Mandatum poenali Auseinandersetzung um Eingriff in Kirchenrechte
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(1) 0774
Wismar F 4 (W F 1 n. 4)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 06. 1. Kläger F
01.02.1659-16.07.1659
Kläger: (2) Fiskal des Tribunals
Beklagter: Johann Bartolt Mylich, Amtmann zu Neukloster
Anwälte, Prokuratoren: Bekl.: Dr. Joachim Zander (A & P)
Fallbeschreibung: Am 01.02. trägt das Tribunal dem Fiskal auf, die Vorgänge in Neukloster zu untersuchen, die zur Absetzung des Küsters durch den Amtmann geführt haben. Am 09.02. berichtet Kl., daß Bekl. den Küster Emanuel Schnell abgesetzt und aus dem Küsterhaus vertrieben, dafür Heinrich Stechow eingesetzt habe ohne den Konsens des Tribunals oder Gouverneurs der Herrschaft in dieser Frage eingeholt zu haben. Er bittet, Bekl. zu einer Geldstrafe zu verurteilen. Das Tribunal lädt Bekl. am selben Tag zum nächsten Gerichtstag vor, am 21.03. meldet sich Graf Dohna aus Stade als Inhaber des Amtes Neukloster, erklärt, der Amtsinhaber bzw. sein Amtmann habe in der Herzogszeit immer das Recht gehabt, Küster zu ernennen und ihm sei nicht bewußt, daß er dieses Recht mit Übernahme des Amtes verloren habe. Er erbittet Information, um Bekl. entsprechend anweisen zu können. Am 18.04. streitet Bekl. alle Beschuldigungen ab, am 20.04. verlangt das Tribunal Stellungnahme des Kl.s. Am 04.07. legt Kl. Articuli probatorii vor, am 16.07.1659 bittet Kl., Assessor Schlüter und Protonotar Pascovius zu Kommissaren zu bestimmen, die die nötigen Verhöre führen. Eine Reaktion des Tribunals erhellt nicht.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1659
Prozessbeilagen: (7) von Tribunalspedell Christoph Havemann ausgestellte Übergabequittung für ein Tribunalsmandat vom 13.02.1659; Prozeßvollmacht des Bekl. für Dr. Zander vom 16.04.1659
Beklagter: Johann Bartolt Mylich, Amtmann zu Neukloster
Anwälte, Prokuratoren: Bekl.: Dr. Joachim Zander (A & P)
Fallbeschreibung: Am 01.02. trägt das Tribunal dem Fiskal auf, die Vorgänge in Neukloster zu untersuchen, die zur Absetzung des Küsters durch den Amtmann geführt haben. Am 09.02. berichtet Kl., daß Bekl. den Küster Emanuel Schnell abgesetzt und aus dem Küsterhaus vertrieben, dafür Heinrich Stechow eingesetzt habe ohne den Konsens des Tribunals oder Gouverneurs der Herrschaft in dieser Frage eingeholt zu haben. Er bittet, Bekl. zu einer Geldstrafe zu verurteilen. Das Tribunal lädt Bekl. am selben Tag zum nächsten Gerichtstag vor, am 21.03. meldet sich Graf Dohna aus Stade als Inhaber des Amtes Neukloster, erklärt, der Amtsinhaber bzw. sein Amtmann habe in der Herzogszeit immer das Recht gehabt, Küster zu ernennen und ihm sei nicht bewußt, daß er dieses Recht mit Übernahme des Amtes verloren habe. Er erbittet Information, um Bekl. entsprechend anweisen zu können. Am 18.04. streitet Bekl. alle Beschuldigungen ab, am 20.04. verlangt das Tribunal Stellungnahme des Kl.s. Am 04.07. legt Kl. Articuli probatorii vor, am 16.07.1659 bittet Kl., Assessor Schlüter und Protonotar Pascovius zu Kommissaren zu bestimmen, die die nötigen Verhöre führen. Eine Reaktion des Tribunals erhellt nicht.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1659
Prozessbeilagen: (7) von Tribunalspedell Christoph Havemann ausgestellte Übergabequittung für ein Tribunalsmandat vom 13.02.1659; Prozeßvollmacht des Bekl. für Dr. Zander vom 16.04.1659
Akten
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
29.10.2025, 11:27 AM CET