Fürstentum Ansbach, Freiherrlich von Falkenhausen'sche Kuratel (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
Fürstentum Ansbach, Freiherrlich von Falkenhausen'sche Kuratel Fürstentum Ansbach, Freiherrlich Falkenhausen'sche Kuratel
Staatsarchiv Nürnberg (Archivtektonik) >> Beständetektonik des Staatsarchivs Nürnberg >> I. Altbestände (Territorien und Institutionen des Alten Reichs) >> Fürstentum Ansbach >> Fürstentum Ansbach, Zentralbehörden (mit Deputationen und auswärtigen Gesandtschaften)
1734 - 1754
Vorwort: Der Bestand behandelt die am 3. Februar 1747 angeordnete Kuratel (d. h. zeitlich und sachlich begrenzte Vermögens- und/oder Personensorge für beschränkt geschäftsfähige Personen) über die freiherrliche Familie von Falkenhausen während ihrer Minderjährigkeit, nach der Aufhebung der Kuratel (mit Datum vom 19. Januar 1750) die Administration über das Vermögen und die Güter. Die freiherrliche Familie von Falkenhausen entstammt der Ehe zur linken Hand des Markgrafen Carl Wilhelm Friedrich (1712-1757) mit Elisabeth Wünsch (1710-1757). Die jener Ehe entsprossenen Kinder wurden durch Kaiser Franz I. in den Freiherrnstand erhoben. Das hierbei verliehene Wappen zeigt auf gesenktem silbernem Balken sitzend einen golden bewehrten silbernen Falken mit roter Haube, goldenem Halsband und Kopfputz. Der Sohn Friedrich Karl (1734-1796) begründete die Linie zu Trautskirchen, der Sohn Friedrich Ferdinand Ludwig (1748-1811) die Linie zu Wald (bei Gunzenhausen). Als Kuratoren vornehmlich sind mehrere Personen genannt: An der Spitze standen die Adeligen Franz Bernhard v. Seckendorff (Oberhofmarschall), Christoph Ludwig v. Seckendorff (Minister) und Philipp Ludwig von Bobenhausen (Kammerherr), dann der Konsistorialpräsident Johann Friedrich v. Hutten, der Justizrat Kacob Karl Schegk und die Kammerräte Johann Ludwig Holfelder und Johann Christoph Hirsch. 1749 wurde der Geheime Rat Johann Michael Schaudi zum (Kon-) Kurator und nach Aufhebung derselben zum Administrator der Falkenhausen'schen Güter ernannt, ihm zur Seite stand bei der Administration der Hof- und Regierungsrat Christian Lorenz Rosa. Die Bezeichnung der aktenführenden Stelle war wechselnd. Es fand sich unter den Adressen vor allem die Bezeichnung "Freiherrlich Falkenhausische Curatel", aber auch für die spätere Zeit "hochfreiherrlich Falkenhausen'sche Administration" oder "Oberadministration". Der Bestandsname "Fm Ansbach, Freiherrlich v. Falkenhausen'sche Kuratel und Administration" ersetzt künftig den alten Bestandsnamen "Familie v. Falkenhausen, Akten und Urkunden", um der Verwechslung mit einem Adelsarchiv vorzubeugen. Die 1936 eingeführte Nummerierung wurde beibehalten. Eine inhaltliche Gliederung ist erst im Archiv vorgenommen worden, sie umfasst: 1. Familiensachen (Nr. 1-7). Enthalten sind u.a Akten über Sprachunterricht, Militärpatente, Reisen. 2. Erwerbung von Gütern (Nr. 8-19). Es handelt sich teilweise realisierte, teilweise nur projektierte Erwebungen verschiedener Rittergüter, die zur Aufnahme in die Fränkische Reichsritterschaft notwendig waren, bzw. Belehnung mit dem Ort Hausen. Ebenfalls hier enthalten ist das Teilungsprojekt unter den beiden Brüdern im Jahre 1754. 3. Vermögensverwaltung (Nr. 20-29. Die Vermögensverwaltung umfasst insbesondere die Rechnungslegung, aber auch die personelle Organisation der Kuratel bzw. Administration (siehe hierzu auch die "Urkunden"). 4. Urkunden (Nr. U 1-14). Hier sind insbesondere Ernennungsdekrete zu finden, eine inhaltliche Überschneidung mit 1-3 ist gegeben. 5. Briefe (Nr. U 15-31). Es handelt sich um private, meist in französischer Sprache verfasste Korrespondenz überwiegend von Mitgliedern der Familie v. Falkenhausen mit Markgraf Carl Wilhelm Friedrich. Ein Zusammenhang mit der Registratur der Falkenhausen'schen Kuratel ist nicht erkennbar (und im Fall von drei Briefen betr. die Familie v. Rieben auch unwahrscheinlich), die Briefe wurden dem Bestand nur hilfsweise angefügt. 6. Urkunden der Freiherren v. Falkenhausen (Depot) (Nr. U 32-34). Diese drei Urkunden wurden am 24. Juni 2007 anlässlich des Familientags Falkenhausen als Depot dem Staatsarchiv Nürnberg übergeben und aufgrund des engen Zusammenhangs diesem Bestand angegliedert. Es handelt sich die zentralen Urkunden zur "Etablierung" der Familie v. Falkenhausen (Ehelichkeitserklärung, Freiherrendiplom mit Wappenverleihung, Immatrikulation im Ritterkanton Altmühl). Die Akten wurden vom Oberlandesgericht Nürnberg 1881 an das k. Allgemeine Reichsarchiv (später das Bayerische Hauptstaatsarchiv) nach München und von dort 1936 an das Staatsarchiv Nürnberg abgegeben. Die inhaltlich mit den Akten eng verbundenen Urkunden sowie mehrere Briefe wurden ebenfalls von München 1936 nach Nürnberg abgegeben, ihr Weg in das Bayerische Hauptstaatsarchiv kann nicht mehr nachvollzogen werden. Vor allem die Briefe waren aus dem Bestand auszuscheiden, da sie fast ausschließlich an den Markgrafen adressiert waren. Wichtiger Hinweis: Der vorliegende Bestand darf nicht verwechselt werden mit dem Bestand "Geheimes Archiv Ansbach: Geheimer Behälter, Falkenhausen" (Rep. 108), der inhaltlich ergänzend heranzuziehen ist.
Fürstentum Ansbach, Freiherrlich Falkenhausen'sche Kuratel
29
Bestand
Akten
ger
Ergänzende Hinweise: in EDV komplett erfasst; Online-Findmittel in Bearbeitung
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 09:30 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Staatsarchiv Nürnberg (Archivtektonik)
- Beständetektonik des Staatsarchivs Nürnberg (Tektonik)
- I. Altbestände (Territorien und Institutionen des Alten Reichs) (Tektonik)
- Fürstentum Ansbach (Tektonik)
- Fürstentum Ansbach, Zentralbehörden (mit Deputationen und auswärtigen Gesandtschaften) (Tektonik)
- Fürstentum Ansbach, Freiherrlich von Falkenhausen'sche Kuratel (Bestand)