Erbteil Arnolds, des einzigen noch lebenden Sohnes des jül. Landdrosten und Amtmanns zu Nideggen und Schönforst, Werner Herr zu Binsfeld und Wijlre, aus dessen 2. Ehe mit Anna von Eller zu Vogelsang. Arnolds Forderung nach dem ihm von Konrad vorenthaltenen Erbteil stützte sich auf Werners Testament von 1557 (Bd. II Bl. 131-134) und betraf alle Güter, die dieser während seiner 2. Ehe besessen oder erworben hatte, unter anderem die teilweise in Renten angelegten 1023 Goldgulden Heiratsgut seiner Mutter, den Anteil seines Vaters an dem Sterbfall Jakobs von Binsfeld (vgl. RKG 497 (B 1226/4292)), von Konrad zu erstattende Kosten für den von Werner während seiner 2. Ehe durchgeführten Wiederaufbau der Schlösser Schönforst und Binsfeld, die 1542 zerstört worden waren, in Höhe von 6000 und 8000 Goldgulden. Konrad, der Sohn Werners aus dessen 1. Ehe mit Agnes von Nesselrode, lehnte diese Forderungen unter Berufung auf ein früheres Testament von 1557 (II 128-131; 145-150) ab.
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Erbteil Arnolds, des einzigen noch lebenden Sohnes des jül. Landdrosten und Amtmanns zu Nideggen und Schönforst, Werner Herr zu Binsfeld und Wijlre, aus dessen 2. Ehe mit Anna von Eller zu Vogelsang. Arnolds Forderung nach dem ihm von Konrad vorenthaltenen Erbteil stützte sich auf Werners Testament von 1557 (Bd. II Bl. 131-134) und betraf alle Güter, die dieser während seiner 2. Ehe besessen oder erworben hatte, unter anderem die teilweise in Renten angelegten 1023 Goldgulden Heiratsgut seiner Mutter, den Anteil seines Vaters an dem Sterbfall Jakobs von Binsfeld (vgl. RKG 497 (B 1226/4292)), von Konrad zu erstattende Kosten für den von Werner während seiner 2. Ehe durchgeführten Wiederaufbau der Schlösser Schönforst und Binsfeld, die 1542 zerstört worden waren, in Höhe von 6000 und 8000 Goldgulden. Konrad, der Sohn Werners aus dessen 1. Ehe mit Agnes von Nesselrode, lehnte diese Forderungen unter Berufung auf ein früheres Testament von 1557 (II 128-131; 145-150) ab.
AA 0627, 498 - B 1227/4293
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1562-1572 (1282-1569)
Enthaeltvermerke: Kläger: Arnold von Binsfeld (später zu Nideggen) und bis Juli 1562 (Ende der Vormundschaft ?) sein Vetter und Vormund Heinrich von Binsfeld, Herr zu Merzenich, (Kl.: Arnold und seine Vormünder) Beklagter: Arnolds Halbbruder Konrad (Con, Coin) Herr zu Binsfeld, Wijlre und Gartzem (Gertzen, Gartzen), (Bekl.) Prokuratoren (Kl.): Dr. David Capito 1562 - Dr. Alexander Rebsteck - Dr. Christoph Rebsteck - Dr. David Capito 1562 Prokuratoren (Bekl.): Johann Portius 1562 - Alexander Rebsteck - Laurentius Wilthelm - Ludwig Stahel - Dr. Alexander Reiffsteck 1568 Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Herzog Wilhelm von Jülich bzw. seine Räte, extrajudizial 1560-1561 - 2. RKG 1562-1572 (1282-1569) Beweismittel: Bd. 1: Peter Römer, Schultheiß zu Jülich, und Helger von Düren, Schöffe zu Jülich, haben Werner von Binsfeld am 20. März 1557 einen Testamentsentwurf vorgelegt (15f.). Durch seinen Beichtvater Johann Kahl, Kanoniker zu Nideggen, hat Werner am 25. März 1557 sein Testament aufsetzen lassen, in Gegenwart seiner Kinder aus beiden Ehen und des Euskirchener Schultheißen Peter von Gülich (16-18). Anspruch Arnolds auf die nivellischen Güter, die Werner durch Vertrag vom 9. Juli 1550 (Bd. II Bl. 139-145), an sich gebracht hatte, nämlich das Schultheißenamt zu Binsfeld, den großen und kleinen Zehnt und das Patronat ebenda (21). Bd. 2: Auszüge aus 3 Schuldreversen des Herzogs Johann, ältesten Sohns von Kleve, aus den Jahren 1518, 1519 und 1541 (105f.). Streit der Äbtissin von Nivelles, Guillermain de Frankenberg, mit den Erben Werners von Binsfeld (gest. 1490), 1492ff., vor dem köln. Offizial (106-113). Durch den Kölner Offizial Dr. Kaspar Gropper vermittelter Vergleich in Sachen Nivelles ./. Binsfeld, 1550 (113-116). Zeugenverhör durch die jül. Räte am 29. Okt. 1561 betr. das Testament Werners(116-28). Beschreibung: 2 Bde., 6 cm; Bd. 1: 2,5 cm, 68 Bl., lose; Q 1-13, 15, Q 10 fälschlich als Q 2 gezeichnet; Bd. 2: 3,5 cm, 167 Bl., geb.; Q 14.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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11.05.2026, 9:32 AM CEST
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- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Archival tectonics)
- 1.4. Reichsbehörden (Archival tectonics)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Archival tectonics)
- Reichskammergericht AA 0627 (Archival tectonics)
- Reichskammergericht, Teil I: A-B (Archival holding)
- 2. Buchstabe B (Classification)