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Herman [III.] und Georg (Jorge) Riedesel (RytEsele), Gebrüder, Erbmarschalle zu Hessen, Kathryn, Hermans und Anna, Jorgen Hausfrauen, verkaufen e...
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Urkunden der Familie Riedesel v. Eisenbach >> 1451 - 1500
1468 März 12
Ausfertigung, Pergament (42,5 x 29,8 cm) mit ursprünglich sechs anhängenden Siegeln (1 mit verwittertem Siegelbild erhalten, 2-6 fehlen). Die Urkunde ist durch mehrere Schnitte ungültig (entwertet) gemacht worden.
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: uff Sonnabint nach Sontage Invocavit
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Herman [III.] und Georg (Jorge) Riedesel (RytEsele), Gebrüder, Erbmarschalle zu Hessen, Kathryn, Hermans und Anna, Jorgen Hausfrauen, verkaufen einen Zins von 32 rheinischen Silberlingen Frankfurter (Frangfurter) Währung von den 50 Silberlingen, die sie aus der Kellerei des Eberhard von Königstein, Herrn zu Eppstein (Kongsteyn, Epsteyn), zu Butzbach (Buczbach) auf Walpurgis auf Wiederkauf gekauft haben, für 500 rheinische Silberlinge auf Wiederkauf an den bescheidenen Anthonius Ort, Bürger zu Marburg (Marpurg), und seine ehelicher Hausfrau Grede. Bürgen: Curd von Viermünden (Viermyn), Curd von Ehringshausen (Iringßhusen) und Richard Zöllner (Zcolner), die Einlager versprechen mit einem Knecht und einem reißigen Pferd nach Marburg oder 6 Meilen darum in eine offene Herberge. Wenn die Bürger mit einreiten zögern, können die Gläubiger andere Güter der Verkäufer pfänden. Für wegfallende Bürgen sind innerhalb 14 Tagen neue zu stellen. Wiederkauf auch in Hälften gestattet. Bei Bezahlung der Königsteinischen Schuld ist die Hauptsumme zu erstatten.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: Herman und Georg Riedesel Geb(rüder) verkaufen dem Anthonius Orth zu Marburg 32 S(...) gefallen 1468"
Vermerke (Urkunde): Siegler: 1. Siegel: Hermann Riedesel 2. Siegel: Georg Riedesel 3. Siegel: Curd von Viermünden (Bürge) 4. Siegel: Curd von Ehringshausen (Bürge) 5. Siegel: Richard Zöllner (Bürge) 6. Siegel: Neithard von Buchenau für Kathrin und Anna Aussteller und Bürgen, für Kathhryn und Anna Nyhart von Buchenau (Buchenau)
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Becker, Urkundenbuch, Nr. 1045
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.