Rentamt Weikersheim (Bestand)
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Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein, We 90
Landesarchiv Baden-Württemberg, Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein (Archivtektonik) >> Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein >> Schloßarchiv Weikersheim >> Lokale hohenlohe-oehringische und hohenlohe-langenburgische Verwaltungen im 18. bis 20. Jahrhundert
Vorakten ab 1761, 1805-1943
Inhalt und Bewertung
Nach dem Ende des Hauses Hohenlohe-Oehringen gelangte der Rentamtsbezirk Weikersheim in den gemeinschaftlichen Besitz von Hohenlohe-Langenburg und Hohenlohe-Kirchberg. 1831 erfolgte eine Teilung, wobei nur Hollenbach an Hohenlohe-Kirchberg fiel, der überwiegende Rest an Hohenlohe-Langenburg. Nach dieser Teilung wurde eine Revierverwaltung in Weikersheim eingerichtet, die der Forstverwaltung Langenburg unterstellt war. Mit Abschluß der Grundentlastung war der Aufgabenbereich der Rentamtsverwaltung erheblich reduziert worden. Die Leitung der neu errichteten Wirtschaftsbetriebe übernahm in den Jahren 1860-1872 eine Domäneninspektion. Nach Aufgabe der Betriebe und Verpachtung der Domänen wurde die Rentamtsverwaltung zeitweise nur im Nebenamt ausgeübt. 1932 übernahm die Domänenkanzlei Langenburg direkt die noch verbliebenen Aufgaben. Die Geschäfte am Ort, also hauptsächlich die Verwaltung des Schlosses, besorgte ein hauptamtlicher Verwalter.
Parallele Überlieferungen sind in den Beständen "Domänenkanzlei" (La 95 und La 97) und "La 105 Forstverwaltung Langenburg" des Archivs Langenburg und "We 85 Forstverwaltung Weikersheim" sowie "We 95 Kunstmühlen- und Bierbrauereiverwaltung Schäftersheim" des Archivs Weikersheim zu berücksichtigen.
Gliederung: 1. Angelegenheiten der Herrschaft; 2. Allgemeine Verwaltungsangelegenheiten des Rentamts; 3. Dienerangelegenheiten; 4. Kirchen- und Schulangelegenheiten; 5. Stiftungen, Almosen, Beiträge; 6. Allgemeine Verwaltung der herrschaftlichen Liegenschaften und Rechte; 7. Bauwesen und Unterhaltung herrschaftlicher Gebäude und sonstiger Liegenschaften; 8. Verwaltung und Nutzung herrschaftlicher Liegenschaften; 9. Forst, Jagd, Fischerei; 10. Verkauf, Verpfändung und Zerschlagung von Lehengütern; 11. Grundherrliche Einkünfte und Rechte in Württemberg; 12. Grundherrliche Einkünfte in Bayern und Baden; 13. Ablösung von Einkünften und Rechten; 14. Ablösung von Lasten; 15. Vermischte Rechtsstreitigkeiten, Strafsachen; 16. Sonstiges.
