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Neu einstudirt und in Scene gesetzt wurden […] „Das Urbild des Tartüffe“ […], „Ein Lustspiel“ […], beide vollendete Ensemblevorstellungen. In ihnen führte sich auf empfehlende Weise der zum Ersatz des Hrn. Grans […] bestimmte Hr. L’Hamé vom Hoftheater zu Mannheim als „Molière“ und „Musikdirektor Bergheim“ ein […]. Hr. L’Hamé zeigte den routinirten, von tüchtigen Mitteln, stattlicher Persönlichkeit, kräftigem sonoren Organ und – was wir ganz besonders anerkennen, weil es leider immer seltener auf der Bühne wird und doch gerade eine der Grundbedingungen für den Schauspieler ist – von musterhaft deutlicher und korrekter Aussprache unterstützten Darsteller. Nur möge er sich vor einer in der ruhigen Rede öfter hervortretenden Tendenz zu einer gewissen Breite des Vortrages hüten […]. […] Im „Lustspiel“ machte Frl. Sperber, eine Schülerin des Hrn. Grans, mit der „Ernestine“ ihren ersten theatralischen Versuch, der verhältnißmäßig so befriedigend ausfiel, daß die junge Dame für zweite und dritte Liebhaberinnen engagirt wurde. Hrn. Dessoir’s quiescirter „Gerichtsrath Brömser“ und „Lamoignon“ [in „Das Urbild des Tartufe“] waren tüchtige Charakterzeichnungen […].“