Auf unserer Webseite werden neben den technisch erforderlichen Cookies noch Cookies zur statistischen Auswertung gesetzt. Sie können die Website auch ohne diese Cookies nutzen. Durch Klicken auf „Ich stimme zu“ erklären Sie sich einverstanden, dass wir Cookies zu Analyse-Zwecken setzen. Sie können Ihre Cookie-Einstellungen hier einsehen und ändern.
Bestandsbeschreibung: Manuskripte der Familien Droste-Hülshoff, Laßberg, Haxthausen und Umkreis; entsprechende Korrespondenzen, Urkunden, Sammlungsstücke, Bildmaterialien; Anreicherung aus dem Archiv Stapel, Vereinigte Westfälische Adelsarchive (v. a. Unterlagen zur Droste-Stapelschen Familienstiftung)
Form und Inhalt: Der Sammlungsbestand Droste-Hülshoff, Laßberg und Umkreis, bis zur Übergabe verwahrt auf Haus Stapel, wurde aufgrund eines Depositalvertrages als Bestand 1053 in das Westfälische Literaturarchiv im LWL-Archivamt für Westfalen übernommen. Die Sammlung umfasst 218 Verzeichnungseinheiten mit Unterlagen von 1628-1972. Der Bestand ist benutzbar im Lesesaal des LWL-Archivamtes und zu bestellen bzw. zu zitieren als: Westfälisches Literaturarchiv im LWL-Archivamt für Westfalen (WLA), Bestand 1053/Nr. [...].
1. Anmerkungen zum Sammlungsbestand
Der Sammlungsbestand aus Haus Stapel - ein Besitz der münsterischen Erbmännerfamilie Kerckerinck, der 1880 an eine jüngere Linie der Familie Droste-Hülshoff fiel - umfasst Überlieferungen der Familien Droste-Hülshoff, Laßberg, Haxthausen sowie von Freunden und Verwandten im Umkreis, die vom Stapelschen Hausherrn Clemens von Droste-Hülshoff (1837 - 1919) und seinen unverheirateten Töchtern, vor allem von Cäcilie von Droste-Hülshoff sowie von ihren Schwestern Paula und Berta zusammengetragen und geordnet worden sind. (Bis zum Verkauf 1967 wurde auch die Überlieferung aus dem Meersburger Nachlass der Droste geschlossen auf Haus Stapel aufbewahrt und von Cäcilie, Paula und Berta von Droste-Hülshoff betreut; vgl. die Unterlagen zur Droste-Stapelschen Familienstiftung, 1053/203-216).
Bei den Korrespondenzen wurde die Sammlungen durch Ankäufe und Schenkungen erweitert (Autographensammlung der Familie, Bestand WLA 1030 und WLA 1053/185-191); dies betraf vor allem auch den bedeutenden Briefbestand Joseph von Laßbergs, der bis zum Tod seiner Tochter Hildegard von Laßberg, 1914, geschlossen auf der Meersburg aufbewahrt und Anfang 1915 versteigert wurde, nachdem Hildegard von Laßberg ohne Testament verstorben und durch die kriegsbedingten Schwierigkeiten eine übereilte Erbschaftsregelung herbeigeführt worden war.
