02.02.23. Beyersdorf
Show full title
A 35 (Benutzungsort: Wernigerode) Späteres Oberlandesgericht Naumburg. Ältere Lehnsakten aus den Regierungsbezirken Merseburg und Erfurt
Späteres Oberlandesgericht Naumburg. Ältere Lehnsakten aus den Regierungsbezirken Merseburg und Erfurt >> 02 Spezialia >> 02.02. Orte und Güter mit B
Laufzeit: (1522) 1592 - 1818
Zusatzinformationen: Rittergut Beyersdorf ("Sattelhof")
Besitzer: von Dieskau (1522), von Reipitzsch (1549-1696). Herzog Christian I. von Sachsen-Weißenfels verlieh Wolf Friedrich von Timpling die Anwartschaft (Belehnung 1696 durch Kurfürst Friedrich August von Sachsen) auf das Lehngut. Letzterer zahlte die Reipitzsch-Witwe und deren Tochter aus, um das total ruinierte Gut wiederaufzubauen. Deshalb bat von Timpling um Umwandlung in ein Erblehngut, die 1703 erfolgte. Anschließend verkaufte von Timpling das Gut an den Amtsschösser zu Bitterfeld, Johann Heinrich Horn († 5.4.1713). Dessen Witwe und vier Töchter erben. Letztere verkaufen 1725 das Gut an die Hofrätin Christiana Erdmuth verw. Freystein, die 1740 starb.
Die Qualität des Erblehns wurde durch Kurfürst Friedrich August II. 1748 wiederzurückgenommen (nunmehr Mannlehngut), was zu Auseinandersetzungen führte. Der Streit war noch nicht beendet, da starb der letzte Sohn, Friedrich Gottlieb Freystein, 1771 ohne männliche Erben und der Amtmann zu Bitterfeld wurde vom Lehnhof beauftragt, das heimgefallene Gut in Besitz zu nehmen. Die Schwester Erdmuthe Henriette verw. Appellationsrätin Leyser geb. Freystein ereichte 1772 die Einsetzung in das Gut und die Rückverwandlung in ein Erblehngut. Sie verkaufte Beyersdorf 1772 an Friedrich Wilhelm von Stentzsch, der es 1784 weiter an Hanns Carl Christian August Wilhelm von Wuthenau veräußerte. 1788 wurde Friedericke Sophie Wilhelmine von Stammer geb. von Wichmannshausen neue Besitzerin. 1803 verkaufte sie das Gut an Catharina Elisabeth Siehe. Noch im gleichen Jahr verkaufte diese das Gut an Carl Friedrich Schmidt, dem vormaligen Besitzer der Kommende Dommitzsch, der es 1804 an Carl August Keil weiterverkaufte. Das Gut wurde 1813 versteigert und von Johann Gottfried Schmidt erworben.
Zusatzinformationen: Rittergut Beyersdorf ("Sattelhof")
Besitzer: von Dieskau (1522), von Reipitzsch (1549-1696). Herzog Christian I. von Sachsen-Weißenfels verlieh Wolf Friedrich von Timpling die Anwartschaft (Belehnung 1696 durch Kurfürst Friedrich August von Sachsen) auf das Lehngut. Letzterer zahlte die Reipitzsch-Witwe und deren Tochter aus, um das total ruinierte Gut wiederaufzubauen. Deshalb bat von Timpling um Umwandlung in ein Erblehngut, die 1703 erfolgte. Anschließend verkaufte von Timpling das Gut an den Amtsschösser zu Bitterfeld, Johann Heinrich Horn († 5.4.1713). Dessen Witwe und vier Töchter erben. Letztere verkaufen 1725 das Gut an die Hofrätin Christiana Erdmuth verw. Freystein, die 1740 starb.
Die Qualität des Erblehns wurde durch Kurfürst Friedrich August II. 1748 wiederzurückgenommen (nunmehr Mannlehngut), was zu Auseinandersetzungen führte. Der Streit war noch nicht beendet, da starb der letzte Sohn, Friedrich Gottlieb Freystein, 1771 ohne männliche Erben und der Amtmann zu Bitterfeld wurde vom Lehnhof beauftragt, das heimgefallene Gut in Besitz zu nehmen. Die Schwester Erdmuthe Henriette verw. Appellationsrätin Leyser geb. Freystein ereichte 1772 die Einsetzung in das Gut und die Rückverwandlung in ein Erblehngut. Sie verkaufte Beyersdorf 1772 an Friedrich Wilhelm von Stentzsch, der es 1784 weiter an Hanns Carl Christian August Wilhelm von Wuthenau veräußerte. 1788 wurde Friedericke Sophie Wilhelmine von Stammer geb. von Wichmannshausen neue Besitzerin. 1803 verkaufte sie das Gut an Catharina Elisabeth Siehe. Noch im gleichen Jahr verkaufte diese das Gut an Carl Friedrich Schmidt, dem vormaligen Besitzer der Kommende Dommitzsch, der es 1804 an Carl August Keil weiterverkaufte. Das Gut wurde 1813 versteigert und von Johann Gottfried Schmidt erworben.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
17.04.2025, 3:17 PM CEST
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik)
- 01. Territoriale Vorgänger der preußischen Provinz Sachsen (902 - 1807/16) (Archival tectonics)
- 01.07. Territorienübergreifende Bestände (Archival tectonics)
- 01.07.04. Späteres Oberlandesgericht Naumburg (Archival tectonics)
- Späteres Oberlandesgericht Naumburg. Ältere Lehnsakten aus den Regierungsbezirken Merseburg und Erfurt (Archival holding)
- 02 Spezialia (Classification)
- 02.02. Orte und Güter mit B (Classification)
- 02.02.23. Beyersdorf (Classification)