuth
Polizeiverwaltung
Preußen
Schulverwaltung
Schwabach
Vermögensverwaltung
Vorortsarchive (Einzelbestände)
Weiherhaus
Worzeldorf, Vorortsarchiv (Einzelbestand)
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 11:18 MESZ