Friedrich Quittenbaum (Qwodenbau/e/m) verkauft dem Aschaffenburger Bürger Johann (Henne) Liepart und seiner Ehefrau Kunigunde (Gundel) einen Zins von 25,5 Schilling Heller Aschaffenburger Währung und einem Anteil an einem Fastnachtshuhn. Diesen Zins hatten die Eheleute bisher jedes Jahr am 11. November und am 1. Mai (uff sante Martins vnd sante Walpurge tagen) von ihrem Haus in der Innenstadt von Aschaffenburg auf dem Markt zwischen den Häusern der Gertrud (Gele) Brie und des Konrad Spengeler an den Verkäufer zu entrichten. Die Käufer haben ihm für den Zins 10 Gulden bezahlt. Er überträgt ihnen daher den Zins unter Verzicht auf alle ihm daran zustehenden Rechte.
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Friedrich Quittenbaum (Qwodenbau/e/m) verkauft dem Aschaffenburger Bürger Johann (Henne) Liepart und seiner Ehefrau Kunigunde (Gundel) einen Zins von 25,5 Schilling Heller Aschaffenburger Währung und einem Anteil an einem Fastnachtshuhn. Diesen Zins hatten die Eheleute bisher jedes Jahr am 11. November und am 1. Mai (uff sante Martins vnd sante Walpurge tagen) von ihrem Haus in der Innenstadt von Aschaffenburg auf dem Markt zwischen den Häusern der Gertrud (Gele) Brie und des Konrad Spengeler an den Verkäufer zu entrichten. Die Käufer haben ihm für den Zins 10 Gulden bezahlt. Er überträgt ihnen daher den Zins unter Verzicht auf alle ihm daran zustehenden Rechte.
SSAA, StiftsA U 2876
StiftsA U Stiftsarchiv Urkunden
Stiftsarchiv Urkunden
1399 Januar 2
Archivale
Edition / Literatur: Schöffler: Urkundenbuch (Nr. 726)
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
27.03.2025, 11:33 MEZ