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Religionsstreitigkeiten im Fürstentum Nassau-Siegen
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Fürstentum Siegen, Landesarchiv - Akten >> 8. Kirchenangelegenheiten >> 8.5. Verschiedene Kirchenangelegenheiten (Rechtsstreitigkeiten, Belehnung von Kirchengütern)
1651
Enthaeltvermerke: Enthält u.a.: Korrespondenzen der evangelischen Fürsten zu Nassau-Hadamar, Nassau-Siegen und Nassau-Dillenburg wegen der Erbhuldigung in Nassau-Siegen und wegen der Wiedereinführung der dortigen Kirchen- und Schulzustände zum Zeitpunkt des 01.01.1624, Notarielle Beglaubigung betreffend die Umwerfung eines Altars in der St. Johannis-Kirche zu Siegen und einen Stich in das Bildnis Unser Lieben Frauen (07.01.1651); Notarielle Beglaubigung betreffend das Erscheinen von Soldaten mit brennenden Lunten im Nassauischen Hof zu Siegen (08.01.1651); Suppliken von Siegener Bürgern an Fürstin Ernestine zu Nassau-Siegen in Religionsangelegenheiten; Ausschluss aller Jesuiten von den Schulen und von den Messen in den katholischen Kirchen in Nassau-Siegen; Beschwerden der Fürstin Ernestine zu Nassau-Siegen beim Mainzer Kurfürsten über Störungen der katholischen Religionsausübung in Nassau-Siegen; Abriss von Altären, Taufsteinen und Bildern in den Kirchen zu Netphen, Irmgarteichen, Wilnsdorf und Rödgen auf Befehl des Grafen Heinrich zu Nassau-Siegen und Einrichtung der Kirchen für die Reformierten; Wiedereinführung der evangelischen Religion in Nassau-Siegen; Taufen katholischer Kinder auf dem Schloss zu Siegen durch Jesuitenpater; Abschriften kaiserlicher Schreiben an den Mainzer Kurfürsten und an den Grafen zu Hanau als kaiserlicher Kommissar wegen der Religionsstreitigkeiten in Nassau-Siegen; Bekanntgabe einer kaiserlichen Zitation wegen entstandener Tumulte reformierter Bürger in Nassau-Siegen; Suppliken der katholischen Fürsten zu Nassau-Siegen an den Kaiser nebst beiliegenden notariellen Beglaubigungen von Eingriffen in katholische Religionsgebräuche durch die evangelischen Fürsten zu Nassau. Korrespondenten u.a.: Ludwig Heinrich Graf zu Nassau-Dillenburg, Notar Johann Gerson, Johann Jacob Oppenheimer (Siegen), Johann Henrich Glandorf (Siegen), Johann Christoph Knittel (Siegen), W. R. Kämmerer von Worms genannt Dalberg (Siegen), Johann Ludwig Fürst zu Nassau-Hadamar, Heinrich Graf zu Nassau-Siegen, Ernestine Fürstin zu Nassau-Siegen, Notar Johann Krengell, Rat und Rentmeister Johann Becker (Siegen), Rudolph Hummel (Siegen), Kanzler Jodocus Faber (Hadamar), Dr. Ludwig von Höringk (Mainz); Johann Franz Desideratus Graf zu Nassau-Siegen, Johann Wittwack (Siegen), J. J. Dornberger (Siegen), Notar Johann Philipp Eiershausen, Kurfürst Johann Philipp von Schönborn (Mainz).
150 Bl.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.