Abteilung Forschung und technische Entwicklung im ZK der SED
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Gliederung
BArch DY 30 Sozialistische Einheitspartei Deutschlands
Sozialistische Einheitspartei Deutschlands
In den 50er Jahren wurden Fragen der technologischen Forschung und Entwicklung zunächst vom Sektor Forschung und Technik der Abteilung Planung, Finanzen und technische Entwicklung und der Kommission technischer Fortschritt (Leiter: Fritz Selbmann, Sekretär: Gerhart Ziller) wahrgenommen. Anfang 1958 wurde die Arbeitsgruppe Forschung, technische Entwicklung und Investitionspolitik gebildet, aus der 1967 die selbständige wirtschaftspolitische Abteilung (1968-1971 Abteilung Forschung und Wissenschaftsorganisation) hervorging. Sie unterstand dem Sekretär der Wirtschaftskommission beim Politbüro (Günter Mittag, 1958-1961) und den Wirtschaftssekretären des ZK Erich Apel (1961-1963), Günter Mittag (1962-1973, 1976-1989), Werner Krolikowski (1973-1976) und Wolfgang Rauchfuß (Nov./Dez. 1989). Arbeitsgruppen- bzw. Abteilungsleiter war Hermann Pöschel (1958-1989), der zugleich Mitglied der Wirtschaftskommission beim Politbüro und Stellvertreter des Leiters des Büros für Industrie und Bauwesen war. Die Abteilung war für die Durchsetzung der Parteibeschlüsse in Bereichen der industriellen Grundlagenforschung, des Erfindungs- und Patentwesens, der Standardisierung, der technischen Überwachung, der Information und Dokumentation sowie für die Anleitung der nachgeordneten Parteiorgane in den Bezirks- und Kreisleitungen sowie Grundorganisationen zentraler wissenschaftlich-technischer Einrichtungen zuständig. Ab 1972 gliederte sie sich in die Sektoren Plan Wissenschaft und Technik sowie Grundfragen der Leitung und Organisation der wissenschaftlich-technischen Arbeit der Industrie. Bestandsbeschreibung: Der Teilbestand enthält u. a. Materialien über die Vorbereitung zentraler Parteiveranstaltungen, Arbeitspläne und -berichte der Abteilung, Ausarbeitungen, Seminarunterlagen zu den Themen Technologie, Automatisierung, Rationalisierung, die Erarbeitung der Pläne Wissenschaft und Technik, die Umsetzung der Parteibeschlüsse zum Neuen Ökonomischen System der Planung und Leitung der Volkswirtschaft, die Tätigkeit der für die wissenschaftlich-technische Forschung und Entwicklung zuständigen staatlichen und gesellschaftlichen Einrichtungen und ihrer Organe (z. B. Volkswirtschaftsrat, Staatliche Plankommission, Ministerium für Wissenschaft und Technik, Amt für Standardisierung, Messwesen und Warenprüfung, Kammer der Technik, Forschungsrat der DDR und Institute der Akademie der Wissenschaften), Informationen zur Forschung und Anwendung neuer Technologien u. a. in den Bereichen Kernforschung, Elektronik/Elektrotechnik, Medizin- und Optotechnik, Unterlagen über die Aus- und Weiterbildung, die Entwicklung eines einheitlichen Systems in der Information, Dokumentation und Standardisierung, Dokumente zur Vorbereitung der Leipziger Messe, zur Zusammenarbeit mit Ländern des Rates für Gegenseitige Wirtschaftshilfe und zur Tätigkeit in internationalen Organisationen. Ergänzende Materialien befinden sich in den Teilbeständen der Sekretäre für Wirtschaft Büro Apel, Büro Mittag, Büro Krolikowski, des Weiteren der Wirtschaftskommission beim Politbüro, dem Büro für Industrie und Bauwesen, der Abteilung Planung und Finanzen, der Abteilung Maschinenbau und Metallurgie, der Abteilung Sozialistische Wirtschaftsführung und der Arbeitsgruppe Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe. 15,5 lfm, (teilweise Filme), 1957-1989
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 12:05 MESZ