Nachlässe: Lehmann, Ernst, D., Pfarrer, und Kurt, D., Pfarrer; Faisst, Clara, Musikerin und Dichterin (Bestand)
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150.041.
Landeskirchliches Archiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Nachlässe
Lehmann, Ernst Josef (1861 - 1948)
1899 Vikar und Pfarrverweser in Wieblingen, Dossenbach, Mannheim und Hornberg; 1895 Stadtpfarrer in Hornberg; 1911 Pfarrer in der Lutherpfarrei Mannheim; 1931 in Ruhe; 1940 inhaftiert wegen "Vergehen gegen das Heimtückegesetz"
Enthält: Persönliches; Korrespondenzen; Predigten; Vorträge; Fotos; Drucksachen; Materialien zur Kirchenpolitik 1920 - ca. 1938 und zu seinen Haftaufenthalten (1885 und 1940)
Lehmann, Kurt Gustav Ernst (1892 - 1963), S. v. Ernst Josef L.
1920 Abschluss des Theologiestudiums mit Promotion an der Univ. Heidelberg; 1921 Pfarrer in Neuenweg; 1927 Pfarrer in der Südpfarrei Durlach; 1948 Pfarrer in der Lutherpfarrei Mannheim; 1959 em.
Enthält: Persönliches; Korrespondenzen; Predigten; Vorträge; Fotos; Drucksachen; Materialien zur Kirchenpolitik 1920-ca. 1938 und zu seiner Zwangspensionierung (1935) und Rehabilitierung (2008)
Faisst, Clara (1872 - 1948)
Musikstudium in Berlin, u. a. bei Woldemar Bargiel, dem Stiefbruder von Clara Schumann, und Meisterschülerin bei Max Bruch. Ab 1901 wieder in Karlsruhe, wo sie als Pianistin und Komponistin wirkte. Sie blieb ledig und verdiente ihren Lebensunterhalt mit Unterrichten und Konzerten. Zu ihrem großen Freundeskreis gehörte u.a. Albert Schweitzer. Ihre Vokal- und Instrumentalwerke wurden in Karlsruhe öffentlich aufgeführt, vieles ist auch gedruckt worden. Besonders zahlreich entstanden Lieder, zum Teil auch auf eigene Texte. Besonders wichtig waren ihre künstlerischen Auftritte, die regelmäßig in ihrer Wohnung stattfanden - vor allem während des Zweiten Weltkriegs und danach, als das öffentliche kulturelle Leben in Karlsruhe nahezu zum Erliegen gekommen war.
Schwägerin v. Ernst Lehmann sowie Schwester des Pfarrers Rudolf Faisst, dessen Nachlaß sich ebenfalls im Landeskirchlichen Archiv befindet (150.093)
Enthält: Persönliches (Tagebücher, Gedichte, Texte etc.); Korrespondenzen; Fotos; Werke (teilw. gedruckt)
Findmittel: AUGIAS
Umfang: 1,6 lfde. Meter, 2 Mappen A 1 (Planschrank Neubau) (zus. mit Kurt L. und Clara Faisst); Fotos in Abt. 154, Bilder und Fotos, aufgenommen
Laufzeit: 1880 - 2011
Benutzbarkeit: eingeschränkt
1899 Vikar und Pfarrverweser in Wieblingen, Dossenbach, Mannheim und Hornberg; 1895 Stadtpfarrer in Hornberg; 1911 Pfarrer in der Lutherpfarrei Mannheim; 1931 in Ruhe; 1940 inhaftiert wegen "Vergehen gegen das Heimtückegesetz"
Enthält: Persönliches; Korrespondenzen; Predigten; Vorträge; Fotos; Drucksachen; Materialien zur Kirchenpolitik 1920 - ca. 1938 und zu seinen Haftaufenthalten (1885 und 1940)
Lehmann, Kurt Gustav Ernst (1892 - 1963), S. v. Ernst Josef L.
1920 Abschluss des Theologiestudiums mit Promotion an der Univ. Heidelberg; 1921 Pfarrer in Neuenweg; 1927 Pfarrer in der Südpfarrei Durlach; 1948 Pfarrer in der Lutherpfarrei Mannheim; 1959 em.
Enthält: Persönliches; Korrespondenzen; Predigten; Vorträge; Fotos; Drucksachen; Materialien zur Kirchenpolitik 1920-ca. 1938 und zu seiner Zwangspensionierung (1935) und Rehabilitierung (2008)
Faisst, Clara (1872 - 1948)
Musikstudium in Berlin, u. a. bei Woldemar Bargiel, dem Stiefbruder von Clara Schumann, und Meisterschülerin bei Max Bruch. Ab 1901 wieder in Karlsruhe, wo sie als Pianistin und Komponistin wirkte. Sie blieb ledig und verdiente ihren Lebensunterhalt mit Unterrichten und Konzerten. Zu ihrem großen Freundeskreis gehörte u.a. Albert Schweitzer. Ihre Vokal- und Instrumentalwerke wurden in Karlsruhe öffentlich aufgeführt, vieles ist auch gedruckt worden. Besonders zahlreich entstanden Lieder, zum Teil auch auf eigene Texte. Besonders wichtig waren ihre künstlerischen Auftritte, die regelmäßig in ihrer Wohnung stattfanden - vor allem während des Zweiten Weltkriegs und danach, als das öffentliche kulturelle Leben in Karlsruhe nahezu zum Erliegen gekommen war.
Schwägerin v. Ernst Lehmann sowie Schwester des Pfarrers Rudolf Faisst, dessen Nachlaß sich ebenfalls im Landeskirchlichen Archiv befindet (150.093)
Enthält: Persönliches (Tagebücher, Gedichte, Texte etc.); Korrespondenzen; Fotos; Werke (teilw. gedruckt)
Findmittel: AUGIAS
Umfang: 1,6 lfde. Meter, 2 Mappen A 1 (Planschrank Neubau) (zus. mit Kurt L. und Clara Faisst); Fotos in Abt. 154, Bilder und Fotos, aufgenommen
Laufzeit: 1880 - 2011
Benutzbarkeit: eingeschränkt
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.06.2025, 10:08 MESZ