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Stadt Warendorf Urkunden
1696 April 9
Regest: Bürgermeister und Rat der Stadt Warendorf verkaufen als Oberprovisoren der Kirchen, Schulen und Armenhäuser dem Bäcker Heinrich Leve einen Teil des hinter der Elende gelegenen Gehöfts und einen Weg von der am Freckenhorster Wall gelegenen Straße bis zum Hof des Leve, so groß, (die genauen Zahlen sind nicht angegeben und offengelassen), daß ein Fuhrwerk zu seinem an der Brüningbrede gelegenen Haus fahren kann. Der Platz soll von Leve abgezäunt und der Weg zum Wall mit einer verschließbaren Pforte versehen werden. Der Kaufpreis beträgt 150 Reichstaler, wovon Leve 50 Reichstaler sofort zahlt, die übrigen 100 Reichstaler werden von ihm jährlich verzinst.
Aufertigung - 2 Foliobogen. Sekretsiegel als Oblatendruck. Unterschrift des Hermann Consbruch. Darunter Vermerk von 1771 Oktober 13, daß die 50 Reichstaler wahrscheinlich nicht gezahlt wurden. Daher ist das Kapital von 150 Reichstaler von dem neuen Ankäufer Heinrich Anton Zurbonsen an die Elenden bezahlt worden. Alt: Abt. 2 F IV 2, jetzt A 1032.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.