2. Bestandsstruktur und Bearbeitung
Der Bestand ist klassifiziert nach:
- 01. Manuskripte der Familien Droste-Hülshoff, Laßberg und Umkreis; u. a.: Tagebücher Jenny von Laßbergs geb. von Droste-Hülshoff; Konvolute von Handschriften und Abschriften Joseph von Laßbergs; Handschriften der Familie von Haxthausen und Anverwandter; Handschriften der Familie von Laßberg, vor allem Aufzeichnungen und Tagebücher der Laßberg-Töchter Hildegard und Hildegunde;
- 02. Korrespondenzen der Familien Droste-Hülshoff, Laßberg und Umkreis; u. a.: Jenny von Laßberg geb. von Droste-Hülshoff mit Joseph von Laßberg; Joseph von Laßberg mit den Familien Droste-Hülshoff, Laßberg, Haxthausen; Jenny von Laßberg mit Wilhelm Grimm, den Verwandten von Haxthausen, den Töchtern Hildegard und Hildegunde; Therese von Droste-Hülshoff geb. von Haxthausen mit ihren Töchtern Jenny und Annette, den Geschwistern von Haxthausen; Briefe verschiedener Absender an Annette von Droste-Hülshoff [Abdruck in der Historisch-kritischen Droste-Werkausgabe]; Briefe u. a. von Karl Egon II. von Fürstenberg und Sixt von Armin an Joseph von Laßberg; Korrespondenz von Cäcilie und Paula von Droste-Hülshoff zu Nachlassbesitz Joseph und Hildegunde von Laßbergs sowie zu Anfragen und Forschung zur Droste;
- 03. Urkunden; darunter der Kaufbrief für den Erwerb des "Fürstenhäusle" mit dazugehörigem Weinberg durch die Droste;
- 04. Sammlungsstücke; u. a.: von Joseph von Laßberg; Werner von Droste-Hülshoff; Pauline von Mallinckrodt; Autographen-Sammlung der Familie Droste-Hülshoff; Widmungsgedichte, Nachrufe, Devotionalien der Droste; vermischte Sammlungen der Familien Droste-Hülshoff, Laßberg und Haxthausen ("Verschiedenes in Stapel");
- 05. Bildmaterialien; u. a.: Porträtfotografien bzw. Daguerreotypien Familien Droste-Hülshoff, Laßberg, Haxthausen und Umkreis; Ansichten von Landschaften und Wohnstätten der Familien (Fotografien, Drucke, Zeichnungen, Aquarelle); Scherenschnitte; Mal- und Skizzenbücher (von Jenny und Hildegunde von Laßberg); Alben mit Porträtfotografien;
- 06. Anreicherung aus dem Archiv Stapel, Vereinigte Westfälische Adelsarchive; v. a.: Akten zur Droste-Stapelschen Familienstiftung (testamentarisch begründet von Hildegunde von Laßberg; neben dem Stiftungszweck - jährliche Präbenden für die unverheirateten Töchter der Familie - wichtig für die Sicherung des Meersburger Nachlasses der Droste, der in die Familienstiftung überführt wurde).
3. Literaturhinweise
Geschichte und Katalog des Droste-Nachlasses in: Bodo Plachta: Der handschriftliche Nachlaß der Annette von Droste-Hülshoff. Bern [u. a.]: Verlag Peter Lang, 1988 (Arbeiten zur Editionswissenschaft ; Bd. 1);
zur Bibliothek und Handschriftensammlung Joseph von Laßbergs u. a.: Joseph Freiherr von Laßberg (1770 - 1855) und seine Bibliothek. Begleitbuch zur Ausstellung vom 17. Februar bis 12. April 2001 in der Badischen Landesbibliothek. Hrsg. von Ute Obhof unter Mitarbeit von Rainer Fürst et al. Karlsruhe: Badische Landesbibliothek, 2001 [die 1853 von Laßberg der Fürstlich Fürstenbergischen Hofbibliothek in Donaueschingen übereignete Bibliothek und Handschriftensammlung wurde 1999 zum Verkauf angeboten; mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg konnten ein umfangreicher Buchbestand sowie wertvolle Handschriften, darunter das Nibelungenlied C, für die Badische Landesbibliothek erworben werden];
Abdruck von Briefen an die Droste aus dem Familienarchiv Haus Stapel (Sammlungsbestand 1053) in der Werkausgabe: Annette von Droste-Hülshoff. Historisch-kritische Ausgabe. Werke, Briefwechsel. 14 Bde in 28. Hrsg. von Winfried Woesler. Tübingen: Niemeyer, 1978-2000
Weitere Archivalien im Westfälischen Literaturarchiv zu Annette von Droste-Hülshoff befinden sich in den Beständen1030, 1063 und 1064.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.