1. Zur Verwaltungsgeschichte und zur Geschichte des Bestandes: Nach dem Aussterben des Hauses Hohenlohe-Oehringen 1805 und nach der Beilegung des Öhringer Erbfolgestreits 1810 gelangte der Rentamtsbezirk Weikersheim als gemeinschaftlicher Besitz an Hohenlohe-Langenburg und Hohenlohe-Kirchberg. 1831 führten beide Häuser eine Teilung durch, in der der größte Teil des Rentamtsbezirks an Hohenlohe-Langenburg fiel; nur Hollenbach kam zu Hohenlohe-Kirchberg. Wohl nach 1831 wurde eine Revierverwaltung in Weikersheim eingerichtet, die der Forstverwaltung Langenburg unterstand. Nach Abschluss der Grundentlastung reduzierte sich der Aufgabenbereich der Rentamtsverwaltung erheblich. Als Leitung der neu errichteten Wirtschaftsbetriebe existierte 1860-1872 eine Domäneninspektion. Nach Aufgabe der Betriebe und nach der Verpachtung der Domänen wurde die Rentamtsverwaltung zeitweise nur im Nebenamt ausgeübt. 1932 übernahm die Domänenkanzlei Langenburg unmittelbar die restlichen verbliebenen Aufgaben; die Geschäfte in Weikersheim, im Wesentlichen die Verwaltung des Schlosses, besorgte ein hauptamtlicher Verwalter. 1809 wurden die Akten des Amts Weikersheim auf das Weikersheimer Rathaus verbracht und 1826 in das Staatliche Nebenarchiv Mergentheim verlagert. Die Rentamtsverwaltung konnte, von wenigen Ausnahmen abgesehen, nicht auf Vorakten zurückgreifen, da Anträge auf eine Aktenausscheidung von staatlichen Stellen abgelehnt wurden. Die seit etwa 1800 angefallenen Akten der Amts- bzw. Rentamtsverwaltung blieben lange Zeit unverzeichnet. Erst nach dem Amtsantritt des Rentamtmanns Fortenbach kam es 1842/43 zu einer grundlegenden Ordnung der Registratur. Fortenbach teilte das Schriftgut in eine kurrente Registratur in der Rentamtskanzlei (sog. Alte Registratur) und in eine reponierte im hinteren Amtsgebäude. Über die sog. Alte Registratur legte er ein Repertorium an. Die Ordnung geriet nach kurzer Zeit wieder in Verfall. Nach Abschluss der wichtigsten Ablösungsverfahren wurde 1857 eine Neueinteilung der Registratur durchgeführt und ein neues Repertorium gefertigt. Das für den laufenden Geschäftsgang erforderliche Schriftgut blieb in der sog. Alten Registratur im Rentamt. Die reponierte Registratur kam in den sog. Kirchenbau und wurde dort in drei Schränken untergebracht. Davon enthielt Schrank A geordnete und verzeichnete Akten der Betreffe Haus, Grundstock und Grundstocksveränderungen, die Schränke B und C enthielten ungeordnetes und unverzeichnetes Schriftgut der Betreffe Zehnte, Gülten und Gefälle sowie ältere Steuerakten. Diese Ordnung blieb im Wesentlichen unverändert; allerdings wurden nach etwa 1878 angefallene Akten nicht mehr verzeichnet. Als Teil des Schlossarchivs Weikersheim wurde der Bestand 1967 vom Land Baden-Württemberg übernommen und 1982 in das Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein verlagert.
2. Zur Verzeichnung: In Neuenstein wurden die Akten nach ihren alten Signaturen - soweit vorhanden - aufgestellt und unter Leitung des Unterzeichnenden von dem Archivangestellten F. Kempt verzeichnet. Die Gliederung des Bestands orientiert sich an der Ordnung von 1857, doch wurde die Teilung in eine kurrente und eine reponierte Registratur aufgegeben und die einzelnen Registraturschichten ineinander gearbeitet. Ca. 4 lfd. m Rechnungsschriftgut konnten als nicht archivwürdig ausgeschieden und kassiert werden. Innerhalb der einzelnen Gruppen liegen die Akten in der Reihenfolge der gültigen Signaturen. Der Bestand, der die Bezeichnung "We 90 Rentamt Weikersheim" erhielt, umfasst in 21,4 lfd. m 1529 Büschel. Bei seiner Benutzung sind parallele Überlieferungen in den Beständen "Domänenkanzlei" (La 95 und 97) und "La 105 Forstverwaltung Langenburg" des Archivs Langenburg sowie "We 85 Forstverwaltung Weikersheim" und "We 95 Kunstmühlen- und Bierbrauereiverwaltung Schäftersheim" des Schlossarchivs Weikersheim zu berücksichtigen. Neuenstein, im Mai 1987 Beutter
1529 Bü (21,4 lfd. m)
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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13.11.2025, 2:39 PM CET
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