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Gimborn-Neustadt AA 0576 (Bestand)
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Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik) >> 1. Behörden und Bestände vor 1816 >> 1.3. Herrschaften >> 1.3.1. A - M >> 1.3.1.5. Gimborn-Neustadt
1707-1811
Erbungsbücher, Lateinische Schule zu Gummersbach
Form und Inhalt: Gimborn-Neustadt, Oberbergischer Kreis.
Die Schwarzenbergische Besitzung Haus Gimborn wurde 1610 zusammen mit den Höfen Thal und Recklinghausen des märkischen Amtes Neustadt als Lehen der Grafschaft Mark zur Unterherrschaft erhoben. 1614 kamen hinzu die Bauerschaften Gummersbach, Strombach-Obergelpe, Rospe, Berrenberg, Kalsbach, Ober- und Niedermüllenbach. 1621 wurde auch der Rest des Amtes Neustadt dem Grafen Adam von Schwarzenberg zu Lehen gegeben. 1782 verkauften die Fürsten Schwarzenberg die Herrschaft an den Freiherrn von Wallmoden. 1806 gelangte das Gebiet an das Großherzogtum Berg.
Die Retrokonversion des vorliegenden Findbuches (Abschrift in MS Word; Erstellung der xml-Datei mittels des CCS- Retrokonversionstools) erfolgte zwischen Januar und Februar 2005 durch Archivoberinspektor Jörg Franzkowiak.
43 Einheiten; 11 Kartons
Bestand
German
Archivverweise
I. Ergänzungsüberlieferung im eigenen Archiv
Kleve, Lehen, Specialia 45: Gimborn-Neustadt, Herrschaft, (1681), (1278)- 1805 (s. Findbuch 103.02.1, S. 63-67 und Oediger, Friedrich-Wilhelm, Das Staatsarchiv Düsseldorf und seine Bestände, Bd. 1: Landes-und Gerichtsarchive von Jülich- Berg, Kleve-Mark, Moers und Geldern, Siegburg, 1957, S. 217)
Kleve-Mark, Akten 1515-17, 1535, 1568, 2278-2309, 3981, 3998, 4074, 4187 und 4482
(früher zumeist Kleve-Mark XIX, s. Findbuch 103.04.5, S. 493-499 und Oediger, Friedrich-Wilhelm, Das Staatsarchiv Düsseldorfund seine Bestände, Bd. 1: Landes- und Gerichtsarchive von Jülich- Berg, Kleve- Mark, Moers und Geldern, Siegburg, 1957, S. 241-242), insbes. Kleve-Mark, Akten 2300 (früher Kleve-Mark XIX 14): Der Zustand und die Administration des Amtes Neustadt. Das Religionswesen und die Vogteistelle daselbst, 1732-54 (mit Beschreibung von 1754. Die Karte der Herrschaft Gimborn ist zu Karten 2556 genommen worden)
Im Filmarchiv des Hauptstaatsarchivs Düsseldorf, Nr. A 19/2 (früher A 86; Acc. 42/1959) befindet sich ein 1959 von der tschechoslowakischen Archivverwaltung (Prag) übersandter Film mit Aufnahmen aus dem Staatsarchiv Wittingau (Trebon), vermutlich aus dorthin gelangten Teilen des Schwarzenbergischen Archivs Krummau. Der Film enthält:
1) Gimborn-Neustadt, Ämter und Güter, beginnend mit Akten des Markgrafen Georg Wilhelm von Brandenburg, 1621 ff. (fol. 1 ff.); 2) Klevische Ämter und Pfandschaften: Einkünfteverzeichnis zu Bylerwardt und Wardthausen, [1636] (fol. 95-102), Wisselwardt (fol. 140), Ryßwardt (fol. 136), Pfandschaftsamt Huissen (fol. 766 ff.); 3) Hückeswagen und Neuenburg, 1631-53, Grenzsachen Remshagen (fol. 209 ff.); 4) Herrschaft Winnenthal in Flandern, 1650-90 (fol. 462 ff.), u.a. Korrespondenzen mit Pfalz-Neuburg; 5) Herrschaft Bürglitz im Königreich Böhmen (fol. 795 ff.)
