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Bec Stadt U Stadt Beckum Urkunden Stadt Beckum Urkunden
Stadt Beckum Urkunden
1458 Juli 14
Regest: Vor Johan Kuthol [1], Richter zu Beckum (Bechem) des Johan, Bischofs zu Münster, Pfalzgraf beim Rhein und Herzog in Bayern, erscheinen Johan de Smet und Herman Kolthus, Verwahrer der Armen im Großen Hospital, und beantragen die Einsetzung in die wüste Stätte, genannt Winoltsstede van Dagehusen in Beckum neben Hinrik Wernikens Haus. Der Gerichtsdiener hatte dreimal die Stätte beschlagnahmt: am 20. März 1458 (maendages na deme sundage Judica) mit Hinrik Wernike und Hinrik Stoverman, am 26. April 1458 (donnerstages na deme sundage Jubilate) mit Johannes Wineke und Hinrik Wernike und am 9. Mai 1458 (des dinxedages na Vocem Jocunditatis) mit Gert Durkop, Godeke Top, Hinrik de Heseler und Arnt Nanone. Am 6. Juli 1458 (des dinxedages na sunte Olderich) wurde diese vor Gericht in Gegenwart von Herman Portener, Hinrik Werniken und Herman Lilie de junge aufgeboten. Das große Hospital beansprucht aus der Stätte eine erbliche jährliche Rente von 2 Schilling, die bereits mehr als 50 Jahre nicht mehr bezahlt wurde. Der Richter siegelt. Zeugen: Godeke Top, Johan Brocksmet de junge, Johan Eversberg, Johan Smerbrock als Standgenossen des Gerichts.
Ausfertigung, Pergament 30 x 16 cm; anhängendes Siegel des Richters, Umschrift: S. JOHAN KUTHOL. Bild: dreiblättriges Kleeblatt im Schild, oben rechts und links und unten je ein einblättriges Blatt. Rückseite: Signaturen:
Kreisarchiv Warendorf, Stadt Beckum U 64
[1] = Kuthol von gleicher Hand nachgetragen.
Urkunden
feria sexta proxima post festum Margarete virginis
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.