Urfehde Nr. 259
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A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. 7336
A 2 e (Urfehden u.a.) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26) >> Bd. 19 Urfehden
1563 März 10
Regest: Hans jung Metzger, genannt Gerstlin, Bürger zu Reutlingen, bekennt, dass er etliche Jahre her Diener gemeiner Stadt und ihrer Zehentvögte war und sich in seinem Dienst untreu verhalten hat. Er hat nicht allein anderen geholfen, gemeiner Stadt und deren Zehenten das Ihre zu entziehen, sondern auch selber ein Namhaftes zu seinem Nutzen entwendet. Damit hätte er eine grosse peinliche Leibesstraf verdient, die ihm der Rat zu Reutlingen, als er hierum ins Gefängnis gekommen war, widerfahren lassen wollte. Auf seine Bitte um Gnade erliessen sie ihm die Strenge des Rechts und entledigten ihn des Gefängnisses. Er schwor einen Eid, wegen dieser Sache und des Gefängnisses gegen die Herren zu Reutlingen, die Stadt und all die Ihren ewiglich Urfehde zu halten und sich nie zu rächen, künftig keinen Degen, Messer oder andere Waffe zu tragen, zu keiner Versammlung zu kommen, keine Zech ausserhalb seines Hauses zu tun, aus dem Zehenten (= Gebiet) der Stadt ohne Erlaubnis des Bürgermeister nicht zu gehen - alles, bis der Rat es erlaubt. Um diese milde Straf will er die Zeit seines Lebens den Herrn zu Reutlingen Dank sagen und beweisen. Wenn er über kurz oder lang eine Forderung an Sie oder die Ihren hätte, will er sie bei ihren ordentlichen Gerichten bleiben lassen. Würde er diesen Eid und Urfehde nicht halten oder in dergleichen Misshandlungen (= Verfehlungen) ferner betreten werden, so will er heissen und sein ein treuloser, meineidiger und zum Tod verurteilter Mann, den die Herren zu Reutlingen richten oder richten lassen mögen, mit was Pen (= Strafe) des Tods sie wollen.
Dorsal-/Marginalvermerke: Auf der Rückseite: Samstag, 25. Februar (15)76 ist dem Hans Metzger auf ansehnliche Fürbitte des Predigers und anderer ansehnlicher Personen seiner Zunft diese Verschreibung aufgehoben und er wieder restituiert worden.
Dorsal-/Marginalvermerke: Auf der Rückseite: Samstag, 25. Februar (15)76 ist dem Hans Metzger auf ansehnliche Fürbitte des Predigers und anderer ansehnlicher Personen seiner Zunft diese Verschreibung aufgehoben und er wieder restituiert worden.
Beschreibstoff: Pg.
Archivale
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Siegler: Martin Hipp, Bürger zu Reutlingen
Siegel (Erhaltung): Siegel fehlt, ist weggeschnitten +)
Bemerkungen: +) Wahrscheinlich wurde durch Entfernung des Siegels die Urkunde ungültig gemacht. Vgl. den Vermerk auf der Rückseite.
Genetisches Stadium: Or.
Siegel (Erhaltung): Siegel fehlt, ist weggeschnitten +)
Bemerkungen: +) Wahrscheinlich wurde durch Entfernung des Siegels die Urkunde ungültig gemacht. Vgl. den Vermerk auf der Rückseite.
Genetisches Stadium: Or.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
20.03.2025, 11:14 AM CET