Conradus Voe*gili, Kleriker der Diözese Konstanz, kaiserlicher öffentlicher Notar stellt ein Notariatsinstrument aus über den Urteilsspruch des Conradus Gae*b, Licenciatus in decretis, Generalvikar des Bischofs Otto von Konstanz in der Streitsache zwischen Priorin und Konvent des Predigerklosters Löwental und dem Spital in Lindau sowie Christoph Schindelin aus Ravensburg über die zur Pfarrkirche in Ailingen und der Kapelle in Ettenkirch gehörigen Novalzehnten und einige andere Streitpunkte. In dieser Sache war schon länger ein Streit anhängig vor Bischof Otto von Konstanz und Abt Ulrich des Benediktinerklosters St. Gallen und durch Friedrich Theoderici, Custos der Collegiatkirche St. Johannes in Konstanz, Richter und Konservator der Rechte, Privilegien und Güter der Klöster des Predigerordens, mit apostolischer Autorität versehen, ein Urteil zugunsten des Klosters Löwental ergangen, von dem das Spital Lindau und Christoph Schindelin an Papst Sixus IV. appelliert hatten, der mit Bulle von 1482 März 26 Bischof Otto von Konstanz und den Abt von St. Gallen beauftragt hatte. Die Bulle ist mehrfach inseriert (siehe U 105a). Nach ausführlicher Schilderung der Verhandlungen und nach eingehender Prüfung der Schriftsätze bestätigte der Generalvikar das frühere Urteil und verurteiltete die Appellanten zur Bezahlung der Kosten des Rechtsstreits. Dagegen protestierte der Vertreter der Gegenseite.
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Conradus Voe*gili, Kleriker der Diözese Konstanz, kaiserlicher öffentlicher Notar stellt ein Notariatsinstrument aus über den Urteilsspruch des Conradus Gae*b, Licenciatus in decretis, Generalvikar des Bischofs Otto von Konstanz in der Streitsache zwischen Priorin und Konvent des Predigerklosters Löwental und dem Spital in Lindau sowie Christoph Schindelin aus Ravensburg über die zur Pfarrkirche in Ailingen und der Kapelle in Ettenkirch gehörigen Novalzehnten und einige andere Streitpunkte. In dieser Sache war schon länger ein Streit anhängig vor Bischof Otto von Konstanz und Abt Ulrich des Benediktinerklosters St. Gallen und durch Friedrich Theoderici, Custos der Collegiatkirche St. Johannes in Konstanz, Richter und Konservator der Rechte, Privilegien und Güter der Klöster des Predigerordens, mit apostolischer Autorität versehen, ein Urteil zugunsten des Klosters Löwental ergangen, von dem das Spital Lindau und Christoph Schindelin an Papst Sixus IV. appelliert hatten, der mit Bulle von 1482 März 26 Bischof Otto von Konstanz und den Abt von St. Gallen beauftragt hatte. Die Bulle ist mehrfach inseriert (siehe U 105a). Nach ausführlicher Schilderung der Verhandlungen und nach eingehender Prüfung der Schriftsätze bestätigte der Generalvikar das frühere Urteil und verurteiltete die Appellanten zur Bezahlung der Kosten des Rechtsstreits. Dagegen protestierte der Vertreter der Gegenseite.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 471 U 114
lad No: 42
B 471 U 105
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 471 Löwental, Dominikanerinnenkloster
Löwental, Dominikanerinnenkloster >> Urkunden
1485 Juli 1
Urkunden
Lateinisch
Ausstellungsort: Konstanz
Zeugen: Zg.: Gregorius Swegler, Nicolas Pregel, Notare und Schreiber der Konstanzer Kurie.
Siegler: Sr.: Conradus Gae*b.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Sg. in Leinensäckchen (zerbr.)
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Not. Instr. mit Not. Signet
Zeugen: Zg.: Gregorius Swegler, Nicolas Pregel, Notare und Schreiber der Konstanzer Kurie.
Siegler: Sr.: Conradus Gae*b.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Sg. in Leinensäckchen (zerbr.)
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Not. Instr. mit Not. Signet
Gae*b, Conradus, Lic. in decr., Generalvikar
Otto, s. Konstanz
Pregel, Nicolas, Notar
Schindelin, Christoph
Swegler, Gregorius, Notar
Theodorici, Friedrich; Kustos
Ulrich, s. St. Gallen
Voe*gili, Conradus, Kleriker, Notar
Ailingen : Friedrichshafen FN
Ailingen : Friedrichshafen FN; Pfarrkirche, Novalzehnt
Ettenkirch : Friedrichshafen FN; Kapelle, Novalzehnt
Konstanz KN; Bischof
Konstanz KN; Diözese, Kleriker
Konstanz KN; Generalvikar
Konstanz KN; Kollegiatkirche St. Johann
Konstanz KN; Kurie, Notare
Konstanz KN; Kurie, Schreiber
Lindau (Bodensee) LI; Spital
Ravensburg RV
St. Gallen [CH]; Kloster, Abt
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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