In addition to the technically required cookies, our website also uses cookies for statistical evaluation. You can also use the website without these cookies. By clicking on "I agree" you agree that we may set cookies for analysis purposes. You can see and change your cookie settings here.
Weimarische Zeitung, Nr. 36, 12.02.1869, S. 1f. weitere Rezension: Die Deutsche Schaubühne, Bd. 10 (1869), Heft 4, S. 107: „Herr Günther [Mortimer] zeigte sich […] als ein sehr verständiger und routinirter Schauspieler, der alle Momente auf die es ankommt, in’s rechte Licht zu setzen und für die matte Klangfarbe seines Organs durch die volle Beherrschung desselben, eine musterhaft deutliche Aussprache, und einen durchsichtig klaren, künstlerisch gegliederten Vortrag einigermaßen zu entschädigen wußte. Wie seinem Organ fehlte es aber auch seiner Darstellung zu sehr an jugendlicher Frische, als daß sein Engagement gerade für das jugendliche Helden- und Liebhaberfach, wie es das Bedürfnis unserer Bühne besonders im Tragischen erfordert, hätte ersprießlich sein können. […] In „Maria Stuart“ haben wir neben der relativ tüchtigen Leistung des Hrn. Günther als Mortimer die schon früher von uns nach Verdienst gewürdigte, jetzt aber noch bedeutend an künstlerischer Durchbildung gewachsene Darstellung der Maria und Elisabeth durch die Damen Charles und Hettstedt, sowie die treffliche erstmalige des Grafen Leicester und des Ritters Paulet durch die Herren Barnay und Donald hervorzuheben, während Cabus die imponirende staatsmännische Bedeutung des Lord Burleigh, den er an Stelle des beurlaubten Hrn. Lehfeld gab, bei Weitem nicht zu erschöpfen vermochte. Nicht unerwähnt bleiben darf die sorgsame und fein nüancirte charakteristische Darstellung des Davison durch Hrn. Podolsky, der mit künstlerischem Verständniß die bekannten Schwierigkeiten dieser heiklen Rolle nach allen Seiten aufs glücklichste zu überwinden wußte.“