Original: Tschechisches Staatsarchiv Trebon, B 14/1: Kopienbuch der Herrschaft Gimborn-Neustadt (888 Aufnahmen)
II. Ergänzungsüberlieferung in anderen Archiven
Im Stadtarchiv Aachen:
Dep. Kornelimünster II 44) Etat der Domänenrevenuen, 1790
Im Staatsarchiv Detmold:
Westfälisches Grafenkollegium H 8 1) Matrikularmoderation, 1771-72; 2-3) Verkauf an den Grafen von Wallmoden-Gimborn, 1781-1806; V) Verkaufsverhandlungen mit Preußen, 1788-91
Im Archiv der Herrschaft auf Haus Gimborn (im Besitz der Reichsfreiherrn von Fürstenberg):
A) Urkunden, 1363 ff.;
B) Besitz: u.a. I, 1-8) Schloss Gimborn, 1612-1812; II, 1-27) Güterwesen; III, 1-2) Forsten zu Gimborn, 1785 ff., und Eichbach, 1790 ff.; IV, 1-3) Jagden zu Gimborn, 1653 ff., Eibach, 1791 ff., Haus Ley, Kaltenbach, Alzbach, 1626 ff.; V, 1-2) Fischerei zu Gimborn und Gervershagen, 1751 ff., in Ley, Kaltenbach und Ohl, 1592 ff., in der Acher und der Leppe, 1766-1800; VI, 1-11) Mühlen, Hammerwerke, 1654 ff.; VII Archivinventare, 1809 ff.; C) Verwaltung I, 1-5) Landesbeamte, 1765-1804; II, 1- 3) Gerichts- und Verordnungssachen: 1) Holzordnung, (1583) 1654; Gerichtsbuch, 1680-1751; 2) Brüchtenordnung, 1728; 3) Jagdverordnungen, 1761-1811; III, 1-7) Abgaben u.a. 1-2) Lehnherrenhafer, 1610; 3) Zehnte von Verkäufen, 1651-55; 4) Zehnten, (1210) 1682; IV, 1) Münzsachen, 1710- 1806; V, 1-4) Rechnungssachen, 1) Kellnereirechnungen des Amtes Neustadt, 1668-70, 1700-03, 1705-10, 1717-26; 2) Neustädter Stadtrechnung, 1789/90; 3) Renteirechnungen von Gimborn, 1652-53, 1655-57, 1663-73, 1675-80, 1682-96, 1698-1708, 1711-15, 1717-25, 1727-59, 1761-78, 1782-83, 1785-89, 1792-93, 1797-99, 1802-05; 4) Geldregister, 1800/01; VI, 1-2) Landwehren, 1807-29; VII, 1-3) Grenzbeschreibungen, 1610, 1723, 1796; VIII Wegebau, 1810; IX Pläne und Karten, u.a. 1-10) Schloss, [1800]; 15) Forsten, 1802/03; 17) Mairie Ründeroth, [1810];
D) Kirche, Schule und Spital I, 1-6) Gimborn, 1639 ff., 5-6) Schule, 1654, 1801; II, 1-5) Spital zu Hülsenbusch, 1633- 1826; III, 1-4) Kirche zu Hülsenbusch, 1683 ff.; IV, 1-4) Stiftungen, 1751-1804; IV Beschreibung des Klosters Marienheide, 1804
(s. Tille, Armin / Krudewig, Johannes, Übersicht über den Inhalt der kleineren Archive der Rheinprovinz, Bd. 1, Bonn, 1899, S. 291 ff.)
Im Staatsarchiv Hannover:
Dep. Wallmoden-Gimborn (1944 durch Kriegseinwirkung vernichtet):
u.a. XXV A. Auswärtiges 1) Beziehungen zum Reich; 1-5) Grafenkollegium, 1640-1781; 2) Kreissachen, 1649-82; A 3, 1-9) Brandenburgische Belehnung, 1630-1783; in 4) Kleve-Märkische Kirchenordnung, 1687; 8) Kleve-Märkische Verordnungen, ingl. die die Kameralverfassung der Grafschaft Mark, 1783;
B 1-22) Landesverfassung und Beschwerden, 1633-1800, insbes. 13- 21) Dienstenthebung des Oberamtsdirektors Brandes, 1794-1800; B. 2-1) Apotheke zu Ründeroth, 1793-1803; B 3, 1-3) Bausachen, 1800-11; B 4, 1-10) Forst- und Jagdsachen, 1799-1811, dabei 4) Beschreibung der Forsten, 1803-04; B 5, 1-17) Justiz- und Polizeisachen: u.a. 1-4) Gerichtsordnungen, 1660, 1766, 1796; 5) Juden, 1796-1800; 9) Gerichtsverfassung, 1798; B 6, 1-13) Kirchen- und Schulsachen, Hospitäler, 1699, 1782-1809, u.a. 2) Schulwesen zu Gummersbach, 1782-83; 3) 5) Pfarrwahl zu Müllenbach, 1782-86; 4) Bestellung der evangelischen Pfarrer, 1783; 6) Landesschulen, 1791-92; 8- 9) 12) Pfarrwahl zu Ründeroth, 1796-1811; 10) Lateinschule zu Gummersbach, 1797; 11) Hospital zu Hülsenbusch, 1804-05; 13) Katholische Kirchensachen, 1808-09; B 7, 1-3) Registratur, 1785-1809; B 8, 1-16) Renteisachen, 1791-1811, 2) Geldregister, 1791-1804; 3) Vieh-, Korn- und Geldregister, 1791-92; 6) Beschreibung der Herrschaft, 1806-09; 9) Dienerschaft, 1808-09; B 9, 1) Steuern (Donagratuita), 1804-06; C. Ankauf der Herrschaft, (1654-80) 1780-88;
D. 1) geplante Veräußerung an Preußen, 1791; 2-22) Besitznahme durch das Großherzogtum Berg, 1806 ff.; 21) Inventarium, 1812; 22-35) Verkauf an den Grafen von Merfeld, 1812-42; E. Karten, 2-3) Schloss, 1781, 1783; 4) Flächeninhaltsberechnung, 1804
Im evangelischen Pfarrarchiv Hülsenbeck:
06-1) Abschrift der Kirchenordnung, 1656; 08-5) Zahlung der schwedischen Satifaktionsgelder, 1699 (?)
