Enthaeltvermerke: Kläger: Marsilius Ferdinand von Streithagen, arme Partei; seit 1777 Witwe Anna Maria von Streithagen geb. Essers Beklagter: Johann Andreas de St. Remy, auf Haus Biesen, und Konsorten nämlich Wilhelm Gerard von Ottegraven, Lieutenant Heinrich Matthias Ottegraven, beide auf Haus Mittelursfeld im Ländchen von der Heyden; Adam Balduin Bouget (ist bei Zustellung der Ladung verstorben, es ist strittig, ob die Ladung der Witwe des Bürgermeisters de Fays, Aachen, die Haus Ober Ursfeld gekauft hatte, oder seinem Bruder Heinrich Franz Bouget, Aachen, zugestellt werden soll); 1777 wurden ad reassumendum geladen der kurpfälzische Obrist St. Remy, Düsseldorf; Freiherr (Ferdinand) von Geyr zu Schweppenburg, Köln (namens seiner Frau von Fays) Prokuratoren (Kl.): Dr. Philipp Ludwig Meckel 1729 - Subst.: Dr. Christian Hartman von Gülich - Dr. Franz Karl von Sachs 1777 - Subst.: Dr. Kaspar Friedrich Hofmann Prokuratoren (Bekl.): für von Ottegraven: Dr. Johann Wilhelm Ludolf 1729 - Subst.: Dr. Johann Ludwig Pfeiffer - Dr. Gress (1777) Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Kurkölnische Mannkammer zu Heerlen - 2. Zur kurkölnischen Hof- und Regierungskanzlei zu Bonn verordnete Kanzler und Räte - 3. RKG 1729 - 1786 (1620 - 1778) Beweismittel: Acta priora (Q 14), bestehend aus den Akten eines Verfahrens Streithagen ./. St. Remy und Bouget als Mandatar des Deutschordens vor der Mannkammer zu Heerlen 1709 - 1712 (Bl. 1 - 56), eines eben dort geführten Verfahrens Streithagen ./. Wilhelm Gerard Ottograven 1709 - 1713 (Bl. 57 - 99), eines auf Gesuch Streithagens gegen den drohenden Verkauf des Lehensgutes eingeleiteten, dann als Appellationsverfahren geführten Verfahrens vor dem administrierenden Domkapitel 1712 - 1727 (Bl. 100 - 190) und eines weiteren, nach erfolgtem Verkauf eingeleiteten Verfahrens 1714 - 1729 (Bl. 191 - 232). Extrakt aus dem Register der kurkölnischen Mannkammer zu Heerlen, niederländisch (Q 6), deutsche Übersetzung (Q 7). Armutszeugnis des Pastors von St. Aposteln, Köln, für Marsilius Ferdinand Streithagen, 1710 (Q 8). Notarielles Instrument über die letztwillige Verfügung des Balthasar von Streithagen zu Ursfeld, in der er u. a. die Legitimation seines Sohnes Balthasar Streithagen, derzeit Kornelimünster, widerruft, 1634 (Q 21). Verzicht des Balthasar Streithagen für sich, seine Frau Johanna Heuggens und eventuelle Kinder auf alle Ansprüche, die sich aus seiner Legitimerklärung ergeben könnten, 1620 (Q 22). Notarielles Instrument mit dem Widerruf des Balthasar (d. Ä.) von Streithagen über eine vor Jahren zugunsten seines illegitimen Sohnes Balthasar erfolgte Legitimerklärung, zugunsten seiner inzwischen geborenen ehelichen Tochter Anna Maria, 1643 (Q 23). Notarielles Instrument einer Zeugenbefragung, 1719 (Q 26). (Farbige) Kopie eines in der Kirche zu Richterich befindlichen Totenschildes des Balthasar Judenkop von Streithagen zu Ursfeld (Q 32). Urkunde der Schöffen der Reichsherrschaft Schönau, daß im Gottesdienst für Anna Margaretha Judenkob von Streithagen ein Fürbittgebet erbeten wird (Q 33). Beschreibung: 3 Bde., 8,5 cm; Bd. 1: 27 Bl., geb.; Protokoll; Bd. 2: 4 cm, 232 Bl., geb.; Q 1 - 13, 15 - 43, 2 Beilagen; Bd. 3: 3,5 cm, 232 Bl., geb.; Q 14.