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Früher ist durch Ritter Wilhelm von Bibra, Hans von Dörnberg (Doringenberg), Hofmeister, und Hermen Lugelin zu Alsfeld (Alßfeilt) ein Vertrag zwis...
Urkunden der Familie Riedesel v. Eisenbach >> 1451 - 1500
1486 Oktober 17
Ausfertigung, Pergament (27 x 41,5 cm) mit ursprünglich vier anhängenden Siegeln (1: zerbrochen, 2: stark beschädigt; 3: nur noch Reste; 4: fehlt)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: dinstag nehest nach Sanct Gallentag
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Früher ist durch Ritter Wilhelm von Bibra, Hans von Dörnberg (Doringenberg), Hofmeister, und Hermen Lugelin zu Alsfeld (Alßfeilt) ein Vertrag zwischen Herman [III.] Riedesel und den Brüdern Symon und Ludewig von Schlitz genannt von Görtz (Slitz, Gortz) gemacht worden, wonach unter anderem bestimmt wurde, das Herman Riedesel die Brüder zu ihrem Anteil des Gerichts Schlechtenwegen kommen lassen solle, wo ihre Eltern ihn vorher gehabt hätten, und das die zwei von Görtz Herman Rietesel 60 Silberlinge geben sollte für die Nahme, sie sie von Altenschlirf (Altenslriff) getan hätten. Dies beiden Stücke sind noch nicht ausgeführt wegen Gebrechen, die die Knechte beider Teile untereinander hatten. Nun haben Herman Lugelin, Volgprecht Schenk (Schengk), Albrecht von Trümbach (Drubenprach) und Bastian von Wildungen am 17 Oktober (uf heute dinstag nehest nach Sanct Gallen tag) zwischen beiden Teilen folgenden Vertrag geschlossen: 1) Herman Riedesel soll die Gebrüder Symon und Ludewig von Görtz zu dem vierten Teil des Gerichts zu Schlechtenwegen mit Gerichtshändeln, Lagern und was dazu gehört kommen lassen und ihnen das am 20. ("uff nehest komende Freytag") überantworten lassen. Die Männer des Gerichts sollen ihnen zu Gerechtigkeit verpflichtet sein. (2) Da die von Görtz bewiesen haben, das ihre Aeltern den von Eisenbach (Eysenbach) selig, ein Viertel an dem Gericht versetzt haben worüber sie den Reversbrief der von Eisenbach (Eysenbach) innehaben, soll ihnen die lösung vorbehalten sein. (3) Die 60 Silberlinge für die Nahme von Altenschlirf brauchen die von Görtz nicht zu geben. (4) Dagegen soll die Forderung, die die von Görtz an die Männer des Gerichts wegen Ungehorsams gestellt haben, absein. (5) Die Abnutzung in der verflossenen Zeit soll Herman Rietesel zugestehen. (6) "Umb den dodeslag, an Otwelder seligen begangen, sal der deter sich myt den erben der armen sele zu droste eyn zymlich besserung vertragen, und so der vortrag und dy besserung allso gescheen, ist Herman Rietesel des stucks auch zufrieden". (7) Wegen des Mannes zu Queck (Qweck) sollen Albrecht von Trümbach und Bastian von Wildungen bis zu den Cristheilgen Tagen Herman Rietesel und die Brüder von Görtz gütlich vertragen. (8) Wegen Melchior Kelner sollen Herman Lugelin und Albrecht von Trümbach (Drubenbach) einen Tag zwischen Herman Rietesel und ihm ansetzen, sie verhören und danach entscheiden.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: "Vertrag durch Schiedsfreunde zwischen Riedesell und Görtz über das Gericht Schlechtenwegen A(nno) 1486"
Vermerke (Urkunde): Siegler: Siegelankündigung: "Und myt unser obgeschrieben vier Scheitsfrunde angehangenden Ingesigeln besigelt" (die vier Schiedsfreunde) 1. Siegel: Herman Lugelin 2 Siegel: Volgprecht Schenk (Schengk) 3. Siegel: Albrecht von Trümbach (Drubenprach) 4. Siegel: Bastian von Wildungen
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Becker, Urkundenbuch, Nr. 1435
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BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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