Im Stadtarchiv Köln:
Auswärtiges 70 (107 ?): Materialsammlung zur Geschichte, [1800]
Im Deutschen Zentralarchiv, Abt. Merseburg:
Rep. 34, Nr. 150) Kommissionsakten A und B zur Erwerbung des Amtes durch Preußen (mit eingehender Beschreibung), 1790-92; auch Rechnung des Amtes Neustadt, 1622/23
Im Staatsarchiv Münster:
Haus Rechen, Urk. 40: Johann van Nyenhove gen. van der Leyen, Amtmann zu Neustadt, und Ehefrau Catharina verkaufen dem Kloster Kentrup 6 Goldgulden Erbrente aus dem Gut zu Bösinghausen, Kirchspiel Lieberhausen, 1503 Mai 12;
Hs. VII 245 II/4) (Slg. Niesert) Historisch- statistische Materialien, 18. Jhdt.
Im Schwarzenbergischen Archiv in Murau / Steiermark (früher in Krummau (Südböhmen), dann bis 1959 im tschechoslowakischen Staatsarchiv in Wittingau = Trebon):
Urkunden- oder Kopienbuch über die ursprünglichen Erwerbungen etc. I. über das Amt Neustadt samt appertinenten Kirchenspielen ... (480 Seiten)
Im Wiener Staatsarchiv (lt. den Mitteilungen von Karl Schwarzenberg, Murau / Steiermark, vom 13. Mai 1959, abschriftlich übersandt durch Fritz Rau, Schriftführer der Oberbergischen Abteilung des Bergischen Geschichtsvereins e.V., mit Schreiben vom 11. Juni 1959; letzteres im analogen Findbuch am Ende eingeheftet):
Akten "Reichshofrat antiqua" (vgl. Zettelkatalog AB / Archiv-Behelf/ 236 b/7):
RHR ant. 886/6: "In puncto exemptionis et immedietatis wie auch der Einquartierung in der Herrschaft Gimborn und incorporirtem Ambt Neustadt de 1649-1680" / Streit Johann Adolfs I. mit den Bergischen Ständen; er will nur ordentliche Kreissteuern zahlen, keine Kriegssteuer und keine Einquartierung. Im Faszikel Johann Adolfs Vergleich mit der kurfürstlichen Regierung Kleve, 1649 Oktober 8; kaiserliche Bestätigung; folgende kurfürstliche Interzession um Kreisstandschaft für Gimborn-Neustadt;
RHR ant. 887/2: darin u.a.: Graf Adam wendet sich an den Kaiser, um festzustellen, dass er keine Kriegssteuern zahlen muss, da seine Güter ohnedies im Krieg verwüstet worden sind; erklärt, er hätte das Amt von solchen Lasten exempt bekommen, zum Lohne, dass er 1629 die Possidenten im jülichschen Erbstreit, Kurbrandenburg und Pfalz-Neuburg, versöhnt habe; es liegt als Beleg abschriftlich bei die Urkunde, womit PfalzgrafWolfgang Wilhelm dem Grafen Adam statt des zuerst versprochenen Dorfes Lindtlow (muss heißen: Lindlar-Rau) Schloss und DorfHückeswagen, Schloss Newenberg samt Acker und Busch erteilt (Düsseldorf, 1631 Juni 17). Das erteilte Gut soll durch Grenzsteine mit Wappen bezeichnet werden; ferner liegt bei die Abschrift der ähnlichen Belehnung des Pfalzgrafen für GrafAdam mit den Höfen auf dem Remshagen, 1631 November 13. Das Faszikel ist teilweise infolge des Krieges verfault und unleserlich;
RHR ant. 888/3: "Schwarzenberg contra Neuenhoff und Veldamm, in Sachen Rescripti in puncto violati Protectorii de Anno 1642" / Trotz des Schutzbriefes - liegt gedruckt bei: Kaiser Ferdinand III. für seinen Reichshofrat und Kämmerer Grafen Adam von Schwarzenberg für dessen Besitzungen Gimborn, Neustadt, Hückeswagen, der Hof auf dem Remshagen, Linzenich, Bovenberg, Bongart und Laurenzberg (Regensburg, 1641 November 7) - haben die Beklagten als kurbrandenburgische Diener ein kurfürstliches Edikt - liegt ebenfalls bei; betrifft Sonntagsheiligung - in Neustadt affigiert und dadurch des Grafen landesherrliche Rechte verletzt;
RHR ant. 889/18: "Schwarzenberg in puncto translationis des Müntzprivilegii auf die Herrschaft Gimborn" / Der Kaiser fordert vor der Erledigung von Adams Gesuch Bericht vom Kurfürsten und der Stadt Köln ein. Am Ende des Faszikels ist noch als 889/43 ein Paket "designatio actorum in diversis Schwarzenberg betr." - Notizen betreffend die Behandlung und Erledigung der in diesem Faszikel enthaltenen Dinge
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.